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Ein Konzept für die Zukunft

 
Wie kann die Kirche in unserem Seelsorgebereich heute und in Zukunft mit ihrer Pastoral im Leben der Menschen präsent sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit Anfang dieses Jahres eine Arbeitsgruppe, die ein Pastoralkonzept für die Pfarreiengemeinschaft erarbeitet.
Wie es dazu kam:
Vor fast sieben Jahren begann man, sich in der Bistumsleitung Gedanken zu machen, wie die Pastoral in den Gemeinden zukünftig sein wird. Inzwischen sind alle Gemeinden aufgerufen, ein Pastoralkonzept für ihren Bereich zu erstellen. Aufgabe dieses Konzeptes ist nun, die Aktivitäten im Seelsorgebereich zu koordinieren, eine Perspektive für das gemeinsame Handeln zu formulieren, neue Wege der Pastoral zu eröffnen – also gemeinsam mit dem Pastoralteam zu planen und zu entscheiden, wo und wie die Schwerpunkte für die nächsten sagen wir mal fünf bis 10 Jahre liegen werden.
 
Gemeinde ist für mich…
Der Pfarrgemeinderat und die Arbeitsgruppe haben sich zunächst einmal damit beschäftigt, was eine Gemeinde denn tatsächlich für jeden persönlich bedeutet. Welches biblische Wort oder Bild drückt unsere Vorstellung von Gemeinde aus? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage führt zu einer Klärung des Gemeindeverständnisses, welches schließlich alle weiteren Aktivitäten prägen sollte.
 
Die Menschen
Doch es gilt auch, nicht nur sich selbst anzuschauen, sondern auch über den „Tellerrand“ der Pfarrgemeinden zu sehen: Wo leben wir? Mit wem leben wir im Ort zusammen? Gibt es vor allem Senioren oder mehr Kinder und Familien? Welche Interessen haben sie? Sind sie Mitglieder der katholischen Kirche? Sind die Menschen wohlhabend? Wie hoch ist der Anteil derer, die eine Unterstützung vom Staat bekommen? Was ist den Menschen in unserer Pfarreiengemeinschaft wichtig?
Damit diese Fragen nicht subjektiv beantwortet werden, hat die Arbeitsgruppe demografische Daten und (Milieu-) Studien zu Hilfe gezogen. Auch die kirchlichen Datenerhebungen und Statistiken wie zum Beispiel unsere Kirchenbesucherzählungen unterstützen eine genaue Sicht auf die Situation in den vier Gemeinden. Da gab es in der Tat manchen „Aha-Effekt“, denn die Verbandsgemeinde Unkel besitzt in einigen Bereichen (z.B. Geburtenhäufigkeit pro Familie = Fertilitätsindex oder Bevölkerungswanderungen) deutliche Unterschiede zu vergleichbaren Orten in der Nähe. All diese Beobachtungen sollten in zukünftige pastorale Planungen einfließen.
 
Schwerpunkte für die nächsten Jahre setzen
In einem nächsten Schritt wird es nun darum gehen, die vielfältigen Aktivitäten in den Bereichen Liturgie, Glaubensverkündigung, Missionarisches Handeln, Jugend und Familie und Caritas, die bereits vom Pfarrgemeinderat festgehalten wurden, darauf hin anzuschauen. Passen sie zu den Menschen, die hier leben? Erreichen sie die, für die sie gedacht sind? Wie kann der Glaube, die Botschaft Jesu und kirchliches Leben in Zukunft so vermittelt werden, dass die Fragen und Anliegen der Menschen aus Unkel, Rheinbreitbach, Erpel und Bruchhausen eine Berücksichtigung finden, dass der Glaube und die Kirche die Menschen erreicht, die sie brauchen?
 
- Bewährtes fortsetzen
- Neue Experimente wagen
- Überprüfen, welche Aktivitäten in Zukunft entfallen können

All dies wird in den kommenden Wochen und Monaten diskutiert werden müssen. Welches Ergebnis dabei herauskommt, weiß zurzeit noch niemand – das Vertrauen auf eine von Gott gewollte Zukunft unserer Kirche in einer von seinem Geist durchdrungenen Gemeinde wird uns begleiten.
 
Für die Arbeitsgruppe „Pastoralkonzept“ Rita Cosler, GR
 

Ihre Anliegen sind uns wichtig. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zur Situation und zur Zukunft in unseren Gemeinden! Unter dem Stichwort „Pastoralkonzept“ können Sie im Pastoralbüro in Unkel oder in den Kontaktbüros der Pfarrgemeinden eine Notiz abgeben oder schreiben Sie eine Email an: pastoralkonzept@seelsorgebereich-unkel.de.

 
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