St. Andreas, Köln: Marien-Chor, Fenster 1, "Himmel und Hölle"

 

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Im kleinen Westfenster wird die uralte Dualität von Himmel und Hölle thematisiert:

Oben der Erzengel Michael, der Torwächter des Himmels, unten der „Sensenmann“, der für Tod und Hölle steht.

Diese Thematik des Endgerichts findet sich an verschiedenen Stellen der Kirche auf Stifterbildern und Fresken, sowie auch auf den neogotischen Farbfenstern des Hochchores wieder. So war auch z.B. der im Mittelalter errichtete Konventsaltar auf der westlichen Empore der Andreaskirche dem Hl. Erzengel Michael geweiht. Dieser Erzengel wurde auch als „Seelenwäger“ bezeichnet, er geleitet die Seelen durch das Jüngste Gericht, zum Heil oder zur Verdammnis.

So greift Lüpertz hier mittelalterliche Vorstellungen und Denkweisen auf, die im Kern nichts von ihrer zeitübergreifenden Gültigkeit verloren haben.
   
 

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