Erzbistum Köln     

Kirche Maria Hilf

Durch die Zunahme der Bevölkerung nach der Erschließung zahlreicher Braunkohlegruben und dem Bau neuer Fabriken wie dem Gruhlwerk wurde im Südwesten Brühls ein eigenes Seelsorgezentrum notwendig. In einem ersten Schritt errichtete man nach dem I. Weltkrieg eine Notkirche, die aus einer ehemaligen Baracke für Kriegsgefangene bestand. 1920 wurde sie eingeweiht.

 

Niemals hätten die armen „Heiden“ geglaubt, dass sie einmal zu einer eigenen großen Kirche aus Stein kommen sollten. Durch die Großzügigkeit der „Rheinbraun“, sie stellte das Grundstück zur Verfügung, und das finanzielle Engagement des Generalvikariats, es steuerte 95% der Baukosten bei, ging ein Traum in Erfüllung: Nach gut einjähriger Bauzeit konnte die Kirche in Heide 1954 eingeweiht werden. Maria Hilf blieb ihr Patrozinium.
 
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Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit einer westlich vorgelagerten Werktagskirche. Der Glockenturm steht eigenständig im Norden.
Der Haupteingang des Gotteshauses führt durch die Werktagskirche mit einfachem Altar, über dem sich eine beeindruckende weiße Holzskulptur des Gekreuzigten von Theo Heiermann reckt.
Eine Glastür öffnet den Zugang zur Hauptkirche. Unmittelbar vor dem Hauptgang steht das runde Taufbecken, umgeben von einem Bodenmosaik mit 24 Fischen, Hinweis auf dieses Symbol aus frühchristlicher Zeit. Hinter dem Taufbecken weitet sich der Raum für den Standort der Orgel und des Chores.
 
Die Seitenschiffe sind fast schmucklos, sieht man einmal vom Maria-Hilf-Bild und den kleinen Kreuzwegstationen von Wilhelm Tophinke ab. Alles ist auf den Altarbereich ausgerichtet. Selbst die sonst recht eigenständig gestalteten Nebenchöre ordnen sich durch die aus grauem Kunststein gestalteten Figuren der Gottesmutter und des hl. Josef dem Altarbereich unter.
 
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Schutzpatronin Maria Hilf
 
 
Vorbei an zwei Ambonen steigt man auf insgesamt sieben Stufen zum Altar empor, gleichsam ein Aufstieg nach Golgota. Auch der Tischaltar ist einfach und schlicht. Ursprünglich stand auf ihm der prächtige, aus Silber getriebene Tabernakel, der jedoch, den Vorschriften des II. Vatikanischen Konzils entsprechend, versetzt wurde. Im Mittelpunkt der theologischen Konzeption steht der den Altar überragende „leere Thron“ mit dem Baldachin, Symbol für den kommenden Christus der Endzeit.  
 

 

Literatur: Drösser, Wolfgang: Kirchen im Pfarrverband Brühl-Ville (Kierberg, Heide und Vochem), Brühl 2003

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