Schwester Klara - Salvatorianerinnen im Heiligen Land

Das Frauenforum St. Stephan und der Seniorenkreis von St. Stephan mit seiner Leiterin Marlene Dambach sind die Kontaktgruppen zu Schwester Klara und ihrem Wirken in Israel. An drei Orten gibt es Projekte, die unterstützt werden:

  • Die Salvatorschule in Nazareth
  • das Behinderten- und Altenheim in Emmaus und
  • das Caritas-Baby-Hospital in Betlehem.

Aus dem „Karnevalistischen Frühschoppen“, den es seit 1986 unter Leitung der Familie Dambach gibt, konnten - trotz freien Eintritts - bis heute 48.000 Euro Reinerlös zur Verfügung gestellt werden.

Die Damen des Frauenforums beschreiben das Patenschaftsprojekt „Schwester Klara“ so:

Schule, Heim und Hospital betreuen wir seit über 30 Jahren nach unseren finanziellen Möglichkeiten, die wir aus dem Erlös aus Basaren und Veranstaltungen haben. Im Oktober 1980 besuchte eine Gruppe aus unserem Kreis als Pilger das Heilige Land. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, eine feste, haltbare Brücke, die heute noch trägt. Die Leiterin der Salvatorschule, Schwester Klara, war schon mehrmals zu Gast in Köln und informierte bei ihren Vorträgen über ihr Leben und Tun und bedankt sich regelmäßig in ihren Briefen für die kontinuierliche Unterstützung.

1958 kamen die Salvatorianerinnen in das Heilige Land und übernahmen in Nazareth ein kleines Waisenhaus. Daraus entwickelte sich die beachtliche Salvatorschule-Nazareth, die mehr als 1500 Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zum Abitur führt. Hier legt man vor allem Wert auf eine ganzheitliche Ausbildung junger Menschen. Man vermittelt nicht nur fundiertes Wissen, sondern erzieht ganz gezielt zu Toleranz und Frieden. Schwester Klara sieht ihre Aufgabe darin, viele Wege zu öffnen, wo sich die jungen Menschen beider Kulturen begegnen und einen gemeinsamen Weg zum Frieden finden. Wir betrachten unser Projekt als einen Beitrag zum Frieden. Von der Erziehung der Kinder heute hängt der Weltfrieden von morgen ab.

Genauso wertvoll wie diese Schule sind die vielen christlichen Sozialeinrichtungen wie Krankenhäuser, Fürsorge für Behinderte, für alte, einsame Menschen, wo alle ohne Unterschied aufgenommen werden und alle dieselbe Liebe empfangen. Ohne diese Einrichtungen wäre die arabische Bevölkerung sehr, sehr arm. Das Behinderten- und Altenheim in Emmaus, das von Schwester Hildegard sehr umsichtig und liebevoll geleitet wird, gehört zu diesen Einrichtungen. „Gutes tun, Gerechtigkeit üben und vor allem Liebe verwirklichen ist unser Dienst an den alten, einsamen und kranken Menschen, die aus der Hoffnungslosigkeit zu uns gebracht werden und bisher kaum Liebe erfahren haben,“ so sehen es Schwester Hildegard und ihr Team.

Ein besonderes Beispiel christlicher Hilfe ist auch das Caritas-Baby-Hospital in Betlehem, das einzige Kinderspital für Säuglinge und Kleinkinder im autonomen Gebiet der Palästinenser. Durch den Mauerbau und die oft politische Spannung ist die Hilfe zeitweise sehr eingeschränkt. Man ist erschüttert über die dramatischen Berichte von Ärzten und Schwestern, dass kranke Kinder auf dem Weg verstorben sind, weil Sperren und Schikanen den Zugang blockierten.