Erzbistum Köln     

Das Konzept des Begegnungszentrums

 

 

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. (2. Vatikanisches Konzil)

Die Bezeichnung „Begegnungszentrum" enthält eine programmatische Aussage zum Charakter des Hauses: Zentral ist dort Begegnung. Das Haus soll ein einladender Ort für Begegnung der katholischen Gemeinde, ihrer Gruppen und Gemeinschaften, aber ebenso offen und einladend für alle Interessierte, Passanten, Sinnsucher, Menschen mit Fragen – ob im Glauben fest verwurzelt oder zweifelnd, ob zur Kirche zugehörig oder fern stehend sein.

 
 

Begegnung

Begegnung steht zentral im Handeln und Reden Jesu. In Jesus selbst ist Gott den Menschen nahe gekommen, in ihm sind die Menschen Gott begegnet. Er selbst hat die Begegnung mit Menschen gesucht, ist in Beziehung zu ihnen getreten und hat sie eingeladen und ermutigt, in Beziehung zu Gott zu treten.
Begegnung ist die wesentliche Dimension des Menschseins. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (Martin Buber). Die Offenheit für Begegnung spiegelt sich in der Architektur, der Raumgestaltung, dem Programm und in den Mitarbeitenden wider.

 

 

Personales Angebot

Das Projekt des Begegnungszentrums wird in dem Maß gelingen, wie die gesamte Gemeinde - ehrenamtlich engagierte Mitarbeitende, gemeindliche Gruppierungen und Verbände - sich die Idee zu Eigen machen und zur Mitgestaltung bereit sind. Das Haus lebt von den Personen, die dort anzutreffen sind, einen Ort zum Verweilen bieten, bereit sind zu Gesprächen und auf Fragen zu antworten.

 

 

Inhaltliches Angebot

Neben dem „personalen Angebot" tritt ein inhaltlich-thematisches Angebot. In Vorträgen, Diskussionen und Gesprächsangebote werden religiöse und gesellschaftlich relevante Fragen aufgegriffen. Eine ökumenische Zusammenarbeit und eine interreligiöse Offenheit sind selbstverständlich. Das Haus ist ein Ort zur Orientierung, Klärung und Auseinandersetzung, bietet aber auch Raum für Kunst und Kultur.

 

 

Schnittstelle Kirche und Welt

Der exponierte Ort des Begegnungszentrums liegt zwischen der Kirche St. Margareta und den Geschäften, im Zentrum der Stadt, an der Schnittstelle von Kirche und Welt. Gottverwurzelung und Nächstenliebe, Mystik und Politik gehören aus christlicher Sicht zusammen. Die Schnittstelle wird auch Einfluss haben auf die Themen und Angebote, die nicht im Binnenkirchlichen verhaftet bleiben dürfen. Die Programmatik des Hauses lässt die Frommen auf die Welt und die Weltlichen auf das Heilige blicken.

 

 

Missionarische Pastoral

Das Begegnungszentrum wird als Ort missionarischer Pastoral in ein pastorales Gesamtkonzept der katholischen Kirche Brühl verortet sein (müssen). Es soll ein Ort sein, an dem Menschen anzutreffen sind, die von Christus und seinem Evangelium berührt sind, die bereit sind Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen wahrzunehmen und zu teilen.

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