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Predigt am Weißen Sonntag 2012 (Pfarrer W. Jansen)

  

Erstkommunion ist in dieser Woche wieder das Thema vieler Pfarreien und Kirchen und in den evangelischen Gemeinde  ähnliches  die Konfirmation.

Kommunion, das lateinische Wort für Gemeinschaft, für das Miteinander von Menschen, die nicht nur äußerlich zusammen sind, wie Leute auf einer beliebten Einkaufsstraße oder auf dem Bahnsteig, sondern für ein Miteinander in dem es manches Verbindende gibt.

Kommunion, das Wort für Gemeinschaft, die auf dem, was Jesus lebte und weitergab, aufbaut, prägt unsere Kirche. Nur als Gemeinschaft, nur im Miteinader kann Kirche den Auftrag Jesu leben.

Dass das Evangelium auf Gemeinschaft aufgebaut ist, die in Jesu beginnende Gottesherrschaft, Communio braucht, macht Jesus immer wieder deutlich.

Er Zieht nicht als einsamer Wanderprediger daher, sitzt nicht in einem abgeschiedenen Gelehrtenzimmer, lebt nicht als Einsiedler, sondern sammelt gleich am Anfang seines Wirkens Menschen, die ihn begleiten und er ist immer mit andern unterwegs. Frauen und Männer gehen mit ihm. Und schließlich wird das Abendessen mit den 12 vor seinem Tode zum bleibenden Auftrag für die, die ihm folgen.

Tuet dies zu meinem Gedächtnis, so lebte  und überlieferte es die junge Kirche. Und miteinander beten, essen, dieses Mahl feiern, Leben teilen, Anteilnehmen und Anteilgeben am Leben, sich Jesus in diesem Miteinander öffnen, wird Grundlage der Kirche, die wächst.

Und Communio gehört bis  heute grundlegend zur weltweiten Kirche, zu den kirchlichen Gemeinschaften, so verschieden sie auch sind.

Jede Gemeinschaft braucht Zeichen, Formen, die das Miteinander sichtbar werden lassen, die es  spürbar und erlebbar machen. Ohne sie würde sie sich verflüchtigen.

Stellen sie sich eine Freundschaft vor, ohne Gespräch, ohne Treffen und Begegnungen, Zeichen dafür, dass man sich einander schätzt und wichtig ist. Ohne Zeichen, ohne  Zeit dafür stirbt sie.

Gemeinschaft mit Jesus braucht auch diese Zeichen. Sie kann anknüpfen an dem, was Jesus selbst getan hat  Das Mahlhalten in seinem Namen.

Daraus hat die Gemeinschaft der Christen immer wieder Kraft gefunden, daraus kommen Anstöße für Gebet und fürs Leben.

Kinder in diese Gemeinschaft hinein zu führen ist ein Weg, der mit der Taufe beginnt, der in  der Kommunion - Gemeinschaft einen neuen Ausdruck findet. Es bleibt ein Weg, diese Gemeinschaft lebendig zu halten, ihr immer wieder Raum und Zeit zu geben, dass sie nicht verdurstet.

Dafür tragen Papst und Bischöfe Verantwortung, doch ebenso die Christen, die hier in der Kirche sind. Immer größere Pfarrbezirke oder Pfarreien sind kaum eine Hilfe dazu. Wichtig  bleibt, dass hier am Ort Jugendliche, Frauen und Männer Gemeinschaft erfahren und erleben können, dass Glaube verbindet, schafft, Miteinander, trägt

Die Vorgaben dazu gibt das Evangelium. Die Gemeinschaft immer wieder mit Leben zu füllen, bleibt uns aufgetragen.

 

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