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Werkbeschreibung | Ludwig van Beethoven

Messe C-Dur op. 86

 

Beethoven stand zur Zeit der Komposition seiner ersten Messvertonung unter dem Vorbild der von seinem Lehrer Joseph Haydn komponierten Messen, die er als »unnachahmliche Meisterstücke« ansah und während seiner Kompositionsarbeit auch studierte. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass Beethovens Skizzen zum Gloria seiner C-Dur-Messe, wie im Jahre 1991 der Musikwissenschaftler McGrann und unabhängig von ihm auch Alan Tyson entdeckte, auch zwei Stellen aus Haydns Schöpfungsmesse enthalten.

 

Die Messe wurde am 13. September 1807 in Eisenstadt uraufgeführt. Da dem Fürsten Esterházy die Messe nicht zusagte, widmete Beethoven sie bei der Drucklegung Ferdinand Fürst Kinsky von Wchinitz und Tettau.

 

Teile der Messe wurden am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien aufgeführt. An diesem Abend wurden daneben noch die 5. Sinfonie op. 67, die 6. Sinfonie op. 68, das 4. Klavierkonzert op. 58, die Arie Ah, perfido! op. 65 sowie die Chorfantasie op. 80 uraufgeführt.

 

Beethoven distanzierte sich mit dieser Messe von den traditionellen Messvertonungen und verkündete am 8. Juli 1808 dem Verleger Härtel in Leipzig stolz: »Von meiner Meße, wie überhaupt von mir sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, daß ich den Text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden«.

 

Besetzung:

Soli (SATB), Chor (SATB), 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher, Orgel

 

Die Aufführungsdauer beträgt ca. 50 Minuten

Notenmaterial

 

Literaturnachweis, Quellen, weiterführende Links:

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/dokumente/Werkbeschreibung/Beethoven_op86.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 08.11.2015

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