Erzbistum Köln     

Kirche St. Stephan

„Die Kirche St. Stephan ist entworfen vom Architekten Prof. Gottfried Böhm, dessen Vater Prof. Dominikus Böhm bereits 1951 einen Gesamtplan für den Baukomplex mit Jugendheim, Kindergarten, Pfarr- und Küsterhaus, sowie für die Kirche entworfen hatte. Fast 14 Jahre diente der große Saal des Jugendheimes (heutiger Mehrzwecksaal des Kindergartens) der Gemeinde als Notkirche.
 
Es soll ein Kirchbau sein, der ohne Säulen, von jedem Punkt der Kirche aus eine direkte Sicht auf den Altar erlaubt. Das wurde möglich durch eine Faltbetondecke die den 21x20m großen Raum überdacht. Über der Apsis und dem Altarraum erhebt sich die Decke bis zu einer Höhe von 15m, als wenn der äußere Bau der Kirche das Gebet der Gläubigen vor das Angesicht des Vaters tragen wollte.
 
Die betonte Sachlichkeit und Schlichtheit der in Waschbeton gehaltenen Außenwände und der in gestocktem Beton ausgeführten Innenwände, sowie die gesamte innere Architektur führen dem heutigen so sachlich denkenden Menschen keine klischeehaften Vorstellungen über Gott und seine heilige Liturgie vor Augen, sondern lassen in der Stille und Leere den Menschen aufnahmebereit werden für einen Anruf Gottes.“
 
 

 

Ich könnte mir denken, dass einer sagt, sie sei leer. Dann würde ich ihm
erwidern, er sollte tiefer in sein eigenes Fühlen hineinmerken. …
Es empfindet die stille Ruhe großer, unzerstörter Flächen,
die klare Weite eines nicht vollgestellten Raumes,
die reine Gegenwärtigkeit einfach geformter Dinge oft nicht.
Es will alles mit Formen, Gegenständen, Bildern gefüllt haben –
gerade so, wie es das Schweigen nicht erträgt.

 

Oder haben wir nicht vergessen, was das Schweigen ist,
und dass es zum Wort gehört, wie das Einatmen zum Ausatmen…
dass frommes Schweigen tiefstes Gebet vor Gott ist
und das Gebet des Wortes unmöglich wird,
wenn das des Schweigens verschwindet?

 

Wie oft empfinden wir das Schweigen nur als Lücke! …
Ebenso steht’s mit der großen Fläche,
die nicht durch Gliederung aufgelöst und durch Bilder
und Ornamente gefüllt wird.

 

Das ist keine Leere, das ist Stille!
Und in der Stille ist Gott.

 

Romano Guardini, Theologe
 
Kirche St. Stephan

   

„Bemerkenswert ist die spätromanische Madonna, sowie das Altarkreuz des Kölner Bildhauers Hein Wimmer, das den am Holze erhöhten Christus als Hohenpriester darstellt, der immerdar beim Vater für die Menschen eintritt. Ebenso stammen Leuchter und Altargeräte von Wimmer.

 

Kirche St. Stephan Fenster
 
Die Fenster, ein Entwurf von Gottfried Böhms, zeigen Kristalle, die den Aufbau der Kirche von Christus ausgehend - zeichenhaft darstellen.
Die Glocke „Franziskus“, ist eine Spende der Brühler Franziskusschule und wurde in der Glockengießerei Mabilon in Saarburg gegossen.“
 
Pfarrer Blum, Erster Pfarrer der Gemeinde

   

Für die Kirche wurde der Name St. Stephan gewählt, der Name des ersten Märtyrers der Christenheit, im Gedenken an alle Märtyrer, insbesondere derer des Nationalsozialismus,
 
   
 
 

 

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