ERZBISTUM KÖLN  DOMRADIO     
Am Anfang war…                                                                             WIR 1/2009   

… eine Schreibmaschine.
mit Tipp-Ex
(unentbehrlich!),
einer großen Schere
und Klebstoff.

Man schrieb das Jahr 1993. Die Zwillinge von Bärbel Güthues kamen in den Kindergarten, die „Große“ ging bereits zur Schule und so war plötzlich ein klein wenig Zeit da ....
(Manch einer von Ihnen erinnert sich vielleicht an diesen Bericht, der in der WIR 2/2003 zum 10-jährigen Bestehen unserer Pfarrzeitung erschien.)
... und sie wunderte sich, dass es keine Pfarrzeitung mehr gab.

Wer naiv fragt hat’s dann öfter „an der Backe“! Nicht anders erging es Bärbel Güthues: „Dann machen Sie doch eine!“, hieß es. Bärbel Güthues konnte Barbara Primus und Erika Lachmann-Stur schnell begeistern, und das erste WIR -Redaktionsteam machte sich voller Elan an die Arbeit!

Damals wurden die Beiträge auf der Schreibmaschine getippt (Mist! Ein Tippfehler!), Artikel und Bilder per Hand geschnitten und eingeklebt... Eine mühsame Arbeit! Die so entstandenen Seiten wurden fotokopiert und landeten irgendwann mal auf den Tischen des Stövchens oder eines Pfarrsaals; jetzt kam der Einsatz von sportlichen Helfern, die zahlreiche Runden um die Tische drehten und die Blätter sammelten, bis sie eine Zeitung zusammen hatten; etwas anstrengend, aber immer gesellig. Da lagen sie, die fertigen Zeitungen, und warteten in der Kirche (manchmal vergebens!), dass eine gute Seele sie mitnahm, um sie in ihrer Umgebung zu verteilen.
Mittlerweile hat sich einiges geändert, sowohl im Redaktionsteam als auch in der Fertigstellung der Zeitung. Auch vor der kleinen WIR-Zeitung hat der Fortschritt keinen Halt gemacht. Die Artikel werden mit leichten Fingern auf der Tastatur eines Computers geschrieben, und sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben, kein Problem: mit der „Rücktaste“ (Back-space) oder der „Entferntaste“ (Entf) verschwindet er wie von Zauberhand. Die Sätze werden beliebig geändert, Beiträge per Mail ausgetauscht, Bilder bearbeitet und eingebaut…
Die „Zeitungszusammensteller“ von damals müssen jetzt ihre Runden bei „McFit“ (den gab es damals noch nicht…) oder in der Ohligser Heide drehen, denn die Zeitung wird von einer professionellen Druckerei gedruckt und fertig geliefert.
Nur die netten Zusteller –ihnen sei Dank! -  laufen weiterhin bei Wind und Wetter, um die WIR-Zeitung in Ihren Briefkasten einzuwerfen.

So ist die WIR-Zeitung, die Sie  gerade in der Hand halten, entstanden. Aber es ist eine besondere Ausgabe. Sie wundern sich! Der Pastor hat sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert (s. Bericht in diesem Heft), aber das ist nicht der Grund. Wird jemand verabschiedet? (Eine Sonder-Ausgabe gab es, als Frau Bonath in Rente ging, oder Pater       Yesudas Ohligs verließ…)
Sie schauen sich das Heft genauer an, können aber nichts erkennen….
Was ist also das Besondere an der WIR 01/09? Die Antwort::
es ist das letzte Heft!

Nein… Die Redaktion hat keine Streikbewegung angefangen... Ihr sind weder die Lust noch die Ideen ausgegangen…
Also WAS???
Über die Umstrukturierung zum Pfarrverband haben Sie einiges gelesen. Sie wissen, dass Löhdorf, Merscheid, Ohligs und Wald immer enger kooperieren sollen. Es entstehen gemeinsame Gremien, die für den ganzen Pfarrverband tätig sind, z. B. EIN Pfarrgemeinderat, EIN Kirchenvorstand…
So soll es ebenfalls statt vier Pfarrzeitungen eine einzige für den ganzen Pfarrverband geben, die vier Redaktionsteams bilden ein großes Team, das seit einiger Zeit an dem neuen Projekt arbeitet.

.. und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ......

WIR haben Sie schon auf viele Reisen mitgenommen: Ruanda, Korea, Thailand, Philippinen… Sie haben –so hoffen wir’s! - Interesse am Unbekannten gefunden, Neues erfahren, vielleicht  Lust auf mehr gespürt… Mit der neuen Pfarrzeitung werden Sie auch durch die Gemeinden des Pfarrverbandes spazieren gehen, mit unterschiedlichen Themen konfrontiert werden, neue Leute, andere Orte und Vereine entdecken … Sie werden aber auch über das Leben in „Ihrer“ Gemeinde weiter informiert werden, denn jede Gemeinde wird über einige Seiten für die „Lokalnachrichten“ verfügen.


Die erste gemeinsame Zeitung (ein Kind, das noch keinen Namen hat!) wird nach  den Sommerferien erscheinen. Zusammen mit den anderen Redaktionsteams aus dem Pfarrverband wollen wir einen Beitrag zur besseren Zusammengehörigkeit leisten. Wir hoffen, dass Sie der neuen Zeitung einen wohlwollenden, freundlichen Empfang bereiten werden und wünschen Ihnen und uns gute Unterhaltung und interessante Informationen.

Auf Wiederlesen….
OC
 
 
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