Erzbistum Köln     

Krankensalbung – Beistand und Heil

salbgefaessDer biblische Hintergrund für das Sakrament der Krankensalbung ist im Jakobusbrief 5,14 überliefert:
„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich. Sie sollen über ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet aus dem Glauben wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“
In diesem Text gibt es keine Rede von letzter Ölung oder vom Sterbesakrament, wie dieses Sakrament leider heute noch oft bezeichnet und verstanden wird. Dieses einseitige und irreführende Bewusstsein wurde seit dem 8. Jahrhundert praktiziert. Dies hat den Kreis der Empfänger drastisch eingeschränkt und das Sakrament ganz ans Lebensende verbunden mit dem unausweichlichen Tod gerückt.
 

Nicht letzter Akt, sondern Stärkung

Der ursprüngliche Sinn des Textes – Hoffnung auf Heilung von Krankheit – trat völlig in den Hintergrund. Heute tritt dieses ursprüngliche Verständnis langsam wieder hervor: Dieses Sakrament ist ein Sakrament der Lebenden. Alle Kranken jeden Alters können die Salbung empfangen. Krankheit wird dabei im weitesten Sinne verstanden, vom Kopfschmerz bis zur psychischen Erkrankung. Krankensalbung ist von daher vielmehr:
- Hilfe im Glauben, die derzeitige Lage anzunehmen
- Kraft, der Angst und Resignation zu widerstehen;
- Zeichen der Hoffnung auf neue Gesundheit oder auf einen Durchbruch zum verheißenen ewigen Leben
- Erfahrung, was gemeinsames Gebet Glaubender vermag
- Zusage der Sündenvergebung
Wenn sie das Sakrament der Krankensalbung empfangen möchten oder es für einen ihrer kranken Mitmenschen wünschen, wenden sie sich direkt an einen Priester oder die Pastoralbüros. Der Priester vereinbart mit ihnen einen Termin und kommt zur Feier der Krankensalbung bei ihnen zuhause vorbei.
Darüber hinaus feiern wir im Laufe des Jahres mehrmals heilige Messen mit der Spendung der Krankensalbung.
 

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