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Abschluss der Innenneugestaltung der Pfarrkirche
Auszug aus der Pfarrchronik 2006
Zum Patrozinium am 19. März wurden die zwei noch „fehlenden“ Bilder im Altarraum ihrer „Bestimmung“ übergeben. Die Gemeinde feierte den damit erfolgten Abschluss der Innenneugestaltung von St. Josef mit einem Empfang nach dem Festhochamt. Anwesend war dabei auch der Künstler Paul Nagel. Dank an ihn, aber auch an die, die den Jahre dauernden Prozess angestoßen und bewegt haben: Insbesondere an Pastor Büsching. Auch wenn „Geschenk“ nicht der unbedingt richtige Ausdruck, er hat es keinesfalls sich selbst gemacht, sondern denen, die heute, morgen und in ferner Zukunft zu St. Josef gehen.
Sagte der Kreisjugendseelsorger Bussemer während eines Gottesdienstes: „Ich muss gestehen, dass ich bis heute St. Josef noch nie von innen gesehen habe. Mit dem Eindruck von heute kann ich nur sagen, Ihr habt eine wirklich sehr schöne Kirche.“ Er hatte und hat Recht.
Die beiden neuen Bilder – links Josef in der Werkstatt als Schreiner, dabei der eine Dornenkrone flechtende Jesus und Maria im Hintergrund; rechts der schlafende Josef, der im Traum den Auftrag erhält, nach Ägypten zu fliehen – sind schlicht gelungen und für die Gestaltung des Altarraumes unerlässlich – selbst dann, wenn sie nicht von jedem Standort gesehen werden können.
Pastor Büsching hat später – zur „Nacht der offenen Kirche“ im März 2007 – bei seiner Interpretation – Meditation zu beiden Werken diese mit „DesZimmermanns Sohn“ und „Der Träumer“ überschrieben: Weit passender als die Überschrift „Familienalltag des Zimmermanns“ in der Neuss Grevenbroicher Zeitung vom 3. März 2006.
Abschluss der Neugestaltung heißt nicht unbedingt „fertig“. Gewiss ließe sich noch einiges verbessern, aber sinnvoll begründen ließe sich das unter den finanziellen Bedingungen von heute kaum. Also sind wir dankbar, dass wir „mit St. Josef 2006 doch irgendwie gut fertig geworden sind“. |
Der Zimmermann
Josef wird traditionell als Zimmermann bezeichnet. Das Bild zeigt seine Werkstatt. Josef hält einen schweren Balken aufrecht, trägt einen Winkel auf der Schulter. Maria kommt zu ihm mit einem Krug in der Hand und zwei Palmzweigen. Vor Maria und Josef sitzt der Jesusknabe, in der Hand mit Dornen besetzte Ranken. Er ist dabei, sich eine Dornenkrone zu flechten. Der Maler Paul Nagel will andeuten, dass Jesus von Anfang an auf dem Weg zum Kreuz, zur Erlösung war. Josef als Handwerker (Ernährer) und Familienvater hat so für Maria und Josef einen unverzichtbaren Dienst geleistet.
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Der Träumer
Josef bekam in Bethlehem den Auftrag: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten.“ Das Bild auf der rechten Seite des Altares zeigt den schlafenden Josef, zu dem ein Engel herabfliegt. Lediglich ein Eselskopf in der Spitze des Baumes lässt diesen Auftrag erkennen. Aber Josef hat den Wanderstab zur Hand, um sogleich aufzubrechen. Er hört auf den Auftrag Gottes und folgt ihm.
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Im linken Bild wird die himmlische Anbetung deutlich durch den großen Engel, der im Himmel keine Flügel benötigt und der das Weihrauchfaß in die Richtung des Tabernakels schwingt. Thomas von Aquin zeigt kniend auf einer Schrifttafel den Anfang seines Hymnus „Adoro te devote...“ vgl. Gotteslob 546 „Gottheit tief verborgen“. Der Pfarrpatron, der heilige Josef, ist an einer Lilie in den Händen zu identifizieren, die Apostel Petrus und Paulus an Schlüssel und Hirtenstab bzw. am Schwert. Als Heilige der Neuzeit wurde Edith Stein dargestellt. Paul Nagel hat sie gemalt als Ordensfrau mit einem Kreuz in der einen Hand, der Thora (sie war Jüdin) in der anderen Hand.
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Das zweite Bild zeigt Männer, Frauen und Kinder: Menschen auf dem Weg, denen ein großer Engel (auf Erden: mit Flügel) eine Schrifttafel entgegenhält: „Adoratio initium veritatis“, d.h. Anbetung ist der Beginn der Wahrheit. Ein Messdiener hält ein Vortragekreuz und trägt das Weihwasser, ein Sänger und eine Sängerin vertreten die zahlreichen Chöre der Gemeinde. Eine Mutter trägt einen Säugling im Arm, die andere Hand reicht sie einem Kind, das seine Puppe mitbringt. Ein Mann mit hohem Helm umfasst eine Fahne und soll nach der Intention des Künstlers die Schützen repräsentieren. Auch ein älterer Priester, in Chorkleidung, ist zu sehen. Als Pfarrer schaut er seine Gemeindemitglieder an und weist mit einer Hand dezent in Richtung auf den Engel bzw. auf den Tabernakel
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