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Pfarrer verabschiedet - Freund und Priester bleibt
(ChM) Von Priestermangel merkte man bei dieser Messfeier nichts, denn
Pater Josef feierte mit 8 Konzelebranten das feierliche Hochamt anlässlich seiner Verabschiedung
als Pfarrer von Löhdorf. Unter ihnen auch Pater Michel, der als Provinzial der Salvatorianer
die Predigt hielt
„Wir müssen auch loslassen können“, meinte André
Zimmermann, 2. Vorsitzender des KV, der am Ende des Gottesdienste im Namen der Gemeinde Danke
sagte. Zum Glück müssen die Löhdorfer nur los lassen, aber ihren „Jef“, wie Pater Josef
in Löhdorf liebevoll genannt wird, nicht gehen lassen Pater Josef bleibt in Löhdorf wohnen und wird
noch manchmal aushelfen. So war denn das große Fest, das die Gemeinde ihrem Pater bereitete, kein
trauriges Abschiednehmen, sondern ein vielfaches herzliches Danksagen. Zu danken war dem
guten Hirten, dem zuhörenden Seelsorger, dem liberalen Chef, dem Kirchenvorsteher, der für die
Anschaffung einer wunderschönen Strahlenmadonna, einer hervorragenden Orgel und neuer
Altarbeleuchtung sorgte und eine frisch renovierte Kirche hinterlässt.
In Rückblicken älterer Ehrenamtler auf fast 40 Jahre Gemeinschaft mit Pater Josef wurde
deutlich, wie sehr die Gemeinde mit dem Pater verbunden war und ist. „Als 1974 der
damalige Pfarrer starb“, so Max Kohl (mehr als 40 Jahre KV-Mitglied) in seiner Laudatio,
„wollten wir unbedingt, dass Pater Josef, den wir seit sieben Jahren als Subsidiar erlebt
hatten, unser Pfarrer wird. Wir kannten ihn und wussten, dass er zu uns passt.“
Anneliese Dübbert verwies in ihrem gelungenen Gedicht darauf, dass der Pater nun die Enkel
tauft, deren Eltern er auch schon getauft hat. Von der Jugend brachten die Pfadfinder ein selbst
gedichtetes Ständchen.
Die Messdiener überreichten dem Bayern-Fan ein Vereinstrikot und Oliver Busch
bekannte, dass der Pater für sie ein väterlicher Freund gewesen sei.
Immer wieder wurde auch das Pfarrfest genannt, zu dessen großem Erfolg über Jahre hin der
Pater beigetragen hat.
Dass die Löhdorfer feiern können, zeigte sich auch an diesem Sonntag. Die mehr als 400 Gäste
waren im Pfarrsaal und einem eigens aufgebauten Festzelt gut untergebracht. Sie lauschten dem Chor,
der die Gounot-Messe gesungen hatte, und nun noch ein Ständchen auf Belgisch brachte. An zwei
Theken und Büffets wurde bestens fürs leibliche Wohl gesorgt. So fühlten sich denn auch die
Angehörigen der Familie Neyens, die - wie schon oft - extra aus Belgien angereist waren, wohl
und bedankten sich ihrerseits bei der Gemeinde für all die Jahre, in denen sie in die Pfarrfamilie
hineingewachsen sind.
Familiären Umgang kann Pater Josef auch weiterhin mit seinen Amtsbrüdern pflegen. Dechant
Heinz-Manfred Jansen schenkte dem Kölsch-Liebhaber ein Fässchen Kölsch – und bot gleich die
Trinkhilfe seiner Mitbrüder beim nächsten Konveniat bei Pater Josef an.
Für die Pfarrgemeinde überreichte Anneliese Dübbert ein kreativ
gestaltetes dickes Erinnerungsalbum und PGR-Vorsitzende Christa Melzer einen Blumenstrauß mit
wertvollen „Blüten“ (Geldscheinen), – damit „Pater Josef es
sich in seiner neuen Wohnung richtig schön machen kann, so dass er sich wohl fühlt und noch lange
bleibt.“
So war denn die Meinung einhellig: Unseren Pfarrer lassen wir los (und bekommen wohl einen
guten neuen) – den Priester und Freund behalten wir in unserer Mitte.
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