St. Andreas, Köln: Marien-Chor, Fenster 4, "Rechtes Alberti-Fenster"

 


 
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Zu Köln am Rhein hat der hl. Albert der Erzählung nach Gott öfter und inständig gebeten, dass er ihn erleuchten wolle zu erkennen, welches das beste Werk und dem Sünder zur Abbüßung und Besserung am heilsamsten sei. In einer Erleuchtung hat Gott ihm gesagt: „Weil du eifrig gebeten hast, so habe Ich dich erhört. Meide die Sünde und höre, welche Werke Mir vor andern angenehm und dem Sünder am heilsamsten sind, und gehe hin und predige und tue danach.“


Im rechten Alberti-Fenster ist - von oben nach unten - dargestellt:

5. Wenn du endlich alle Freuden und Wolllüste der Welt Meinetwegen verlassest, so ist es Mir lieber, als wenn du dich an einer Säule die voller Spitz’ und Messern wäre und die bis an den Himmel reichte, auf- und abziehen ließest.

6. Wenn du bei der Nacht zum Gebete aufstehest, so ist Mir dieses angenehmer, als wenn du zehntausend bewaffnete Männer fortschicktest, gegen die Ungläubigen zu streiten.

7. Wenn du aus Liebe zu Mir allen deinen Feinden verzeihest, so ist mir dies lieber, als wenn du bis St. Jakobus (di Compostela) barfuß auf Dornen gehen und dich beständig geißeln würdest.

8. Wenn du bei Lebzeiten einen Pfennig aus Liebe zu Mir austeilst, so ist es mir angenehmer, als wenn deine Nachkommen Säcke voll Geld austeilen, die von der Erde bis an den Himmel reichen.

9. Wenn du gegenüber keinem Menschen nichts Böses denkest und redest, so gefällt Mir dies besser, als wenn du all dein Hab und Gut nach deinem Tod den Armen überschriebest.
   
 

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