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.. oder von Kindern, die lange unterwegs waren, um ein Musical einzustudieren
Voller Stolz verbeugen sich die Kinder des Kinderchors St. Joseph Ohligs / Liebfrauen Löhdorf vor der Beifall klatschenden Gemeinde an diesem 21. September: sie haben soeben das Musical „Unterwegs in ein neues Land“ aufgeführt, die Zuschauer sind begeistert.
„Der Text stammt von Dr. Raimund Weber, erzählt Marcus Steven. Komponiert haben dieses schöne Werk Kirchenmusiker des Düsseldorfer Katholischen Kantorenkonventes ( u.a. Klaus Wallrath, Christoph Seeger, Odilo Klaasen und Markus Hinz). Es ist in der Tat eine deutschlandweit sicher einzigartige Zusammenarbeit von mehreren Kirchenmusikern, wobei jeder nach seinen Möglichkeiten einen speziellen Teil der kompositorischen Arbeit, bzw. des Arrangements übernimmt. Dieser Konvent hat sich mit seinen Produktionen bereits einen festen Platz in den Literaturlisten für Kinderchöre erobert.
Die Arbeit am Stück hat etliche Monate gedauert, immer wieder unterbrochen durch die regelmäßigen Termine im Kirchenjahr und die Teilnahme an Veranstaltungen der PUERI CANTORES, dem internationalen Verband für kath. Kinder- und Jugendchöre“.
Die Handlung ist bekannt, Bernhard Schmitz fasst sie zusammen: „Das Musical beschreibt, wie das Volk Israel aus Ägypten auszieht, weil der Pharao sie dort zu Sklaven gemacht hat“
Die Besetzung? Lauter echte „Stars“ aus Ohligs und Löhdorf:
Ferdinand Erbel Moses
Anna Janke Josua
Isabell Müller Rebecca
Adam Osadzin Stimme Gottes & Minister d. Pharao
Eos Reichow Moses' Mutter
Bernhard Schmitz Pharao
Peter Schmitz Aaron
Nicklas Scholl Aufseher
Antonia Steven Mirjam
Lara Voss ägypt. Diener
Giulia Barisic, Sarah Janßen, Lenja Marx,
Sebastian Steven, Janine, Zanine, das Volk
Die schwere Arbeit der Israeliten in Ohligs bestand vor allem darin, das Taufbecken zu putzen. Pastor Jansen wird sich bestimmt gefreut haben, denn so schön hat das Taubecken sicherlich noch nie geglänzt!
Anna erinnert sich: „Da gab es noch die Stimme aus dem Dornbusch. Die Stimme hat gesagt, ich bin der „ich bin da“, ich bin der, der Himmel und Erde erschaffen hat“. Gerade der Dornbusch hat Antonia besonders gut gefallen: „ich fand ihn sehr lustig, er sah aus wie ein Glühwurmhotel“
Später ziehen die Ohligser Israeliten durch die Kirche mit dem Goldenen Kalb; dazu Anna: „Ich fand lustig, wie das Volk um das Goldene Kalb getanzt hat, Ich war bei dem Tanz aber nicht dabei, weil ich mit Moses auf den Berg Sinai gegangen war.“
Um dem Musical den richtigen Rahmen zu geben, stand eine ganze Truppe von Eltern im Hintergrund; sie haben bei der Auswahl und Anfertigung von Kostümen und Accessoires kräftig geholfen, Ebenso wichtig für die erfolgreiche Aufführung waren die Regieassistentinnen, Annemarie van Haard und Julia Bartoschek, sei es für einen schnellen Dekorwechsel, ein sich aufreißendes Meer oder eine kleine Hilfe, wenn einer der Akteure vor lauter Aufregung seinen Text mal vergessen hatte (was aber selten passierte).
Denn aufregend war es wahrhaftig! Dazu Isabell: „Einen Tag vor dem Musical trafen wir uns zur Generalprobe in der Kirche. Ich kannte meinen Text kaum und war ziemlich nervös. Am Morgen des Musicals war ich sehr aufgeregt. Ich übte meine Texte und die Lieder den ganzen Morgen. Bei der Aufführung war ich noch nervöser. Ich vergaß meinen Text meistens, wenn ich dran war. Zum Glück fiel er mir dann doch noch ein!“ Diese Erfahrung hat auch Bernhard gemacht, aber auch ihm ist sein Text noch gerade rechtzeitig wieder eingefallen.
Von Antonia hört man, dass sie im Bet geübt und sogar noch die anderen Rollen gelernt hat. Vorsichts-halber…: „ich muss doch wissen, wann ich dran bin!“ Sie fügt hinzu: „Meint ihr auch, dass noch mehr Kinder an diesem schönen Kinderchor teilnehmen sollten? Ich finde, es lohnt sich!“ (Zur Erinnerung: der Kinderchor probt jeden Donnertag von 16 Uhr bis 17 Uhr im Pfarrheim. Wer Lust hast, kann einfach vorbeischauen).
Es war sicherlich viel Arbeit, („wir haben immer fleißig geübt“, meint Isabell), aber allen Teilnehmern hat es sehr viel Spaß gemacht, Bernhard wünscht: „Ich würde es toll finden, wenn wir es noch einmal aufführen würden“. In der Tat: Marcus Steven verrät, dass eine zweite Aufführung angedacht ist, sowie das thematisch folgende Musical mit dem Titel „Trau’n wir den Wolken nach“.
Also: wer am 21. September dieses wunderschöne Stück nicht sehen konnte, bekommt vielleicht bald eine zweite Chance. Man darf sich heute schon darauf freuen!
oc
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