ERZBISTUM KÖLN  DOMRADIO     
Bewegende Abschiedsfeier für Pater Josef                                 WIR 1/2007   

Pfarrer verabschiedet - Freund und Priester bleibt

(ChM) Von Priestermangel merkte man bei dieser Messfeier nichts, denn Pater Josef feierte mit 8 Konzelebranten das feierliche Hochamt anlässlich seiner Verabschiedung als Pfarrer von Löhdorf.  Unter ihnen auch Pater Michel, der als Provinzial der Salvatorianer die Predigt hielt 
PaterJosef_Abschied

 „Wir müssen auch loslassen können“, meinte André Zimmermann, 2. Vorsitzender des KV, der am Ende des Gottesdienste im Namen der Gemeinde Danke sagte. Zum Glück müssen die Löhdorfer nur los lassen, aber ihren „Jef“, wie Pater Josef in Löhdorf liebevoll genannt wird, nicht gehen lassen Pater Josef bleibt in Löhdorf wohnen und wird noch manchmal aushelfen. So war denn das große Fest, das die Gemeinde ihrem Pater bereitete, kein trauriges Abschiednehmen, sondern ein vielfaches herzliches Danksagen.  Zu danken war dem guten Hirten, dem zuhörenden Seelsorger, dem liberalen Chef, dem Kirchenvorsteher, der für die Anschaffung einer wunderschönen Strahlenmadonna, einer hervorragenden Orgel und neuer Altarbeleuchtung sorgte und  eine frisch renovierte Kirche hinterlässt.
In Rückblicken älterer Ehrenamtler auf fast 40 Jahre Gemeinschaft mit Pater Josef wurde deutlich, wie sehr die Gemeinde mit dem Pater verbunden war und ist.  „Als 1974 der damalige Pfarrer starb“, so Max Kohl (mehr als 40 Jahre KV-Mitglied) in seiner Laudatio, „wollten wir unbedingt, dass Pater Josef, den wir seit sieben Jahren als Subsidiar erlebt hatten, unser Pfarrer wird. Wir kannten ihn und wussten, dass er zu uns passt.“  Anneliese Dübbert verwies  in ihrem gelungenen Gedicht darauf, dass der Pater nun die Enkel tauft, deren Eltern er auch schon getauft hat. Von der Jugend brachten die Pfadfinder ein selbst gedichtetes Ständchen. 
Die Messdiener überreichten dem Bayern-Fan ein Vereinstrikot  und Oliver Busch bekannte, dass der Pater für sie ein väterlicher Freund gewesen sei.
Immer wieder wurde auch das Pfarrfest genannt, zu dessen großem Erfolg über Jahre hin der Pater beigetragen hat.
Dass die Löhdorfer feiern können, zeigte sich auch an diesem Sonntag. Die mehr als 400 Gäste waren im Pfarrsaal und einem eigens aufgebauten Festzelt gut untergebracht. Sie lauschten dem Chor, der  die Gounot-Messe gesungen hatte, und nun noch ein Ständchen auf Belgisch brachte. An zwei Theken und Büffets wurde bestens fürs leibliche Wohl gesorgt. So fühlten sich denn auch die Angehörigen der Familie Neyens, die  - wie schon oft - extra aus Belgien angereist waren, wohl und bedankten sich ihrerseits bei der Gemeinde für all die Jahre, in denen sie in die Pfarrfamilie hineingewachsen sind.
Familiären Umgang kann Pater Josef auch weiterhin mit seinen Amtsbrüdern pflegen. Dechant Heinz-Manfred Jansen schenkte dem Kölsch-Liebhaber ein Fässchen Kölsch – und bot gleich die Trinkhilfe seiner Mitbrüder beim nächsten Konveniat bei Pater Josef an.

Für die Pfarrgemeinde überreichte Anneliese Dübbert ein kreativ gestaltetes dickes Erinnerungsalbum und PGR-Vorsitzende Christa Melzer einen Blumenstrauß mit wertvollen „Blüten“  (Geldscheinen), – damit  „Pater Josef es sich in seiner neuen Wohnung richtig schön machen kann, so dass er sich wohl fühlt und noch lange bleibt.“
So war denn die Meinung einhellig: Unseren Pfarrer lassen wir los (und bekommen wohl einen guten neuen) – den Priester und Freund behalten wir in unserer Mitte.

 

 
 
 
Zum Seitenanfang Benutzer-Login Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Hilfe  Barrierefrei  Impressum