Erzbistum Köln     

Adventstür im Begegnungszentrum margaretaS Brühl

Reiß ab, wo schloss und Riegel vor

Die Tür ist ein uraltes Symbol des Advents – die verschlossene und die geöffnete Tür. In zahlreichen Adventskalendern werden Türen geöffnet und alte sowie neue Einblicke ermöglicht.

Vom ersten Adventsonntag an ist im Begegnungszentrum margaretaS eine große Tür, vom Kirchenvorplatz aus gut sichtbar, installiert. An jedem der vier Adventssonntage wird diese Tür in ihrer Gestaltung verändert. Die Installationen wollen provozieren und Denkanstöße geben und auf diese Weise die Botschaft des Advents gegenwärtig setzen.

1. Advent Denn verschlossen war das Tor

Denn vorschlossen war das TorFotostrecke >

Draußen vor der Tür...

... eine Erfahrung, die zahlreichen Menschen in unserer Gesellschaft, in unserer Stadt, auch in unserer Kirche nicht fremd ist.

Tore sind verriegelt, Türen verschlossen, Herzen versiegelt.

Geschossene Gesellschaft!

Unbefugten ist der Zutritt verboten.

Hungernde und Arme werden ausgesperrt, Fremde und Flüchtlinge abgewiesen, Gescheiterte und Gestrandete stehen draußen, da Wohlstand, Privilegien und Macht gesichert werden müssen. Hartherzigkeit und Egoismus sperren Türen zu, Unrecht und Gewalt verschließen Tore – auch die des Himmels.

 

Das Recht weicht zurück, die Gerechtigkeit bleibt in der Ferne. Die Redlichkeit kommt auf dem Marktplatz zu Fall, Rechtschaffenheit findet nirgendwo Einlass. (Jesaja 59,14).

2. Advent Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

Macht hoch die TürFotostrecke >

Die draußen stehen, möchten endlich ins Sichere, ins bergende Haus. Reiß ab, wo Schloss und Riegel vor! Das ist der Ruf, die Forderung, die drängende Bitte der Unbehausten und Heimatlosen, der Flüchtlinge und Vertriebenen, all derer, die voller Sehnsucht Frieden und Gerechtigkeit erhoffen und erstreben. Wann endlich zeigt sich Gott in all unserer Not, dem Elend und der Verzweiflung? Wann reißt der Himmel auf?

Der Ruf nach Öffnung des Himmels erwartet den Trost nicht erst nach dem Tod, sondern in der Erfahrung des Himmels hier und jetzt, in einer geöffneten Tür heute und am Ende.

 

Voll ungeduldiger Erwartung, drängend und aktuell – kurz: adventlich die Bitte:

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf der Erde. (Matthäusevangelium 6,10)

3. Advent Sprich nur ein Wort...

Fotostrecke >

 Alles beginnt mit der Sehnsucht...

... sagt Nelly Sachs und hat recht. Wer nichts mehr wünscht und erwartet, nichts mehr erhofft und ersehnt, ist fertig mit dem Leben. Das Leben ist zerbrechlich wie Glas, Risse und Narben zeichnen Körper und Seele. Ganz tief ist in jedem Menschenleben die Sehnsucht zuhause nach Liebe und Zärtlichkeit, nach Achtung und Anerkennung, nach Heil und Heilung.

Der Advent ist die Zeit, der Verheißung Glauben zu schenken, dass Krummes gerade, Zerbrochenes ganz und Verwundetes heil wird, und im Spiegel der Seele die Hoffnungskraft zu entdecken und der Menschwerdung zu trauen.

 

Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

4. Advent Aus tiefster Dunkelheit...

Leere KrippeFotostrecke >

In der Stille der Nacht

 

Als tiefes Schweigen

das All umfing

und die Nacht

bis zur Mitte gelangt war,

da sprang

dein allmächtiges Wort

vom Himmel.

 

Bibel, Buch der Weisheit 18,14

 
Zum Seitenanfang | Seite weiterempfehlen | Druckversion | Kontakt | Klassisch | Impressum