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Oder
Veränderungen bei der Katholischen Kindertagesstätte (KITA) St. Joseph
09.02.07 – Gern sind WIR auf dem Weg zur KITA. Viele schönen
Stunden hat der hoffnungsvolle Nachwuchs hier verbracht. Beim Eintreffen beschleicht uns gleich ein
heimeliges Gefühl. Es ist Nachmittag, die meistern Kinder sind schon ausgeflogen. Wo ist denn jetzt
noch etwas los? Natürlich bei den langjährigen und allseits beliebten Fachkräften Christa Sonntag
(Erzieherin) und Angela Klima (Ergänzungskraft)... Flotte Rhythmen erklingen in der Bärengruppe,
die Hüften und nicht nur diese werden eifrig geschwungen. Jeder Körperteil ist in Bewegung. Die
KITA hat ganz eindeutig nicht nur den Felix für großartige und regelmäßige Sangeskünste verdient,
sondern auch das Prädikat ‚Bewegungskindergarten.’ Dass sich hier eifrig bewegt wird,
das wissen WIR aus der Vergangenheit, hören es aber auch von Claudia Kreuziger, die die KITA seit 4
Jahren in nachahmenswerter Art und Weise leitet. Sie ist so freundlich und führt uns durch
alle Räume.
Man sieht es überall: Kommende Woche geht die Party richtig los. Die
letzten tollen Tage werden ausgiebig gefeiert. Toben und Tanzen in allen Räumlichkeiten ist
angesagt. Alle fünf Gruppen haben ihre Bereiche mottogemäß mit viel Liebe geschmückt. Da gibt es
das rustikale Räuberfest in der Bärengruppe (der halbe Wald hat Pate gestanden). Hier findet auch
die zierliche Prinzessin ihren Platz, denn sie könnte ja von dunklen Gestalten gefangen genommen
werden! Am Eingang der Dinogruppe erschrickt uns eine lebensgroße Hexengestalt. Sollen WIR uns in
den großen Gruppenraum wagen oder besser nicht, der gruseligen Atmosphäre wegen? Na, WIR
trauen uns doch und treffen gleich eine Vertrauen erweckende Person, Erzieherin Monika
Jansen-Schmidt. Sie ist die Mitarbeitervertreterin für die Beschäftigen der Pfarrgemeinde (15 an
der Zahl), die nicht zum Pfarrverband West gehören. Pastor Jansen selbst hat diese Vertretung
angeregt. Es geht ihm sehr um die Wahrung der Interessen und Rechte seiner Mitarbeiter. Die
Vertreterin von Monika Jansen-Schmidt ist die KITA-Leiterin persönlich , die dritte im Bunde ist
Erzieherin Renate Black als Schriftführerin. Ein begeistertes Trio meistert hier eine neue Aufgabe.
Notwendige Information über Recht und Gesetz sowie Fortbildungsangebote vermittelt die Diözesane
Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Erzbistum Köln (kurz DiAG MAV).
Weiter geht es in die Käfergruppe. Das Motto Märchenwald ist nicht zu
verfehlen. Pappbäume streifen das Gesicht. Ein herziger Froschkönig schaut uns an, der böse Wolf
liegt bereits in Großmutters Bett und leckt sich die Lippen, da gehen wir lieber schnell. Nicht,
dass noch etwas passiert. Es ist später Nachmittag. Die noch im Hause befindlichen Kinder sind
zusammen in einer Gruppe. Schon geht es weiter. Der Gymnastikraum ist verwaist, bietet aber bei
Bedarf viel Platz zum Turnen und Bewegen. Interessantes entdecken wir an der Wand. Eine Erzieherin
bietet Experimentierstunden unter dem Stichwort Naturphänomene an. WIR lesen:
9 Eis- / Zuckerkristalle herstellen
10 Schallwellen sichtbar machen!
11 Mit Brausepulver eine Rakete starten!
12 Ist Luft wirklich da?
Und, und, und… Da möchte so mancher wieder in der KITA sein. Es geht weiter vorbei an
einer Litfasssäule, gespickt mit Informationen von Eltern für Eltern. Die Elefantengruppe ist heute
unter Wasser, genauer gesagt: bietet eine herrliche Unterwasserwelt und WIR geraten gleich ins
Träumen. Andrea Wagner, viele Jahre im Hort tätig, unterstützt hier bereits jetzt die KITA.
Im Moment fehlt die Mäusegruppe, die kaum zu erkennen ist. Ein herrlicher Zirkus hat hier
vorübergehend seine Zelte aufgeschlagen und bietet so unzählige Möglichkeiten sich wohl zu fühlen
und zu verkleiden.
In der Nähe des Eingangs bietet Erzieherin Uschi Rohden
Waldspaziergänge zum Kennen lernen der Flora und ggf. auch Fauna an. Es kann geklettert werden und
ganz nebenbei werden Spuren der verschiedenen Jahreszeiten entdeckt. Mit ihren liebevollen Aktionen
zur Leseförderung kommt auch Stefanie Leo gelegentlich vorbei und wird stets enthusiastisch begrüßt
(siehe auch www.buecherkinder.de). Und eine Neuigkeit: die KITA plant das Mittagessen frisch
von einem Gasthof anliefern zu lassen. Lecker, lecker, können WIR da nur sagen. Gegenüber sehen WIR
noch Photos der Erzieherinnen und Ergänzungskräfte. Da fällt uns ein, warum WIR eigentlich gekommen
sind:
Die Sparzwänge allerorten sind auch an der KITA nicht spurlos vorüber
gegangen. Der neben der Kirche befindliche Hort wird per 31. Juli 2007 geschlossen. Die beiden
langjährigen Erzieherinnen Andrea Wagner und Regina Günther werden weiter in der KITA beschäftigt.
Den Hortkindern ist eine Betreuung in der KITA, aber auch die Suche nach anderen
Betreuungsmöglichkeiten angeboten worden, mit dem Ergebnis, dass alle in Frage kommenden Kinder ab
August 2007 zufrieden stellend untergebracht sein werden.
Es ergeben sich jedoch auch Änderungen in der KITA St. Joseph selbst.
Der 30 Jahre bestehende St. Lukas Kindergarten schließt ebenfalls im Sommer 2007 seine Pforten mit
der Folge, dass auch einige Kleinkinder sowie zusätzliche Tageskinder versorgt werden müssen. Ab
August 2007 werden in der KITA St. Joseph 105 Kinder von 13 Ganztags- und Halbtagskräften
(Erzieherinnen und Ergänzungskräfte) wie folgt betreut:
13 je 20 Kinder in zwei Tagesstättengruppen
14 je 25 Kinder in zwei Kindergartengruppen
15 15 Kinder in einer altersgemischten Gruppe (7 Kinder unter 3 Jahren, 8 Kinder über
3 Jahren).
Die altersgemischte Gruppe wird zunächst eine Herausforderung sein. Wie wird man den
Eßgewohnheiten sowie den Schlaf- und Ruhebedürfnissen der Kleinen ab 4 Monaten gerecht? Wie fördert
man zwischenzeitlich die Großen? Die KITA-Mitarbeiter reden sich hier schon die Köpfe heiß. Vieles
wird sich im Alltag von selbst lösen. WIR sind überzeugt: das starke KITA-Team wird diese
Herausforderung meistern. Für diese Gruppe sind bereits 10 Kinder gemeldet. Für die Kinder dieser
Gruppe gilt wie für die vier anderen auch das folgende Leitmotiv der KITA:
Du hast das Recht genauso geachtet zu werden wie ein Erwachsener.
Du hast das Recht, so zu sein, wie du bist.
Du musst dich nicht verstellen und so sein, wie die Erwachsenen es wollen.
Du hast ein Recht auf den heutigen Tag,
Jeder Tag deines Lebens gehört dir, keinem sonst.
Du, Kind, wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch Janusz Korczak
In der KITA wird das Kind als Persönlichkeit wahrgenommen. Es soll
religiöse Werte vermittelt bekommen, lernen sich selbst zu helfen, aber eigenverantwortlich zu
handeln und sozial mit den Mitmenschen umzugehen. Bewegung und Begegnung mit der Natur sind ein
weiterer wichtiger Aspekt der KITA. Als Partner in der Erziehung ist die Zusammenarbeit mit den
Eltern besonders bedeutend. Auch die Familie muss bei Bedarf ‚stark’ gemacht und
beraten werden. Nach Möglichkeit sollen die Väter mehr in die Erziehung und mit ihren Kindern in
Projekte eingebunden werden. In einer Zeit der immer knapper werdenden Mittel steht die KITA
fortwährend vor neuen Herausforderungen, wie Claudia Kreuziger dennoch positiv gestimmt berichtet.
Ihr und ihren Mitarbeiterinnen ist diese KITA eine Herzensangelegenheit und das wird auch so
bleiben.
Frohgemut verlassen wir die gastliche Stätte, ausgestattet mit vielen
Grüßen an die Lieben daheim. Der inzwischen aus der Schule gekommene Junior ist beleidigt:
‚Ich wär so gerne mitgekommen?’ Da ist sie, die Bindung an unsere KITA, selbst im 4.
Jahr nach der Entlassfeier hat sie ihre Anziehungskraft nicht verloren.
WIR danken Claudia Kreuziger und ihren Mitarbeiterinnen für den
ermöglichten Rundgang und das interessante Gespräch und wünschen weiterhin viel Glück und
Erfolg!
Erika Lachmann-Sturr
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