St. Andreas, Köln: Marien-Chor, Fenster 3, "Marien-Fenster"

 


 
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Oben:

Der obere Teil des Marien-Fensters ist mit seiner leuchtend grünen Farbe und der vegetabilen Darstellungen ein Symbol für Leben. Aus dem Erlösertod Christi entsteht das neue, ewige Leben. Tod und Trauer haben nicht das letzte Wort!







Unten:


Im unteren Bereich des schmalen Fensters, der sich farblich in Grautönen bewegt, erscheint die Abbildung einer Pietá (Schmerzhafte Muttergottes). Die sitzende Maria, angetan mit einem blauen Mantel, trägt den, vom Kreuz abgenommenen, toten Erlöser auf dem Schoß. Der Leichnam Jesu liegt schlaff auf ihren Knien; die Wundmale der Kreuzigung sind gut zu erkennen. Maria hält ihren Sohn nicht fest. Ihre Hände ruhen auf ihren Knien. Ohnmacht und Trauer, aber auch Gottergebenheit und Ruhe sprechen aus dieser Körperhaltung. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Abbildung sich formal deutlich an die gotische Marienskulptur des 14. Jh. anlehnt, die ihren Standort direkt unterhalb des Fensters hat.
   
 

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