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• Die Fenster von Markus Lüpertz in St. Andreas

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Fenster im südlichen Machabäer-Chor

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Im Jahr 1808 gelangte infolge der Säkularisation der spätgotische "Machabäerschrein" von 1527 in die Andreaskirche. Ursprünglich barg er die Hauptreliquie des "Benediktinerinnenklosters zu den hll. Machabäern". Die Gebeine, aufgefunden durch die hl. Helena, gelangten 1164 zusammen mit den Reliquien der hl. Drei Könige nach Köln.

Das südliche Querhaus der Andreaskirche wird heute nach dem dort aufgestellten Schrein "Machabäer-Chor" genannt.

Bei den sieben machabäischen Brüdern und ihrer Mutter, deren Reliquien im Schrein ruhen, handelt es sich um alttestamentalische, jüdische Märtyrer, deren Zeugnis im 2. Buch der Machabäer detailreich beschrieben ist. Typologisch wird dort jeweils eine Szene der Passion Christi dem Martyrium der Machabäer gegenübergestellt. Das Leiden der alttestamentlichen Blutzeugen wurde als Vorausbild des Leidens Christi verstanden, woraus die christliche Verehrung dieser jüdischen Heiligen resultiert.

Die Fenster greifen die Thematik des Martyriums der Machabäer wieder auf und stellen sie, in Parallelität zum Schrein, typologisch der Leidensgeschichte Jesu gegenüber.

Sowohl inhaltlich als auch formal ist, bei aller zeitgenössischen Darstellungsweise, ein direkter Bezug zur Tradition gegeben. Dadurch fügen sich die stark farbigen Fenster optimal in das historische Raumgefüge der Andreaskirche ein.


Fenster im nördlichen Marien-Chor


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Namensgebend für den Chor ist die kostbare Pietà aus dem frühen 14. Jh. Das farbig gefasste Schnitzwerk aus Lindenholz, das Maria mit dem toten Erlöser auf dem Schoß ruhend darstellt, stammt aus der Klosterkirche der Dominikaner Hl. Kreuz. Nach Aufhebung des Klosters infolge der Säkularisierung (1806) wurde die Pietá neben den Gebeinen des Hl. Albertus Magnus und vielen anderen Reliquien und hochrangigen Kunstwerken nach St. Andreas verbracht.

Die Gestaltung der neuen Fenster ist, wie schon im Machabäerchor, von der Thematik des Raumes inspiriert. So erscheint auf dem Mittelfenster ebenfalls die Pietá, die sich gestalterisch erkennbar an der Statue des 14. Jh. orientiert, aber doch in zeitgenössischer Formensprache umgesetzt ist.

Die zwei schmalen gotischen Fensterbahnen, die das Mittelfenster flankieren, schlagen thematisch den Bogen zum Hl. Albertus Magnus. Neun Bildfelder enthalten Lehrsätze Alberts zu einer christlichen Lebensführung zum Thema.



Entworfen wurden die Fenster durch Prof. Markus Lüpertz, einer der renommiertesten Maler und Bildhauer der Gegenwart und langjähriger Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie.

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Hergestellt wurden sie von der Fa. Wilhelm Derix, Taunusstein. LogoDerix
Finanziert und der Andreaskirche geschenkt wurden die Fenster aus vielen großen und kleinen Spenden vom Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V.. LogoFoerderverein

 Lüpertz-Fenster im MarienChor,  Totale Schon seit 1990 gab Überlegungen zur zeitgenössischen Farbverglasung der Querhäuser.
Am 27. November 2005 konnte das erste Fenster im südlichen Querhaus von St. Andreas in Köln eingebaut und gesegnet werden.

Fertiggestellt wurden die Fenster in den beiden Konchen am 19. Juni 2010.
 Lüpertz-Fenster im MachabäerChor,  Totale

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