Von Matthias Kopp, Bonn
Suitbertus-Casel aus St. Suitbertus, Heiligenhaus
Die Forschung streitet noch immer, ob es für Suitbert ein Zerwürfnis mit Pippin und Willibrord gegeben hat, das ihn vom Friesenland zu den Bukterern führt (im südlichen Westfalen zwischen Ruhr und Lippe). Möglicherweise hatte Pippin nicht seine Einwilligung zur Ordination erteilt.
In den Machtkämpfen des politischen Germaniens stoßen die heidnischen Sachsen allerdings immer weiter ins Bukterer- und Friesenland vor. Suitberts Missionswerk ist aufs äußerste gefährdet. Letztlich scheitert er und bekommt von Pippin und seiner Gattin Plektrudis die später Kaiserwerth genannte niederrheinische Insel zugewiesen. Suitbert errichtet hier um 710 ein dem hl. Petrus geweihtes Kloster. Er ist tief getroffen von seinen Misserfolgen im Bruktererland und stirbt im März 713.
Die christliche Ikonographie stellt Suitbert (auch Suidbercht und Swidbert geschrieben) grundsätzlich als Bischof mit einem Hirtenstab, seltener mit einem Stern dar. Er wird als Patron gegen Halsschmerzen angerufen. Die schwierig zu rekonstruierende Vita ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen ersten Bischof von Verden, der unter Karl dem Großen zur Mission nach Ostfalen geschickt wird.
Von Matthias Kopp, Bonn
Ludgerus - Figur in St. Ludgerus; Heiligenhaus
Von Matthias Kopp, Bonn
Jakobus-Fenster in St. Jakobus, Abtsküche
Mehrfach wird Jakobus im Neuen Testament erwähnt, zuletzt berichtet die Apostelgeschichte von seiner Hinrichtung als erstem der Apostel um 44 n. Chr.: "Um jene Zeit ließ der König Herodes einige aus der Gemeinde verhaften und mißhandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten. (Apg 12, 1-2)
Das Grab des Apostels wird zu Beginn des 9. Jh., um 825 in Galicien entdeckt, wo König Alfonso II. eine Kirche über ihm errichtet. Viele Legenden ranken sich um das Grab. So sei Jakobus Karl dem Großen erschienen, um ihm den Ort seines Grabes zu offenbaren. Berühmt ist auch das "Hühnerwunder": Ein am Galgen hängender Sohn wird von zurückkehrenden Pilgern gefunden, die zum Richter der Stadt eilen und vom lebenden Sohn sprechen. Der Richter wehrt ab und bemerkt, dass der Sohn nur so lebendig sein könne, wie die gebratenen Hühner vor ihm. In diesem Moment sollen die Hühner davongeflogen sein.
Die Idee der Jakobuspilgerfahrt fördern seit dem 14. Jh. die neu entstehenden Jakobusbruderschaften. Nach dem Niedergang der Pilgerreise ab dem 16. Jh. wird das Jakobus-Patrozinium seit dem 19. Jh. neu gefördert und erfreut sich auch in unseren Tagen wachsender Beliebtheit. Der Gedenktag ist am 25. Juli, die Kopten feiern ihn am 12. April, die griechisch-orthodoxe Kirche am 15. November und die armenisch-orthodoxe Kirche am 28. Dezember.
Kurzinformation über die
