ERZBISTUM KÖLN  AKTUELLES  domradio     

Sanierung der Kirche St. Josef, Porz-Mitte


Hier erfahren Sie Neuigkeiten über den Fortgang der Sanierungsarbeiten in und an der Kirche.

20.1.2012:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Interessierte am Fortgang der Renovierungsarbeiten an unserer Kirche St. Josef!

 In meinem letzten Bericht hatte ich ausführlich über die anstehenden Putzarbeiten gesprochen. Ich bin sehr erfreut, dass wir auf Grund der milden Witterung unseren Grundputz in allen eingerüsteten Bereichen, also Chor und nördliches Querhaus, noch vor der Winterpause fertigstellen konnten. Erst wenn der Grundputz durchgetrocknet und damit zu rechnen ist, dass die Nachttemperaturen nicht mehr unter 5° C sinken, kann mit dem Auftrag des Oberputzes begonnen werden. Bis zum Frühjahr 2012 wird also der bis jetzt eingerüstete Bereich fertiggestellt werden können. Jetzt im Januar wird das nördliche Seitenschiff eingerüstet, um das marode Dach zu ertüchtigen. Im Inneren der Kirche ist der Wassereintritt durch Abplatzungen und Verfärbungen im Putzbereich leider sehr deutlich abzulesen. Zur Renovierung werden der alte Schiefer und die alte Schalung entfernt, verrottete Sparren ausgetauscht und alles mit einer neuen Schalung als Grundlage für die spätere Verschieferung versehen.  Erst danach wird der Obergaden eingerüstet. Die Gitter vor den Kirchenfenstern werden entfernt und in der Schlosserwerkstatt überarbeitet. Sie werden gesandstrahlt, feuerverzinkt und erhalten eine dauerhafte Pulverbeschichtung. Das Chorkreuz wurde am 15.12.2011 wieder auf der Chorspitze errichtet und erstrahlt in neuem Glanz. Noch fehlt am Kreuzfuß die goldene Kugel, die aber nächste Woche montiert wird.

Die Schieferarbeiten im Chorbereich sind fertiggestellt, so dass jetzt das nördliche Querhaus in Angriff genommen werden kann.

Neben der Eingangsapsis wurde das Treppentürmchen ebenfalls eingerüstet, da wir hier Verankerungs- und Verpressarbeiten durchführen müssen. Hier haben sich in den Fensterachsen durchgehende Risse gebildet. Die Risse sind auf der Innen- und Aussenseite zu erkennen. Um eine Vergrößerung der Risse zu verhindern, was im schlimmsten Fall auch zu einem Abscheren der Treppenstufen führen könnte, ist eine Verankerung jeweils oberhalb der Fenster in Ost- und Nordrichtung vorgesehen. Die Risse und Ankerbohrungen müssen abschließend verpresst werden. Dadurch wird der Ist-Zustand gesichert bzw. verbessert. Die Verankerungen sollen ein weiteres Ausweichen des Mauerwerks und damit eine Vergrößerung der Risse verhindern. Gleichzeitig dient die Verankerung zur Sicherstellung der Standsicherheit der Spindeltreppe.

 Anbei ein par Fotos über die Wiedermontage des Kreuzes.

 Bis zu den nächsten Informationen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Elke Töpfer-Reich

 

28.10.2011:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Interessierte am Fortgang der Renovierungsarbeiten an unserer Kirche St. Josef!

 In der Zwischenzeit wurde das nördliche Querschiff eingerüstet. Laut unserer Voruntersuchungen und Absprachen mit dem Erzbistum und dem Denkmalamt, muss der gesamte Putz von unserem Kirchenschiff entfernt werden. Inwieweit diese Arbeiten auch den Turm betreffen, da späteres Baujahr, kann erst genau nach dem Einrüsten untersucht werden. Die Fassade wird einen neuen 2-lagigen historischen Reinkalkputz sowie eine neue Kalkfarbe nach Rezeptur eines Restaurators erhalten. Dies alles entspricht den denkmalrechtlichen Auflagen.

Nach der Entfernung der alten Putzschichten muss das zum Vorschein gekommene Mauerwerk generalüberholt werden, um einen guten Putzgrund für die anstehenden Arbeiten zu schaffen. Lose Mauersteine müssen neu eingesetzt, tiefe Fugenspalten aufgefüllt werden. Danach wird das Mauerwerk noch einmal gereinigt, angrenzende Natursteine und Fenster sauber abgeklebt und geschützt, dann wird ein Spritzbewurf als Haftungsgrundlage aufgebracht und anschließend ein Unter- und ein Oberputz. Die Kalkfarbe wird als Grundanstrich in Kalkmilch nass-in-nass mit anschließendem 1. und 2. Deckanstrich im gewählten Farbton aufgebracht.  Auf Grund der bevorstehenden kalten Jahreszeit wird der Chor in diesem Jahr nicht mehr fertiggestellt werden können.

In der Winterpause wird lediglich der Zimmermann vom Statiker vorgegebene Aussteifungsarbeiten im Dachstuhl des Langhauses vornehmen. Diese Arbeiten sind die Voraussetzung, um im nächsten Jahr den nördl. Obergaden  einrüsten zu können, damit es durch die einseitige Entfernung von Schiefer und Dachschalung zu keiner für die Statik des Daches ungünstigen Verdrehung  kommt.

Auch die Steinmetze sind fleißig damit beschäftigt, alle Natursteine, wie Traufsteine, Fenstergewände, Giebelsteine etc. neu zu verfugen und schadhafte Stellen steinmetzmäßig zu bearbeiten.

Auch die Schieferarbeiten gehen gut voran, nicht zu überhören an den dauerhaften Klopfgeräuschen durch die Befestigung der Schieferplatten auf der Dachschalung mit den Schiefernägeln.

Beigefügte

Fotos

verschaffen Ihnen einen kleinen Überblick über die Arbeiten vor Ort. (Anmerkung der Redaktion: längere Download-Zeit!)

Bis zu den nächsten Informationen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Elke Töpfer-Reich

 

26.08.2011:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Interessierte am Fortgang der Renovierungsarbeiten an unserer Kirche St. Josef!

 Nachdem die Kirchenfassade von Altanstrichen gereinigt wurde, konnten wir feststellen, dass sich zwei Putzlagen auf der Fassade befanden. Die erste Lage wurde direkt bei der Erstellung des Gebäudes aufgebracht und weist zum Untergrund keine ausreichende Haftung auf. Interessanterweise konnten wir feststellen, dass wahrscheinlich nach dem Krieg eine weitere Putzlage aufgetragen wurde, auch hier ohne ausreichende Haftung zum vorhandenen Altputz.

Diesen Altputz hätten wir durch ein sog. Injektionsverfahren z.T. wieder mit dem Untergrund befestigen können, ohne diesen abzuschlagen. Allerdings hätten wir damit keine Festigung zwischen Altputz und Nachkriegs-Oberputz erreicht. Nach Absprache mit dem Erzbistum und der Denkmalbehörde wurde beschlossen, den gesamten Putz im Chorbereich zu entfernen und durch ein neues Putz-Farbsystem zu ersetzen, um somit eine bautechnisch einwandfreie Lösung zu erreichen. Diese Vorgehensweise wird wahrscheinlich auf das ganze Kirchengebäude übertragen werden müssen. Ein sehr großer Arbeitseinsatz, der hier von den beteiligten Fachfirmen erbracht werden muss.

Nachdem die Zimmerarbeiten im Dachstuhl des Chores fertiggestellt wurden, beginnen nun Anfang September die Verschieferungsarbeiten auf dem Chordach. Die Kreuze befinden sich zur Zeit in einer Kunstschmiedewerkstatt, wo sie renoviert werden. Nach dem Sandstrahlen konnte festgestellt werden, dass die Kreuze in einem guten Zustand sind, ohne viele Schadstellen und somit nach alter Vorlage wieder hergestellt werden können.

Im September wird auch das Gerüst in den Bereich des nördlichen Querschiffes erweitert, um alle Arbeiten im Fluss zu halten.

Die beigefügten Fotos verschaffen Ihnen einen Eindruck über die Zimmerarbeiten und über die vorgefundene Putzsituation.

 

Bis zu den nächsten Informationen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Elke Töpfer-Reich

 

Im Juni 2011 schrieb Frau Töpfer-Reich:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ab dem 23.Juni 2011 haben Sie die Möglichkeit sich die demontierten Kreuze vom Chordach und von der Turmhelmspitze in der Kirche anzuschauen. Die Möglichkeit dazu besteht während der Gottesdienstzeiten und ca. bis zum 21.Juli 2011. Danach werden die Kreuze zur Renovierung in eine Kunstschmiedewerkstatt gebracht. Die renovierten Kreuze sollen dann wieder für eine kurze Zeit in der Kirche zugänglich gemacht werden, so dass man sich die Arbeitsleistung der Kunstschmiede vergegenwärtigen kann. Es ist sicherlich sehr spannend das Vorher und Nachher zu betrachten.

Die Renovierungsarbeiten an unserem Chor gehen zügig voran. Dachdecker und Zimmerleute haben schon viel geschafft. In den nächsten Wochen wird die Fassade gereinigt und von alten Anstrichen gesäubert. Danach beginnen auch die Steinmetzarbeiten.

Über interessante Arbeiten werde ich Sie weiter unterrichten. Bilder können Sie hier sehen.

Mit freundlichen Grüßen, Elke Töpfer-Reich

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im März 2011 haben wir nun die „Kirchliche Baugenehmigung“ erhalten, so dass wir den Beginn der Maßnahme planen konnten. In regelmäßigen Abständen werden nun sogenannte Jour Fixe, Besprechungstermine mit den beteiligten Handwerksfirmen stattfinden, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Baumaßnahme sicher zu stellen. Auch Vertreter des Erzbistums und des Denkmalamtes werden ab und zu vor Ort sein, um den Umfang der Restaurierungsarbeiten mit uns festzulegen. Zur Zeit laufen die Gerüstbauarbeiten im Bereich des Chors, den wir als ersten Bauabschnitt festgelegt haben. Wir wollen versuchen diesen Bereich bis August/September fertigzustellen. Genau planen kann man dies nicht, da erst nach Fertigstellung der Einrüstung die Schäden genau in Augenschein genommen werden können. Danach soll die Einrüstung auf der Nordseite (Marktplatzseite) weitergeführt werden, da hier die Schäden besonders umfangreich sind. Während des ersten Bauabschnittes wird auch das Chorkreuz demontiert und bis zur Restaurierung im Kirchenraum aufgestellt. Auch nach der Restaurierung und vor der Wiedermontage auf dem Chordach haben Interessierte die Möglichkeit sich das Kreuz anzuschauen. Termine hierfür werden auf dieser Seite bekanntgegeben! Spenden für die Restaurierung der Kreuze werden gerne entgegengenommen.

Über Besonderheiten bei dieser Baumaßnahme werde ich Sie regelmäßig unterrichten.

 

Mit freundlichen Grüßen, Elke Töpfer-Reich



Informationen von Frau Töpfer-Reich (20.12.2010):

"Zur Zeit läuft das Ausschreibungsverfahren, d.h. alle für den Baubeginn notwendigen Leistungsverzeichnisse (LV) wurden versendet und zur Zeit finden die sogenannten Submissionen statt. Erst bei der Submission werden alle bis zum Stichtag eingegangenen Angeboten von zwei Mitgliedern des Kirchenvorstands geöffnet und die noch ungeprüften Angebotssummen in ein Protokoll geschrieben. Die Bieter dürfen bei der Submission anwesend sein. Alle LVs werden mit einem Stempel der Gemeinde versehen und ich als Architektin darf zur Prüfung der Unterlagen nur eine Kopie der gestempelten Angebote mitnehmen. Die Originale verbleiben im Pfarrbüro. Auf dieser Grundlage erstelle ich dann die Preisspiegel und mache Vergabevorschläge. Es werden Beschlüsse im Kirchenvorstand gefasst, die erst wieder vom Erzbistum genehmigt werden müssen. Ist alles korrekt gelaufen, erteilt das Erzbistum die "Kirchliche Baugenehmigung mit Beginn der Maßnahmendurchführung". Wir müssen uns an sehr genaue Vorgaben halten.

Ich hoffe, dass wir im Sommer 2011 endlich starten können. Dann beginnt die wirklich spannende Zeit.

Einer Kostenübernahme für eine neue und meiner Meinung nach unbedingt erforderliche Beleuchtung des Kirchenraumes wurde vom Erzbistum nicht stattgegeben, daher wollen wir versuchen mit Hilfe eines Sponsoring die Kosten einzutreiben. Wir benötigen 33 neue Hängeleuchten. Jede Leuchte kostet ca. 500,- €. Eine gute Möglichkeit wäre vielleicht die Patenschaft für eine Leuchte zu übernehmen, oder eine Leuchte zu verschenken bei einer Hochzeit, Taufe, Geburtstag...
Auch kleine Spenden sind herzlich willkommen. Informationen dazu erhalten Sie im Pfarrbüro."

Ein Bild der Leuchte der Fa. Rothkegel sehen Sie hier (WM 08/P2)

Frau Töpfer Reich schrieb im Sommer 2010: 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Elke Töpfer-Reich und ich bin für die Kirchengemeinde St. Josef als Architektin tätig.
Zur Zeit besteht meine Aufgabe darin, die Sanierung der Fassade der Kirche St. Josef vorzubereiten. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika, die 1910/1911 nach Entwürfen von Eduard Endler erbaut wurde. 1928 wurde der Turm im Stil des Expressionismus errichtet. 1956/1957 erfolgte die Erweiterung der Kirche durch ein Westwerk mit neuer Taufkapelle und heutigem Haupteingang durch den Architekten Karl Band.

Unser Büro hat bereits 2008 für die Kirchengemeinde und das Erzbistum eine Bestandsaufnahme mit Schadensfeststellung durch geführt. Auf der Grundlage einer weiteren Schadensaufnahme wurden alle Leistungsverzeichnisse erstellt, welche nach Freigabe durch das Erzbistum und der Denkmalbehörde an die verschiedensten Handwerksbetriebe zwecks Einholung von Angeboten verschickt wurden.
Das Ausschreibungsverfahren wird noch die nächsten Monate in Anspruch nehmen.
Der Beginn der Baumaßnahme ist für Frühjahr 2011 geplant. Die Kirche wird in mehreren Bauabschnitten innerhalb eines Zeitraums von ca. zwei jahren saniert.

Wenn Sie mehr über die Kirche und die Sanierungsmaßnahmen erfahren wollen, lade ich Sie recht herzlich ein zum "Tag des offenen Denkmals" am 12. September 2010. Um 15:00 Uhr werden wir Architekten eine Führung in und um die Kirche gestalten.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werde ich Sie auf dieser Seite über den Fortgang der Sanierungsmaßnahmen informieren."

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei  Impressum