ERZBISTUM KÖLN  Kontakt     

Christliche Hausgemeinschaft

Wir sind eine therapeutische Gemeinschaft und bieten Menschen aus gesellschaftlichen Randgruppen, insbesondere Drogenabhängigen und Prostituierten die Möglichkeit zum Ausstieg und zu praktischer Lebensveränderung.

Diese Arbeit besteht seit 1985 in der Kölner Straße. 1992 wurde der e.V. gegründet.
Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirchen im Rheinland und in der ACL - Arbeitsgemeinschaft christlicher Lebenshilfen (Dachverband christlicher Therapiehäuser). Wir stehen in Verbindung mit der Drogenberatung Düsseldorf e.V., aber auch mit Gericht, Bewährungshilfe und anderen Behörden. Die Arbeit der Hausgemeinschaft finanziert sich aus freiwilligen Spenden eines Freundeskreises. Wenn Langzeitgäste Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld erhalten, wird ein Teil davon für deren Lebensunterhalt verwendet.

Kernstück der Arbeit ist die regelmäßige Präsens an bestimmten Brennpunkten (Bahnhof, Charlottenstraße, Bahndamm-Bordell). Die persönlichen Kontakte, die dadurch entstehen, führen oft zu weitergehenden Besuchen im Gefängnis oder Krankenhaus. Unser Haus steht immer für Besuche von der Szene offen. Deshalb leben wir bewusst in der Stadtmitte. Wir laden Leute zum Essen ein, zu Gesprächen etc. Menschen, die den Wunsch und die Bereitschaft haben, sich aus ihren Abhängigkeiten und negativen Bindungen zu lösen, können bei uns über einen längeren Zeitraum mitleben. Bei Drogenabhängigen schließt das den Entzug und die Therapievorbereitung mit ein. Andere bleiben in der Hausgemeinschaft bis sie stabiler geworden sind und alleine zurechtkommen.
Wir haben die Möglichkeit 3 Männer und 2 Frauen aufzunehmen. Dafür stehen Einzelzimmer, Gemeinschaft- und Beschäftigungsräume zur Verfügung. Der Wohnbereich für Männer und Frauen ist getrennt. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer leben im gleichen Haus in Privatwohnungen. Wir sind zwei Familien mit Kindern und vier Einzelpersonen.

Vor einer Aufnahme findet grundsätzlich ein klärendes Gespräch zwischen dem Gast und den Mitarbeitern statt (Prüfung der Motivation, Erklärung der Regeln ... Danach kann der Betroffene sofort aufgenommen werden. Kostenträger ist nicht notwendig. Die Möglichkeit der Aufnahme besteht meist mit dem Drogenentzug (kalt). Manche ziehen aber die warme Entgiftung in einer Klinik vor und kommen im Anschluss daran zu uns.
Die Länge des Aufenthalts beträgt im Normalfall 2-3 Monate bis zum übergangslosen Antritt der Langzeittherapie.

Zum Schutz des Gastes besteht Kontaktsperre zu Bekannten aus dem alten Umfeld. Das Haus wird wegen der Nähe zur Szene nur in Begleitung von Mitarbeitern verlassen. Die Teilnahme am regelmäßigen Tagesablauf beinhaltet, kurze Morgenandacht nach dem Frühstück, Beschäftigungs- und Arbeitszeiten, Gemeinsame Mahlzeiten, Freizeitangebote. Nötige Formalitäten werden mit dem Gast zusammen erledigt.
Auch Höhepunkte können erlebt werden. Einen wesentlichen Anteil an der intensiven und persönlichen Betreuung haben die Einzel- und Gruppengespräche. Dabei wird der Aspekt der seelsorgerlichen Hilfestellung berücksichtigt.

Eine große Hilfe bei all diesen Prozessen ist, wenn jemand sich angenommen und geliebt weiß von Gott, der die Schuld vergibt, der die Kraft schenkt zum Überwinden, da wo man in sich selbst nicht viel hat. Dahin den Weg zu weisen ist ein wesentliches Ziel unserer Arbeit, das wir sehr behutsam angehen. Das Interesse für den christlichen Glauben wollen wir vor allem durch unser Vorbild wecken.


Ansprechpartner sind:
Eva und Samy Essa, Telefon: 0211.7884400
Eva Bald, Telefon: 0211.775816
Fax: 0211.7884402

Kontonummer: 109624432
BLZ: 360 100 43
Postbank Essen
 
Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei  Impressum