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 St. Ludgerus Kirche1

Die Pfarrkirche St. Ludgerus

 

Im Frühjahr 1960 wurde der erste Spatenstich zum Bau der St. Ludgerus Kirche getan und die Grundsteinlegung durch Herrn Pfarrer Bartsch aus der Pfarre St. Suitbertus, der Mutterpfarre, feierlich vollzogen.

Der Bau der Kirche war notwendig geworden, denn seit Kriegsende war die Zahl der Bewohner von Heiligenhaus sehr schnell gewachsen. Aus den Ostgebieten kamen viele Familien nach Heiligenhaus, um in den neu entstandenen Wohngebieten Wassermangel, Nonnenbruch und Unterilp Fuß zu fassen und heimisch zu werden. Tageslicht erhält das Kircheninnere durch das einzige große Fenster oberhalb der Orgelempore. Entworfen wurde das Fenster von Ernst Jansen-Winkeln, zeigt es 16 Szenen / Stationen aus dem Leben des heiligen Ludgerus.

fensterludgerus

Der rechteckige Innenraum wird heute im Wesentlichen geprägt von Werken zweier Künstler: Hermann Gottfried (Altarwand und Kreuzweg) und Karl-Matthäus Winter (Kreuzessteele und Einrichtung des Altarraumes)

 

Der Kreuzweg - Ein modernes geistliches und künstlerisches Kleinod

kreuzwegludgerus-1 1. Station

Der Kreuzweg von Hermann Gottfried in St. Ludgerus.

kreuzweg_14ludgerus   14. Station

Von Ruth Ortlinghaus, Heiligenhaus

Kreuzwege - bildnerisch gestaltete Symbole der Passion Christi. Aufforderung an die Gläubigen im "Nachgehen" Schritt für Schritt die Leidensgeschichte zu erleben. Künstler vieler Epochen haben die Stationen in unterschiedlichen Techniken geschaffen. Denn der Tod Jesu als Erlösungsmotiv wurde zum Fundament christlicher Verkündigung. Mehr oder weniger kunstvoll erzählen Zyklen vom Leiden und Sterben des Sohnes Gottes. Oft sind es reliefartige Bilder solider Handwerkskunst aus Stein, Holz, Metall oder anderen Materialien. Naiv und schlicht berühren die Kreuzwegstationen die Seele und werden zu Glaubensstärken und Trostspendern. Aber nur selten halten sie den kritischen Augen des Kunstliebhabers stand. Er wünscht sich die geistliche und künstlerische Komponente in übereinstimmender, harmonischer Geschlossenheit. Nur wenige wissen, dass die Heiligenhauser Katholiken einen solchen Kunstschatz besitzen: einen klassischen Kreuzweg mit 14jeweils ein Quadratmeter großen Bildern in der St.- Ludgerus-Kirche.

Mit der Einordnung dieser Perlen moderner sakraler Malerei in den Raum, eingeschlossen die farblich homogenen Altarwandausmalung, wird das Kircheninnere zum Gesamtkunstwerk erhoben. Die Exponate tragen die unverkennbare Handschrift eines der bedeutenden deutschen Maler religiöser Kirchenkunst der Moderne: von Hermann Gottfried. Glas-, Wand- und Retabelmalereien, Mosaiken und Tafelbilder des 1930 in Düren geborenen Künstlers schmücken über 150 namhafte Kirchen im In- und Ausland. Sein bislang spektakulärstes Werk war die Ausmalung der romanischen Basilika St. Aposteln am Kölner Neumarkt. Mit dem schwierigen Thema der Apokalypse des Johannes erregt er Lob und Kritik gleichermaßen. Die Kreuzwegstationen sind von Frömmigkeit beseelt und vom genialen Pinselstrich geprägt. Die für einen Kirchenzyklus atypischen großformatigen Exponate beherrschen in ihrer dunklen Farbigkeit unauffällig den Raum. Gemalt auf Spanholzplatten in satten kräftigen Schwarz-, Grau-, Rot- und Weißtönen mit sparsamen grünen und blauen Tupfern und Flächen zwingen sie in ihrer Plastizität zur Andacht.

Jedes Bild spiegelt neben Trauer und Schmerz in seiner Tiefenwirkung die Unbegreiflichkeit und Größe der christlichen Heilsbotschaft. Im weißen Antlitz Christi, in seiner hellen Gestalt, in jeder Geste ist das ganze Leid der Welt zu lesen. Immer ist das Kreuz in seiner dunklen Größe und Schwere auffällig. In der 11. Station "Jesus wird ans Kreuz geschlagen" wölbt sich dieses wie eine angedeutete Erdkugel, beherrscht von der weißen (Unschuld) Gestalt des Erlösers. Anrührend strahlt die 4. Station "Jesus begegnet seiner Mutter". In der Zuwendung des Paares liegt der Glanz überirdischer Liebe. Die Farbe als tragendes Element verschmilzt in jedem Bild mit der Formgebung zu tiefgründigen Aussagen. In sparsamen Konturengebungen bleiben symbolhafte Deutungen offen.

In ihrer Symbolik ist die letzte Station "Die Grablegung" Höhepunkt. Leblos liegt der graue Leib Christi auf der Erde. Aber am linken Bildrand erscheint sein verklärtes Antlitz mit der Gewissheit "Ich bin die Auferstehung und das Leben".

 

  

   

                   


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Der diesjährige Tagesausflug der kfd führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag, 30.06.2012 nach Brühl. Neben der geplanten Stadtführung und einer Führung im Schloss Augustusburg besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Mittagessens im Restaurant „Kupferpfanne“. Der Teilnehmerbeitrag von 16,50€ (18,50€ für Nichtmitglieder) ist bei der Anmeldung bis zum 10.06. in den Büchereien oder im Pastoralbüro zu entrichten und kann auch bei Absage nicht zurückgezahlt werden. Kosten für die Führungen (6,10€) und das Mittagessen kommen noch hinzu.
 



 

 
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