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Der Kreuzweg - ein Werk der "Düsseldorfer Schule"

1. Station: Jesus wird zum Tode verurteiltJesus wird zum Tode verurteilt

Jesus nimmt das Kreuz auf sichJesus nimmt das Kreuz auf sich
3. Station: Jesus fällt zum 1. Mal unter dem KreuzJesus fällt zum 1. Mal unter dem Kreuz

Nach den Napoleonischen Kriegen (1815) war in Deutschland der Zusammenhang mit der früheren Kunst fast ganz zerrissen. Die Erneuerung der Malerei ging von der Gruppe der >Nazarener< aus, die sich für das religiöse, christlich-romantische Ideal begeisterte. In Rom vereinigten sie sich zu einer Künstler-Bruderschaft. Ein späterer Mittelpunkt war Düsseldorf, wo die >Düsseldorfer Schule< dann als eigene Kunstrichtung entstand. Der Fresko-Technik der Nazarener wurde die Ölmalerei vorgezogen. Den Grundton gab in einem großen Teil der Werke eine weiche, schwärmerische, gefühlsselige Romantik.

Auch die Vertreter der religiösen Historienmalerei der Düsseldorfer Schule pflegten vor allem die ruhige Existenzmalerei. Sie sprachen das Milde und Anmutige in entsprechenden Formen und in einem reichen, blühenden Kolorit ihrer Bilder aus. Darin lag die Beschränkung ihres Ideals; aber es war wahr und echt empfunden, da den Vertretern dieses Ideals die Religion Leben und Überzeugung war. Chorführer dieser Richtung waren Ernst Deger, Franz Ittenbach und die Brüder Andreas (+ 1890) und Karl Müller (+ 1893)

Dieser Düsseldorfer Schule entstammt der Kreuzweg in unserer romanischen Kirche. Wie bei den Nazarenern gehörte es zeitweilig auch zu den Eigenheiten dieser Schule, dass Bilder nicht signiert wurden, da sie die Gemeinschaftsarbeit mehrerer Künstler darstellten. Dies macht sich auch in den Signaturen unseres Kreuzweges bemerkbar.

Die älteste 12. Station von Wundermals aus dem Jahre 1848 wurde offenbar 44 Jahre später in die Gesamtkomposition des Kreuzweges mit einbezogen. Bei den übrigen Stationen (außer der 11. Station) muss man von einer Mitwirkung Karl Müllers (s. o.) ausgehen.

Die 11. Station des Kreuzweges ging während der Restaurierungsarbeiten in den siebziger Jahren verloren. Der 1921 in Büttgen-Vorst geborene und dort wirkende Maler Albert Müllers hat in künstlerisch und maltechnisch einfühlsamer Weise diese Station neu geschaffen.

Der Kreuzweg schmückt die Seitenschiffe der alten Kirche.










Die Orgel

bue_38Am 28. November 1992 konnte die Kreienbrink-Orgel in der alten Kirche eingeweiht werden. Sie steht ebenerdig im hintersten Bogen zwischen Mittelschiff und nördlichem Seitenschiff.



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