Am Freitag, den 21. August 2009 machten sich insgesamt 68 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Weg zur Jugendherberge Burg Blankenheim zu einem ganz besonderen Familienchorwochenende. Am Freitag und Samstag wollten wir die Messe für unser sonntägliches Pfarrfest musikalisch erarbeiten und das nicht nur gesanglich, sondern auch instrumental, da sich Gregor Linßen bereit erklärte einen Percussion – Workshop anzubieten.
Nach Belegung der Zimmer und dem ersten Orientierungsrundgang begann unser Wochenende mit einem gemeinsamen Abendbrot. Hierbei hatten wir genügend Zeit uns kennen zu lernen, bzw. alte Bekanntschaften aufzufrischen. Dermaßen gestärkt gingen wir in die erste gemeinsame Probe. Hier wurde auch die Frage geklärt, wer unterstützt den Chor gesanglich und wer mit Percussion? Beim Einstudieren der Lieder ging es durchweg fröhlich zu. Humorvoll nahm sich so mancher selbst auf die Schippe und Guido Harzen tat sein Bestes, mit guter Laune und eigenwilligen Sprüchen (man kennt ihn ja!) die gute Stimmung aufrecht zu erhalten. Hierbei muss ich ausdrücklich einmal die Kinder loben, die während der gesamten gemeinsamen Probenzeit die Bemühungen der Erwachsenen, richtig und schön zu singen, stoisch ertrugen. Beim Spielen auf dem Burghof hatten sie genug Zeit, sich hiervon erholen. Natürlich ging es am Samstagnachmittag traditionell zur Eisdiele in den Ort. Die Erwachsenen saßen entspannt bei Eis oder Latte Macchiato in der Sonne während die Kinder sich in den davorgelegenen Kneippbecken im Wasser vergnügten. Selbstverständlich gab es dabei auch viele nasse Hosen und T- Shirts. Dass auch jemand (wer wird nicht verraten!) komplett ins Wasser fiel, möchte ich nur am Rande erwähnen. Bei der Generalprobe mussten sämtliche Teilnehmer noch einmal alles geben und zeigen, was sie gelernt hatten. Am Abend wurde in gemütlicher Runde gescherzt und gelacht und dem einen oder anderen männlichen Sänger wurde der Gospelchor schmackhaft gemacht.
Für alle, die die Instrumente einmal ausprobieren wollten, bot Gregor Linßen, sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen, ein „freies Trommeln“ an. Den interessierten Trommlern wurde unter seiner Anleitung schnell klar, dass Percussion neben einem guten Rhythmikgefühl auch eine gute Koordination voraussetzt. So wurde zunächst einmal der eigene Körper als Schlaginstrument entdeckt und wir staunten nicht schlecht, als wir entdeckten, wie viele Töne wir mit ihm erzeugen können. Da wurden mit der hohlen Hand auf die Brust, mit den flachen Händen auf die Schulter, den Bauch, die Hüfte und die Beine geschlagen und das alles in einem bestimmten Rhythmus und Tempo. Hierbei stellten sich bei einigen schon die ersten Zweifel ein, ob ihre „Begabung“ ausreichend wäre. Gregor schaffte es aber mit Humor und Souveränität uns weiterhin zu motivieren und als wir uns an den „richtigen“ Instrumenten, sprich Cajons, Congas und Shaker, versuchen durften, hatten alle, die sich trauten, nur noch Spaß.
Der Höhepunkt war dann natürlich die Messe zum Pfarrfest am Sonntagmorgen. Es war ein ganz besonderes Erlebnis mit der großen, bunt gemischten Gruppe die einstudierten Lieder der Gemeinde, unterstützt durch eigene Percussion, zu präsentieren. Dass wir Spaß dabei hatten, konnte, so denke ich, jeder sehen.
Gertrud Bilk