ERZBISTUM KÖLN  DOMRADIO     
Zuversichtlich und hoffnungsfroh gemeinsam in der Spur Christi in die Zukunft   WIR 1/2007   
Organisatorische  und  konzeptionelle  Neuordnung
der  Seelsorge im Seelsorgebereich Solingen - West

Da unser Erzbischof – Joachim Kardinal Meisner – möchte, dass wir Stadt- und Kreisdechanten künftig auch die Aufgabe des leitenden Pfarrers im  Seelsorgebe-reich wahrnehmen, wird er mich – wie angekündigt – neben meiner Aufgabe als Pfarrer von St. Joseph / Ohligs zum 1. Januar 2009 zum „kanonischen Pfarrer“ auch der Nachbarpfarreien St. Katharina / Wald,  Liebfrauen / Löhdorf und St. Mariä Empfängnis / Merscheid ernennen. Von dann an werden wir – die langjähr-igen Pfarrer dieser Gemeinden – Pater Louis Bongers SDS und Pater Mathieu Pouls SDS – sowie Gemeindeassistentin Daria Wirth und Pastoralreferent Tho-mas Otten und ich – gemeinsam für die Seelsorge in „Solingen-West“ da- und zu-ständig sein, wobei wir – in gutem „Team-Geist“ – sinnvollerweise einzelne pas-torale Felder unter uns aufteilen.  

Um diese Neuordnung der Seelsorge deutlich werden zu lassen, möchte die Personalabteilung unseres Erzbistums, dass der „neue Pfarrer“ in den Pfarreien, deren Leitung er übernimmt, entsprechend „eingeführt“ wird, was ich ursprünglich nicht vorhatte, da ich die Nachbargemeinden und viele ihrer Mitglieder – vor al-lem durch meinen langjährigen Dienst als Stadtdechant – doch kenne. Aber wir haben zugestimmt, und so wird es im Januar eine „Pfarreinführung“ geben, und zwar in allen drei Gemeinden; dabei wollen wir uns gleichzeitig als das „eine, gemeinsame „Pastoral-Team“ vorstellen.

Da ich bereits 1980 durch den damaligen Erzbischof von Köln – Joseph Kardinal Höffner – zum kanonischen Pfarrer von St. Joseph / Ohligs ernannt und am 5. Oktober in unserer Pfarrkirche in diesen Dienst eingeführt wurde, wird es in Ohligs keine Pfarreinführung mehr geben. Deshalb lade ich die Pfarrmitglieder von St. Joseph ein, gegebenenfalls an einer der drei Pfarreinführungen – Hl. Messe mit anschließendem Empfang – in einer der Nachbarpfarreien teilzu-nehmen, und zwar am:

Samstag, den 10. Januar – 17.00 h – in  Liebfrauen / Löhdorf
Samstag, den 17. Januar – 18.30 h – in  St. Katharina / Wald
Sonntag, den 18. Januar – 10.00 h – in  St. Mariä Empfängnis / Merscheid


Da aber Glaubenszeugnis, Glaubensverkündigung und Glaubensweitergabe nicht allein Aufgabe der dafür ausgebildeten pastoralen Dienste, sondern Auftrag aller getaufter und gefirmter Christinnen und Christen ist, ist das Glaubensengagement der „Laien“ unverzichtbar. Und gottlob gibt es in allen vier Gemeinden eine große Zahl von Männern und Frauen, Kindern und Jugendlichen, die den Ruf Christi zum Glaubenszeugnis vernommen haben und sich von ihm senden lassen. Dazu gehören die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenvorstände, aber auch die vielen anderen gläubigen Menschen mit ihren unterschiedlichen Ta-lenten und Charismen in den verschiedensten Bereichen der Kirche.

Die bereits bestehende „Pfarrverbandskonferenz“ – das Pastoralteam und je zwei Vertreter der 4 Pfarrgemeinderäte und je 1 Vertreter der Kirchenvorstände – wird dann die Wahl des künftigen, einen, gemeinsamen Pfarrgemeinderates (am 7./ 8. November 2009) vorbereiten und die Weichen für ein zu erarbeitendes, zeitge-mäßes Pastoralkonzept stellen. Der ebenfalls bereits tätige „Kirchengemeinde-verband“ – je zwei Mitgliedern der vier Kirchenvorstände und der leitende Pfar-rer – werden dann, die örtlichen Kirchenvorstände entlastend, die finanzielle und personelle Verantwortung für den gesamten Seelsorgebereich übernehmen.

Mit Blick auf das Fest der Menschwerdung des Sohnes Gottes an Weihnachten hoffe ich zuversichtlich, dass es Christus ist, der uns heraus- und auf einen neuen Weg in die Zukunft ruft, und dass er als „Immanuel = Gott-mit-uns“ uns auf diesem Weg nicht allein lässt, sondern uns in die Zukunft voran geht, und dass der gemeinsame Aufbruch und Neubeginn in unserem Seelsorgebereich unter seinem Segen steht. Bedenken wir, dass es bei unserem Christ- und Gemeinde-Sein wesentlich darauf ankommt, dass „das Gerücht, die Kunde von Gott“ (P.M. Zulehner) zum Heil der Menschen weitergetragen wird, damit die Menschen hier im Solinger West heute und auch in Zukunft daraus Trost, Halt und Hoffnung für sich und ihr Leben schöpfen.

In dieser Glaubens-Zuversicht grüße ich meine mir in 28 Jahren ans Herz ge-wachsenen, lieben Ohligser aber auch alle „meine“ künftigen Pfarrmitglieder in den drei Nachbargemeinden. Ich werde mich mit Leib und Seele bemühen, auch ihr „Pastor = Hirte“ zu werden, dessen Aufgabe es ist – dem Hirtenhund ver-gleichbar – die „Herde“ zusammenzuhalten, vielleicht bisweilen zu bellen, aber nie zu beißen.  

Allen ein gnadenreiches und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen und sein Geleit für jede und jeden Einzelnen und für unsere vier Gemeinden an allen Tagen, auf allen Wegen und an allen Orten des neuen Jahres 2009.

Ihr        

Pastor  Prälat  Heinz – Manfred  Jansen
 
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