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Grußwort Pfarrer Msgr. Heinz-Manfred Jansen         WIR 02/2006

Liebe  Pfarrmitglieder  und  Freunde  von  St. Joseph

„Allen,  die  ihn  aufnahmen,  gab  er  Macht,
Kinder  Gottes  zu  werden,
allen,  die  an  seinen  Namen  glauben
und  aus  Gott  geboren  sind“
          Joh  1, 12-13

Durch seine „Inkarnation“, sein „Kommen-in-unserem-Fleisch“, seine Menschwer-dung aus Maria der Jungfrau, ist Jesus, Gottes Sohn, einer von uns geworden, ein sterblicher Mensch, damit wir sterblichen Menschen Gottes Kinder werden und Anteil erhalten an Gottes unsterblichem, ewigem Leben.

Dieses Leben in Fülle wird uns in der Taufe nicht nur für nach dem Tod ver-sprochen, es wird uns bei dieser „Annahme an Kindes statt“ bereits anfanghaft von Gott geschenkt.  -  Tragen alle Menschen als  irdische Wesen auch von Anfang an den Keim der Vergänglichkeit und des Todes in sich, so pflanzt Gott uns bei der Taufe unausrottbar den „Keim des ewigen Lebens“ ein. Und diesen Keim gilt es zu hüten und zu pflegen, damit er wächst und nicht verdirbt und zugrunde geht. Und im Stehen vor Gott und im Leben mit Christus – geleitet vom Heiligen Geist – wächst der Keim des Lebens, weil wir uns das Ansehen Gottes bewahren, der unser Licht und Leben, die Sonne ist, ohne die kein Mensch leben und gedeihen kann.

Weihnachten lädt uns ein, Jesus Christus, dessen Geburtstag wir dann feiern, wieder neu und Tag für Tag an- und aufzunehmen. Denn er kommt ja nicht nur einmal im Jahr - „alle Jahre wieder“ - , sondern er ist immer da und unter uns. Und so gilt es, ihm unsere Herzen und Türen zu öffnen, ihm Einlass zu gewähren in unsere Welt und unser Leben, damit wir Kinder Gottes durch ihn, unseren Heiland und Retter, zum Leben, zur Lebensfülle für immer kommen und den Weg durch diese Welt und Zeit finden. Und dann müssen wir den Weg durchs Leben nicht ver-zweifelt suchen, weil Christus, der „Immanuel“, der „Gott-mit-uns“, den Weg zum Leben und zur Lebensfülle kennt, und diesen Weg an allen Tagen des neuen Jahres 2007 und an allen Tagen unseres Leben mit uns geht. Und das allein gibt uns Mut und Gelassenheit, angstfrei und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Nicht wir bestimmen, was kommt, Gott hat durch die Menschwerdung seines Sohnes die Welt und uns Menschen längst und ein für allemal gerettet und uns Hoffnung und Zu-kunft geschenkt.

Allen, die mit uns das Fest der Menschwerdung Gottes feiern, wünsche ich – auch im Namen meiner Mitseelsorger – gnadenreiche und frohe Weihnachtstage und ein gesegnetes Neues Jahr 2007

Ihr  Pastor
  Msgr.  Heinz-Manfred  Jansen

 
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