Erzbistum Köln     

Kirchenwerkstatt

„Christentum heute neu buchstabieren“ (Gotthard Fuchs)
  • Bezüge aus der Evolution erschließen
  • Eine Werkstatt, in der Glaube aktiv wird für uns und für Andere:

Der 2006 gegründete Arbeitskreis Kirchenwerkstatt arbeitet religionspädagogisch, kunstgeschichtlich und spirituell im Feld der Kirchenpädagogik, einem noch jungen Grenzbereich „zwischen“ den Feldern Religionsunterricht und Katechese, Liturgie und Kunstgeschichte. Der Arbeitskreis konzentriert sich auf die Erarbeitung vielfältiger Erschließungswege zu Gott. Wir versuchen  Lebenswelten miteinander zu verknüpfen, Sinnsuche anzubahnen und so Alltag und Glauben miteinander ins Gespräch zu bringen.

   

Wenn Sie einzelne Veranstaltungen aus oben genanntem Angebot interessieren, sei es für Sie, für Ihre Schule, für Ihre Kommunion-, Firm- oder Konfirmandengruppe, für Ihren Betrieb und/oder Sie mitarbeiten wollen, sprechen Sie uns an!

  

Kontakt & weitere Informationen

Kontakt:    Stefanie Jezewski

                 t. 02232.43883

                 E-Mail jezewski@netcologne.de 

 

                 Rudolf Horn

                 t. 02232.43883

                 E-Mail regina-rudolfhorn@netcologne.de

 

1. Steinmetaphorik und Sprechende Räume

Das unerwartet aktuelle Programm der Sprechenden Räume sowie der Steinmetaphorik erschließt uns die zwischen 1962 und 1964 unter Gottfried Böhm erbaute Kirche St. Stephan in Brühl.
Auszug aus der Begegnung mit der Kirche St. Stephan in Brühl:

  

„Der Stein schweigt nicht, weil er leer ist,
sondern weil das Wort, das er verschweigt,
so unaussprechlich gewaltig ist.“
Franz Werfel
 
Mit den Kieselsteinen aus dem Urstromtal des Rheins fängt die Geschichte an …

 

Der Quarz – Kies aus den Alpen und dem Rheingraben wird unweit Brühls gefördert
und als Stabilisierung des Betons verwendet.

 

An den Außenwänden der Kirche fällt unser Blick auf die in Waschbeton
herausgewaschenen einzelnen Steine, die in Farbe und Maserung,   
in Größe und Oberfläche alle ihre eigene Geschichte haben,
… so wie Sie und ich!    

 

Aus der Innenperspektive dieses heiligen Ortes betrachtet,
ist etwas Entscheidendes passiert:
Die Steine des „gestauchten Betons“ der Innenwände sind geöffnet
und zeigen etwas vom Geheimnis ihres Inneren,
… auch für Sie und mich? 

 

Kirchenwerkstatt_Beton

 

 

  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Und jetzt passiert etwas Unerwartetes:
Der Abrieb der aufgebrochenen Steine
setzt sich seit Millionen Jahren in Hohlräumen und Spalten immer schon fest
und – ohne Druck von außen – kristallisieren die unzähligen Sandkristalle
zu Bergkristall,
…im Fensterfries uns allen verheißen

 

Kirchenwerkstatt_Fensterfries
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
untereinander und mit Christus verbunden zu sein.

 

Und Sie und ich, wir stehen staunend da
und lauschen dem Geheimnis der Steine.

        

2. Kurzmeditationen, meditative Aktionen

Bei Kurzmeditationen, meditativen Aktionen und Kirchenführungen, sowie Besinnungsnachmittagen und Ganztagen wird immer wieder versucht, Lebenswelten miteinander zu verbinden, Sinnsuche anzubahnen und so Alltag und Glauben wechselseitig ins Gespräch zu bringen. Auszug aus einer möglichen Begegnung mit dem eigenen Ich:
 
Der Schlüssel zum tieferen Verstehen steht eingemeißelt auf dem Grundstein
im hinteren Teil der Kirche „in goldenen Lettern“:

 

„TRETET HINZU ZU IHM, DEM LEBENDIGEN STEIN …“

 

Christus, der Hauptstein, hält „das Haus der Christen“ zusammen
und macht es fest an Gottes liebender Fürsorge, immer wieder neu,

 

… und mitten darin Sie und mich!
 
 
Kirchenwerkstatt_Grundstein 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    
 
 
 
 
 
Für uns nicht mehr sichtbar, ruht der Sockel des Altars
Auf hunderten von Steinen aus heiligen Orten Europas,
die Jugendliche aus Taizé und Chartres, Rom und Assisi,
Jerusalem und Betlehem, Trier und Eibingen …
für den Kirchbau von St. Stephan mitgebracht haben.

 

… Von welchem für Sie kostbaren Ort möchten Sie etwas mitbringen?

 

Kirchenwerkstatt_Altar
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 

3. Kirchenführungen 

Ziel der Arbeit ist es, die sechs sprechenden Räume der Kirche für Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Einladung auf einen geistlichen Weg vom äußeren zum inneren Menschen, bis hin zum innersten Menschen (Meister Eckehart) zu eröffnen.
 
Dies geschieht vor dem Hintergrund einer mehr und mehr nach-christentümlichen Gesellschaft mit Blick auf die zukunftsweisende Chance „Christentum heute neu zu buchstabieren“ (Gotthard Fuchs).
Bezüge aus der Evolution erschließen faszinierende Blickwinkel eines uralten und vielleicht zukünftigen Bildes der Kirche und vom Geheimnis zwischen Christus und den Menschen, die nach ihm suchen.
 
Auszug:  
                                                                                       
Lieber Besucher!
Liebe Besucherin!

 

Seien Sie herzlich willkommen
in der unter Gottfried Böhm
von 1962 bis 1964 erbauten Kirche,
die dem heiligen Stephanus geweiht ist.
Er bezeugte mit seinem Leben,
dass Jesus auferweckt ist und lebt.

 

Mit dem Kindergarten
und den Gemeinderäumen
ist diese Kirche für viele Menschen
hier im Osten Brühls
ein kostbares Stück Heimat.

 

Wir laden Sie zu dem Rundgang ein,
den die Gründergeneration
mit uns Älteren auch gegangen ist.
Es gilt, die Verheißung aus der Heiligen Schrift
vom „Zelt Gottes unter den Menschen“
wieder neu zu entdecken
und sich zusammen mit
Frauen und Männern,
Kindern und Jugendlichen
auf den Weg zu machen,
heute,
Gott auf der Spur zu bleiben …
 
Kirchenwerkstatt_Dach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

4. Labyrinth

Labyrinth, ein 5000 Jahre altes Urbild des Lebens, in allen Kulturen und Religionen, aus dem „Schatzhaus der Menschheit“ (C.G.Jung). In der Mitte der meisten Kirchenlabyrinthe ist vom Kampf des Theseus mit dem Minotaurus die Rede – der Sieg und Triumph über das Böse, das Dunkle, den Tod, so auch in St. Severin in Köln, dem einzigen deutschen mittelalterlichen Umgangslabyrinth (1286 bis Mitte 19Jh.), das sich über 600 Jahre dort im Hochchor befand.

 

Im Labyrinth zu gehen ist die immer neue, einmalige Chance, j e t z t, mit allen leib-seelischen Kräften präsent zu sein u n d zurückzuschauen u n d vorauszuschauen auf eine unserer Lebensetappen.

 

Im Herbst 2013 werden wir zusammen mit einer Projektgruppe ein großes Umgangs-Labyrinths in St. Stephan aufbauen und alle Interessierten über die Grenzen Brühls hinaus zum meditativen Gehen „ihres Weges“ einladen.

 
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