Partnerschaft
Katholische Kirchengemeinde Christ König
Bonn-Holzlar
und
Apoio Fraternal
São José do Iguá, Brasilien
Aktuell:
Die aktuelle Situation unserer Partnerschaft
25. Februar 2012
Von Schwester Jacqueline, der Stationsleiterin in unserer Partnergemeinde haben wir diesen Brief bekommen.
Jan 2012
Die Bitte um Verschiebung des Besuchs haben wir mit Brief vom 06. 01. abgelehnt mit der Begründung, dass es nicht unbedingt eine Ordenfrau sein muss, die die Verantwortung für die 10 Tage Abwesenheit übernehmen muss,
Das Jubiläum "30 Jahre Partnerschaft" ist dieses Jahr und nicht 2013, es steht im Mittelpunkt des Pfarrfests und die Leute freuen sich schon auf ihren Besuch.
Wir müssen gerade jetzt unsere Partnerschaft im Bewusstsein der Pfarrangehörigen lebendig erhalten, und der Flug ist schon gebucht, das elektronische Ticket liegt bei (auf dem postalischen Weg).
Am 11. Januar schrieb Schwester Jaqueline per Mail (der Brief war wegen der Eilbedürftigkeit auch als Anhang per Mail an sie gegangen):
"Liebe Doris, guten Tag.
Wir sind sehr glücklich zu wissen, dass Du Dir Sorgen darüber machst, wie die Hilfe für uns weiter geht. Du kannst daher beruhigt sein, dass meine Reise wie vorgesehen stattfinden wird. Nichts wird sich durch unsere Institution ändern nach dieser Erklärung tiefer Liebe. Wir sind für all dies dankbar.
In Liebe und Grüße von allen
Schwester Jaqueline "
Es bleibt also bei dem Besuchstermin zum Pfarrfest 2012.
Hier einige Bilder, wie unsere Partnergemeinde Weihnachten 2011 mit eine "Lebendigen Krippe" gefeiert hat.
  
Was ist der "FEM"?
Der Ausschuss Frieden-Entwicklung-Mission ist aus einem Sachausschuss des früheren Pfarrgemeinderates (PGR) hervorgegangen. Sein Anliegen ist, die Partnerschaft zwischen der Pfarrei Christ König und der Partnergemeinde in Brasilien, dem Apoio Fraternal Sao José do Iguá in Itaboraí bei Rio de Janeiro aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Er plant und organisiert Aktivitäten innerhalb der Gemeinde, um Geldmittel für die Unterstützung der Grundschule in der Leprastation, vorwiegend der Gehälter der Lehrerinnen, zu erwirken. Im Jahr werden hierzu 18.500,-- Euro benötigt.
Ansprechpartner:
Doris Hausbrand, Tel.: 0228 481915
Monika Ludwig, Tel.: 0228 3362427
Weitere Mitglieder des Ausschusses sind zur Zeit:
Ruth Beissel, Renate Brecht, Uli Engelskirchen, Karl-Heinz Horn, Ulf Marwege, Maria Nava, Günter Schmidt, Irma Wespel-Spang, Doris Steinhaus
Termine der FEM-Treffen im Jahr 2012:
23. Februar, 20.00 - wir treffen uns bei Doris Steinhaus, um das Fastenessen zu besprechen
24. Mai, 20.00 - Ort noch unbekannt, Besprechung des Programms für die Zeit des Besuchs von Schwester Jaqueline in unserer Gemeinde (2. 6. bis 11. 6. 2012) und Aktivitäten auf dem Pfarrfest
20. September, 20.00 - Pfarrheim, kfd-Raum: Besprechung des Erntedanksonntags (Federweißer und Brot)
15. November, 20.00 - Pfarrheim, kfd-Raum: Jahresrückblick und Ausblick
20. Dezember, 20.00 - Pfarrheim, kfd-Raum: gemütlicher Jahresausklang mit Glühwein
Außerdem ist für April (26. ?) ein Termin angedacht, zu dem ein Vertreter der Missionszentrale der Franziskaner eingeladen werden soll, um Vorschläge zu Selbsthilfe im Hinblick auf finanzielle Ressourcen zu machen, die mit Schwester Jaqueline besprochen werden sollen.
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Das Feijoada-Fastenessen 2011 war ein voller Erfolg
Pater Josey zum ersten Mal dabei

Erster Fastensonntag in Holzlar. Die Glocken rufen zur 11-Uhr-Messe. Über dem Kirchplatz liegt schon ein verlockend-würziger Duft von Bohnen, Speck und Zwiebeln. Die Menschen strömen herbei. Doris Hausbrand vom Kreis Frieden – Entwicklung – Mission (FEM) berichtet in der Messe über den „Apôio Fraternal“, die brüderliche Hilfe, welche unsere Pfarrei seit fast drei Jahrzehnten mit der Leprastation São José do Iguá in Itaborai nahe Rio de Janeiro in Brasilien verbindet. Und der Jugendchor unter leitung von Andrea Honecker sorgt mit rhythmischen Gesängen dafür, dass Jung und Alt begreifen: Wir gehen die Fastenzeit gemeinsam an.
Anschließend strömen alle an die langen Tische im Pfarrsaal. Unsere erfahrene Feijoada-Köchin Renate Brecht bringt die dampfenden Schüsseln mit dem köstlichen Gericht. Erstmalig darf auch Pater Josey probieren, der seit 1. März als neuer Pfarrvikar in den Ennert-Gemeinden wirkt. Alternativ oder als Nachtisch gibt es Milchreis.
  
In der Lepra-Kolonie mit 6000 Menschen unterstützt unsere Gemeinde einen Kindergarten und eine Grundschule, denn die Kinder der Lepra-Kranken haben keine Chance, eine staatliche Schule zu besuchen. Und Bildung ist für sie die einzige Möglichkeit, aus der Armut herauszukommen und einen Beruf zu erlernen, um später für sich selbst sorgen zu können. Die Schule ist mit 300 Kindern in zwölf Klassen voll ausgelastet. Jeden Monat schickt Frau Hausbrand 1.400 Euro an die Schulleiterin, Schwester Jaqueline, damit die sechs Lehrerinnen genauso viel Geld verdienen wie an einer staatlichen Schule und die Schulkinder sowie weitere 110 Jungen und Mädchen ein warmes Mittagessen haben.
Das Geld wird bei verschiedenen Aktionen der Gemeinde zusammengetragen. Beim Feijoada-Essen kommen diesmal 1.204,00 Euro an Spenden ein. Im Namen der Kinder danken wir allen, die dazu beigetragen haben, insbesondere auch allen Helferinnen und Helfern, ohne deren Einsatz ein so großes Fest nicht gelingen kann.
Unsere Partnergemeinde
Das Apoio Fraternal São José do Iguá (Brüderliche Hilfe zum Heiligen Josef) ist eine Einrichtung des Franziskanerordens. Sie betreut Leprakranke und deren Angehörige in der Leprastation Tavares de Macedo, die etwa 50 km nördlich von Rio de Janeiro liegt. Auf einem außerhalb der Stadt Itaboraí gelegenen staatlichen Gebiet leben hier heute etwa 6000 Menschen, darunter viele Kinder. Es sind überwiegend die Angehörigen von Leprakranken, die in der Leprastation behandelt werden. Etwa 90 Menschen haben die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium mit Verstümmelungen und werden in getrennten Häusern versorgt. Die Krankheit kann heute, wenn sie noch nicht zu weit fortgeschritten ist, mit Medikamenten unterdrückt werden.
Alle Menschen, die hier leben, sind aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Mangel an Bildung / Ausbildung arm und haben mit vielen Problemen (Alkoholismus/ Drogen/ Gewalt) zu kämpfen. Der Grundtenor ist Hoffnungslosigkeit, was zu Lethargie und Lähmung führt. Neben der Armut trägt dazu maßgeblich auch die Ausgrenzung dieser Menschen durch die Gesellschaft bei. Ignoranz und Vorurteile verhindern eine sachgerechte Beurteilung der Krankheit und erschweren eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Die Kinder der Bewohner der „Kolonie“ wurden deshalb nicht an staatlichen Schulen akzeptiert. Daher gründete der Franziskanerpater Frei Daniel Kromer 1978 auf dem Areal eine Grundschule, das Educandário São José, um den meist gesunden Kindern der Leprakranken die Möglichkeit einer Grundbildung zu geben. Schulbildung ist die einzige Chance, den Teufelskreis von Armut und Krankheit zu durchbrechen und durch richtiges Verhalten die Ausbreitung von Lepra einzudämmen.
1980 folgt der Kindergarten
1982 Beginn der Partnerschaft der Christ-König Gemeinde mit dem Apoio Fraternal São José
1984 Franziskanerinnen vom Hl. Josef übernehmen die Leitung von Schule und Kindergarten
1986 verlässt Frei Daniel seine Wirkungsstätte; seine Aufgabe übernimmt Frei Ivo Theiss, OFM, und zurzeit Frei Luiz Colossi OFM
1989 wird Schwester Jaqueline Dal’Pont neue Leiterin der Schule und des Kindergartens und ist es – mit Ausnahme von 5 Jahren- noch heute
Entwicklung der Schule:
Seit 1989 ist die Zahl der Schüler und Schülerinnen kontinuierlich gewachsen
2004 waren es 270
2008 waren es 330 Kinder (11 Klassen) / 6 Lehrerinnen
2009 sind 365 Kinder angemeldet (12 Klassen / 6 Lehrerinnen)
2010 sind 410 Kinder im Apoio angemeldet (12 Klassen / 6 Lehrerinnen)
Aufgrund eines neuen Gesetzes, das Obergrenzen für Klassengrößen vorschreibt, können nur 300 der Kinder die Schule besuchen. 110 Kinder werden ganztägig anderweitig betreut. Sie nehmen an einem Projekt („Segundo Tempo“) teil, erhalten eine Mahlzeit und werden in Aktivitäten eingebunden.
Wie sieht unsere Unterstützung aus?
Insgesamt geht pro Monat ein Betrag von insgesamt 1.400,-- € an unsere Partnergemeinde in Brasilien. Dieser Betrag wird überwiegend für die Gehälter der Lehrerinnen verwendet.
Was die Bezahlung der Lehrerinnen angeht, so gibt es auch hier neue Entwicklungen. Zusammen mit der Erzdiözese Niterói tragen wir die Gehälter für 6 Lehrerinnen. Da die Lehrerinnen doppelt unterrichten, zahlt der Staat das zweite Gehalt, zurzeit 890 Real (= etwa 300,- €) 1993 wurde der Lehrerinnenfonds eingerichtet. Er soll garantieren, dass die Lehrerinnen an unserer Schule für ihre Arbeit wie an staatlichen Schulen bezahlt werden und motiviert sind, die oftmals schwierige Arbeit mit den benachteiligten Kindern fortzuführen.
Ausgerichtet war der Lehrerinnenfonds auf 4 Lehrerinnen, heute sind es 6, die alle zweimal am Tag den vollen Unterricht erteilen: 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 12.30Uhr bis 17.00. Unsere finanzielle Unterstützung wurde seit 2002 nicht erhöht, trotz der höheren Zahl der Lehrerinnen und der Zunahme der Schülerzahl.
Die Zahl der Pfarrangehörigen, die sich im Lehrerinnenfonds mit festen monatlichen Beträgen engagieren, ist dagegen gesunken. Unterstützten 2000 noch 20 Personen mit regelmäßigen Beiträgen den Fonds, so ist diese Anzahl durch Beenden und Todesfälle geschrumpft, trotz zweier „Neuzugänge“. Im Januar 2010 wurden 433€ aufgebracht. Da die Lehrerinnen in Brasilien 13 Gehälter im Jahr erhalten (18.200,-€), wäre es schön, wenn noch weitere Pfarrangehörige uns unterstützen könnten.
Wie gelangt das Geld nach Brasilien?
Der Betrag von 1.400,--€ wird monatlich mit einem Verrechnungsscheck persönlich an Schwester Jaqueline geschickt, die ihn in einer Bank in Rio umtauschen kann. Sie braucht keine Gebühren zu bezahlen, so dass unser Geld vollständig und direkt dem Apoio Fraternal São José zugute kommt. Er unterliegt lediglich den Kursschwankungen.
Wie kommt das Geld zusammen?
Durch Spenden, zum Beispiel beim Feijoada-Essen, Kollekten (Leprasonntag, Erntedankfest), Erlös des Weihnachtsbasars (alle zwei Jahre) und des jährlichen Verkaufs der adventlichen Grüngestecke, Ostereierverkauf der Jugend, die Hälfte des Erlöses beim jährlichen Pfarrfest sowie die Hälfte des Erlöses beim Tannenbaumverkauf durch die Jugend, Flohmärkte in Bonn, den Lehrerinnenfonds und Einzelspenden im Zusammenhang mit Geburtstagen, Sterbefällen oder freudigen Ereignissen.
Der Sachausschuss „Frieden-Entwicklung-Mission“ – kurz FEM – kümmert sich um die Belange der Partnergemeinde und organisiert Aktivitäten für das „Fund-raising“.
Kontakt
zwischen den Partnergemeinden besteht durch monatlichen Briefwechsel mit Berichten aus den Gemeinden, Austausch von Bildern, durch Telefongespräche und per E-Mail, Besuche.
Wichtig:
Trotz unserer Anstrengungen, Geld für unsere Partnergemeinde aufzutreiben, müssen wir zunehmend auf die Rücklagen der „fetten“ Jahre zurückgreifen. Wir brauchen neue Ideen und suchen Menschen, die uns bei der Umsetzung dieser Ideen helfen.
Außerdem suchen wir neue Verbündete im Lehrerinnenfonds:
Dauerauftrag an: KG Christ König, Bonn-Holzlar
Kontonummer: 0600452061
Bankleitzahl: 38060186
Volksbank Bonn Rhein-Sieg e.G.
Stichwort: Lehrerinnenfonds
Dies ist auch die Kontonummer für andere Spenden zugunsten unserer Partnergemeinde.
Kurt Padberg, Pastor Doris Hausbrand, FEM
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