ERZBISTUM KÖLN  AKTUELLES  domradio     


Innensanierung der Alten Pfarrkirche

und Instandsetzung der Orgel

 

 

Juli 2011


Nanu, da fehlt doch was?


Alte Pfarrkirche ohne Bänke

 

Und da fehlt noch mehr:


Fehlende Kreuzwegbilder

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Welche Bilder hingen da?

Ja, Sie haben richtig geraten: Die Baumaßnahme der Innensanierung der Alten Pfarrkirche in Rheinbreitbach hat begonnen mit dem Ausräumen der Bänke und der beweglichen Kunstgegenstände (z.B. der Kreuzwegbilder).


Kreuzwegbilder an der dringend renovierungsbedürftigen Seitenwand

 


BodenfugenAb dem 11.7.2011 geht die Innensanierung der Alten Kirche in Rheinbreitbach richtig los: Die Staubschutzwand zur neuen Kirche hin wird errichtet, die Altäre und die Kanzel werden eingehaust, das Beleuchtungskonzept wird erstellt, die ausgelagerten Bänke werden überarbeitet und die Kunstgegenstände restauriert, die Fugen des Bodens saniert, nach Aufstellen der Gerüste werden das Gewölbe und der Innenputz saniert, die Fenster geprüft und repariert, die Raumschale wird restauriert und, wenn Ende Januar 2012 die Baumaßnahme hoffentlich beendet ist, wird die Orgel grundgereinigt und saniert.



Putzfehlstellen

 

August 2011
 

StaubschutzwandInzwischen ist die Alte Kirche ausgeräumt und die Staubschutzwand zur neuen Kirche errichtet. Der Hauptaltar und die beiden Seitenaltäre sind hinter einem "Holzverschlag" verschwunden, auch die Kanzel ist "eingehaust" - ein ungewohnter Anblick! Es gab schon ein Treffen mit den Verantwortlichen zur Entscheidung über das Beleuchtungskonzept. Anschließend werden die Bodenfugen saniert und der Boden abgedeckt.

In der Zeit zwischen den einzelnen Gewerken und bevor das Gerüst aufgebaut wird, wird die Künstlerin Franca Perschen unter dem Titel „Spurensuche“ in Wandzeichnungen mit Kreide und Kohle dem nachspüren, was der Zahn der Zeit an Spuren und die Menschen an Gebeten, Sorgen, Fragen, Hoffnungen und Dank in der Alten Kirche hinterlassen haben. Am Sonntag, dem 14.8., wird um 15.00 Uhr unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Dr. Koch eine Ausstellung in der Baustelle eröffnet, die in den darauffolgenden Wochen (bis 28.8.) noch zu sehen sein wird. Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme werden die Kunstwerke dann später überdeckt und nur noch im Katalog zu bewundern sein. Ein erster Vorgeschmack ist zu finden unter:
http://francaperschen.de/spurensuche/info.htm

Haare raufender PfarrerIm Jahr 1949 hatte sich noch Pfr. Ermert die Haare gerauft in seiner Sorge, wie die damalige Renovierung der Kirche zu bezahlen sei. Heute, in einer im VeDSC00807rgleich zu damals finanziell weniger schwierigen Zeit, hofft der Kirchbauverein auf zahlreiche Spenden, so dass der Eigenanteil der Kirchengemeinde an der Innensanierungsmaßnahme (II. Phase der Baumaßnahme nach bisheriger Planung z. Zt.: 68.690,53 Euro) hoffentlich bald aufgebracht ist. 


 

 

 

 

 

 September 2011
 

ContainerEin Container vor der Kirche und stapelweise Säcke mit der Aufschrift "Sanierungsputz" zeigen an:

Hier tut sich was!

Nach der Fugensanierung der Bodenfläche wurde sie sorgfältig abgedeckt.

BodenfugenIn einer Höhe von stellenweise ca. einem Meter musste rings an der Außenwand entlang der schadhafte Putz abgeschlagen und für den Endputz vorbereitet werden. Es geht also tatsächlich weiter!

Putzstellen an der Außenwand

Oktober

Gerüst in der Alten PfarrkircheInzwischen ist der Innenraum der alten Kirche einschließlich des Chorraumes durch ein deckenhohes Gerüst fast zugestellt. - Vorbereitung für die Arbeiten an den Fenstern und den Malerarbeiten an Wänden und Decke.


Trotzdem lassen sich an der südlichen Wand, dort, wo die Kreuzwegbilder hingen, immer noch die "Spuren" von Franca Perschens Arbeiten erkennen, die sie in dem ausgeräumten Kirchenraum im August als Kunstprojekt "Spurensuche" ausgestellt hatte: Tuschezeichnungen, Frottagen oder filigrane Wandzeichnungen mit Kreide und Kohle.

 

Spurensuche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

November 2011

Die Kirchentür ist bei den kühlen Temperaturen  meist geschlossen, aber trotzdem wird im Innern weiter zielstrebig gearbeitet.

Mitarbeiter eines Malerbetriebes haben die Fenster mit Folie geschützt und die Wandabschlüsse zum Boden bzw. farbigen Linien abgeklebt. Die Wände wurden gereinigt und grundiert als Vorbereitung für den endgültigen Anstrich.  Für einen der Mitarbeiter ist diese Sanierung etwas Besonderes: Er hat schon Anfang der Siebziger Jahre bei den damaligen Renovierungsarbeiten in der alten Kirche mitgewirkt.

Decke_2
 

Decke_1Auf dem Gerüstgewirr hoch über dem Chorraum sind gleichzeitig die Restauratorinnen tätig. Dieses Deckengewölbe wird nur trocken gereinigt und nicht gestrichen. "Staub und Schmutz haften am Gewölbeputz anders, weniger fest als an den senkrechten Wänden", erläutert die Restauratorin. Mit einem großen "Radiergummi" von der Form eines Haushaltschwammes reibt die Fachfrau in kreisförmigen Bewegungen über die Fläche, dabei krümeln die grauen Schmutzpartikel zu Boden.  Zwischen den Ornamentmalereien sind natürlich vorsichtigere Bewegungen, teils mit einer weichen Bürste, angebracht. Die Wirkung dieser Reinigung ist während der Arbeit nach dem Motto „Vorher – Nachher“ deutlich zu erkennen, wie das Foto belegt. Nur an einigen Stellen müssen die Malereien farblich nachretouchiert werden.

 

Währenddessen ist ein Elektriker damit beschäftigt, Halterungen für neue Leuchten an den Pfeilern anzubringen.

  

Epitaph_1

 

Epitaph_2

Spannend wird es im Turmbereich. Schon seit Tagen sind die Umrisse um die einzelnen Reliefs des Epitaphs aus dem Verputz herausgekratzt. Am 25.10. sind zwei Restauratorinnen dabei, die Umrisse vorsichtig weiter auszumeißeln, bis sie die Reliefs von der Wand abnehmen können.

Sie werden gereinigt und sollen, wenn die Wände gestrichen sind, an anderer Stelle,  wahrscheinlich mehr in Nähe zum  Altar, angebracht werden.

 

 Epitaph_3

   

Dezember 2011

Besuch bei der Restauratorin

In ihrer Werkstatt in Bonn-Beuel ist die Restauratorin Frau Liebetrau mit ihren Mitarbeitern bei der Arbeit an den Bildern unserer Kirche.

RestaurierungKreuzwegbilder2Die Kreuzwegbilder sind so gut wie fertig restauriert. Zur Zeit ist man mit der „Kreuzabnahme“ aus dem Altarraum beschäftigt, einem Bild, das laut ihrer Aussage noch sehr gut erhalten, wenn auch teilweise übermalt war.

Der vergilbte Firnis wurde abgenommen, die Übermalungen wurden vorsichtig entfernt und an schadhaften Stellen Kittungen aufgetragen. Nun werden die so vorbereiteten Stellen mit Gouache-Farben bearbeitet, bevor ganz zum Schluss wieder ein Firnis zur Konservierung aufgetragen wird.

Insgesamt sind für die Restaurierung dieses Bildes ca. 120 Arbeitsstunden angesetzt.

RestaurierungKreuzwegbilder1

 

 

 

 

 

 

 

Januar 2012
 

Epitaph201112Das Epitaph, vormals im Eingangsbereich der alten Kirche unter dem Turm hat seinen neuen Platz gefunden: An der Südwand zwischen Marienaltar und Kanzel, links oberhalb der kleinen Seitentür. Noch ist es gut verpackt und geschützt vor Staub und Beschädigungen.

 

GewoelbeIm Innern der Kirche sind immer noch die Maler am Werk und mit den aufwändigen Arbeiten an Gewölben, Deckenflächen und Fugenstreifen beschäftigt. Das schon erkennbare reine Weiß und das mit dem Denkmalschutz abgestimmte helle Rosa der Pfeiler geben einen Vorgeschmack auf den zu erwartenden Gesamteindruck, wenn im Januar 2012 das Gerüst abgebaut wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2012

 

Chorraum neu

Mit Riesenschritten geht es weiter.
Die Malerarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Wände und Decken erstrahlen in einem leuchtenden Weiß, von dem sich die Pfeiler und Ornamentmalereien trotz zarterer Tönung  wirkungsvoll abheben. In den letzten Januartagen wurden das Gerüst abgebaut und die Altäre sowie die Kanzel wieder ausgehaust. Die Teile der Wandflächen, die durch die Holzverkleidung verdeckt waren, müssen noch nachbearbeitet werden. Das alte wertvolle Epitaph kommt an seinem neuen erhöhten Platz an der Wand zwischen Marienaltar und Kanzel wunderbar zur Geltung. Oberhalb eines Fensters an der Südseite sind die originalen Reste einer alten Wandmalerei freigelegt. Epitaph neu
Links oberhalb des linken Seitenaltars wurde eine zusätzliche digitale Liedanzeige angebracht.

Zurzeit ist ein Steinmetz damit beschäftigt, die letzten Schäden am Boden zu beheben sowie die gesamte Bodenfläche einer Reinigung mit Wachslöser zu unterziehen.

 

 

 

 

 

 

März 2012


Reinigung des AltarsUnd wieder stehen Gerüste in der Kirche:

Zunächst war es Aufgabe der Maler, die von der Einhausung der Altäre und Kanzel verdeckten Wandflächen zu streichen.

Nun sind die Restauratorin Frau Liebetrau und ihr Team dabei, die Altäre und die Kanzel zu reinigen. Besonders am rechten Seitenaltar hat der Zahn der Zeit genagt, zumal vor ihm durch ein Bodengitter bei laufender Heizung mit der warmen Luft Staub und Ruß aufgewirbelt werden.

Zur Reinigung gehören das Entstauben und das Entfernen von Schimmel, fettigem Ruß sowie von Wachsflecken. Dann werden die lockeren  Farbpartikel gefestigt. Reinigung der KanzelDazu trägt die Restauratorin mit einer feinen Spritze ein Kunstharz hinter die Farbfassung und drückt diese vorsichtig an. Zum Schluss werden noch einige Farbfehlstellen retuschiert.

 


 

 

 

 

 

 Engel

Seit 22.02.2012, Aschermittwoch, wird die Orgel der Kirche überholt. Nachdem die Orgelpfeifen zwecks Reinigung ausgebaut sind, kann auch das „Innenleben“ gereinigt und die Windanlage erneuert werden. Ein Fungizid soll die Holzteile von Schimmel befreien, anschließend werden sie mit einem Schutzmittel gegen neuerlichen Schimmelbefall versehen.Orgel 2

Das große Kreuz, das über dem Altar der neuen Kirche hängt, wurde abgenommen und wird von den Restauratorinnen ebenfalls  bearbeitet.
Der hl. Michael im Kampf mit Luzifer hat inzwischen auch wieder seinen Platz auf der Kanzeldecke erhalten, nachdem die Restauratorinnen auch dieses Kunstwerk gereinigt und bearbeitet haben.

 

 IMG_3427 Orgel 1



BänkeDie Sanierungsarbeiten gehen ihrem Ende entgegen: die Staubwand wurde entfernt, die gereinigten alten Kirchenbänke sind wieder eingeräumt und neue Sitzpolster schon geliefert. Die Podeste vor den Altären sind saniert und sorgfältig abgeklebt, denn zurzeit bearbeiten die Restauratorinnen die Altartische von Marienaltar und Kreuzaltar. Der große Rundleuchter an der Decke wurde durch die LED-Strahler an der Südwand ersetzt. Laut Planung soll bis Palmsonntag die Schlussreinigung erfolgt sein, so dass dann dieser Teil der Kirche wieder "in Besitz genommen" werden kann.

Orgel

Die Orgelbauer wollen die Orgel bis Ostern auch fertig gestellt haben. Das Pedal und der Spieltisch sind bereits wieder eingebaut.

 

 

  
 

 

 

 

 

 

April 2012

 

01. April 2012, Palmsonntag

Deo Gratias!


Alte PfarrkircheEin Stoßseufzer der Erleichterung mag bei vielen Kirchenbesuchern in Rheinbreitbach, besonders aber auch bei den Verantwortlichen, an Palmsonntag zu spüren gewesen sein. Denn tatsächlich konnte die „alte Kirche“ wieder „in Besitz“ genommen werden. Während des Gottesdienstes haben auch etliche Gläubige dort wieder ihren Platz gefunden. Sie waren eingeladen, im Anschluss in aller Ruhe den renovierten Kirchenraum zu besichtigen. Erfreulich viele machten davon Gebrauch, zumal Pfr. Arend, Diakon Reers, der Architekt Herr Füllenbach und Vorstandsmitglieder des Kirchbauvereins bei Fragen Rede und Antwort standen. Besonderen Eindruck hinterließ das neue Beleuchtungskonzept, wodurch das neue Weiß der Wände gegenüber dem Rosa der Pfeiler noch strahlender wirkt. Auffallend frisch und farbkräftig erscheinen auch die restaurierten Bilder, angefangen von den Kreuzwegbildern an der Südwand bis zu den Gemälden im Chorraum. Bis Ostern sollten die allerletzten kleinen Arbeiten, insbesondere die an der Orgel, abgeschlossen sein, dann kann wieder der "Alltag" in unsere Kirche einziehen! 

Taufbrunnen

 PfeilerBlick zum AltarPfarrkirche 5

 


Orgel-ErklärungMit einem Orgelkonzert am Samstag, 14.April 2012 nach der Vorabendmesse bedankte sich der Kirchbauverein St. Maria Magdalena Rheinbreitbach bei seinen Mitgliedern, Gönnern und Spendern, die über Jahre hinweg das derzeitige Hauptvorhaben, die Sanierung der alten Kirche, unterstützt haben.

Herr Martin Monter, unser Seelsorgebereichs-Kantor, brachte an der erneuerten und überholten Orgel Werke von J.S. Bach, L. Boellmann, u.a. zur Aufführung. Anschließend wurde zu einer Orgelführung mit dem Orgelbaumeister Siegfried Merten aus Remagen eingeladen. Dieser folgten ca. 30  interessierte Zuhörer. Zunächst schilderte er verständlich die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Orgel. Dabei hob er insbesondere die Beseitigung des Schimmelbefalls hervor sowie die Erneuerung der Windanlage, was deutlich zur Verbesserung des Klangbildes bei vollem Einsatz der Register führt. Mit großer Aufmerksamkeit folgten die Interessierten den anschaulichen Erläuterungen zu den einzelnen Pfeifentypen.

Orgel-FührungAbschließend traf man sich im Pfarrhaus zu einem Empfang  in kleinem Rahmen, um der Freude über den erfolgreichen Abschluss der Sanierungsarbeiten, über den neuen Glanz unserer wertvollen alten Kirche und über den neuen Klang der Orgel Ausdruck zu geben.

 

 

 

Der Kirchbauverein St. Maria Magdalena wird über den Fortgang der Maßnahme berichten und bittet um Unterstützung durch Beitritt (Link zum Formular zur Beitrittserklärung) und um Spenden für die dringend notwendigen Arbeiten (Kontonr.: 580 35 82, Volks- und Raiffeisenbank Neuwied‑Linz, BLZ: 574 601 17).

 

 

 

Zum Seitenanfang Benutzer-Login Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei  Impressum