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Liebe Pfarrmitglieder und Freunde von St.
Joseph
„Allen, die ihn aufnahmen, gab er
Macht,
Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben
und aus Gott geboren sind“
Joh 1, 12-13
Durch seine „Inkarnation“, sein
„Kommen-in-unserem-Fleisch“, seine Menschwer-dung aus Maria der Jungfrau, ist Jesus,
Gottes Sohn, einer von uns geworden, ein sterblicher Mensch, damit wir sterblichen Menschen Gottes
Kinder werden und Anteil erhalten an Gottes unsterblichem, ewigem Leben.
Dieses Leben in Fülle wird uns in der Taufe nicht nur für nach dem Tod
ver-sprochen, es wird uns bei dieser „Annahme an Kindes statt“ bereits anfanghaft von
Gott geschenkt. - Tragen alle Menschen als irdische Wesen auch von Anfang an den
Keim der Vergänglichkeit und des Todes in sich, so pflanzt Gott uns bei der Taufe unausrottbar den
„Keim des ewigen Lebens“ ein. Und diesen Keim gilt es zu hüten und zu pflegen, damit er
wächst und nicht verdirbt und zugrunde geht. Und im Stehen vor Gott und im Leben mit Christus
– geleitet vom Heiligen Geist – wächst der Keim des Lebens, weil wir uns das Ansehen
Gottes bewahren, der unser Licht und Leben, die Sonne ist, ohne die kein Mensch leben und gedeihen
kann.
Weihnachten lädt uns ein, Jesus Christus, dessen Geburtstag wir dann feiern,
wieder neu und Tag für Tag an- und aufzunehmen. Denn er kommt ja nicht nur einmal im Jahr -
„alle Jahre wieder“ - , sondern er ist immer da und unter uns. Und so gilt es, ihm
unsere Herzen und Türen zu öffnen, ihm Einlass zu gewähren in unsere Welt und unser Leben, damit
wir Kinder Gottes durch ihn, unseren Heiland und Retter, zum Leben, zur Lebensfülle für immer
kommen und den Weg durch diese Welt und Zeit finden. Und dann müssen wir den Weg durchs Leben nicht
ver-zweifelt suchen, weil Christus, der „Immanuel“, der „Gott-mit-uns“, den
Weg zum Leben und zur Lebensfülle kennt, und diesen Weg an allen Tagen des neuen Jahres 2007 und an
allen Tagen unseres Leben mit uns geht. Und das allein gibt uns Mut und Gelassenheit, angstfrei und
zuversichtlich in die Zukunft blicken. Nicht wir bestimmen, was kommt, Gott hat durch die
Menschwerdung seines Sohnes die Welt und uns Menschen längst und ein für allemal gerettet und uns
Hoffnung und Zu-kunft geschenkt.
Allen, die mit uns das Fest der Menschwerdung Gottes feiern, wünsche ich –
auch im Namen meiner Mitseelsorger – gnadenreiche und frohe Weihnachtstage und ein gesegnetes
Neues Jahr 2007
Ihr Pastor
Msgr. Heinz-Manfred Jansen
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