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St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1928 Pützchen e. V.

  

Der neue Präses Pater Josey erhält von König Norbert Rösner die Präses-Nadel

Pützchener Schützen wählten neuen Präses

Pater Josey heißt der neue Präses der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1928 Pützchen. Die Schützenbrüder wählten den 45- Jährigen jüngst einstimmig in das Amt. Pater Josey Thamarassery ist seit dem 1. März 2011 als Pfarrvikar im Pfarrverband „Am Ennert“ Bonn-Beuel tätig und wird nach Abschluss der Umbuarbeiten im Pützchener Pfarrhaus im Schatten der Wallfahrtkirche „St. Adelheid“ wohnen.

Pater Josey stammt aus dem süd-indischen Bundesstaat Kerala. Dort ist er mit 15 Jahren in den Orden der „Karmeliter von der unbefleckten Empfängnis Mariens“ (Carmelites of Mary Immaculate –CMI) eingetreten. Nach der Priesterweihe arbeitete er zunächst in der Nordindien-Mission, ehe er vor zehn Jahren zur Promotion nach Deutschland kam. 2007 erwarb er für sein 789 Seiten starkes Werk über die Evangelisierung Indiens den Doktortitel. Sein Orden ernannte ihn danach zum Koordinator für die derzeit 112 Ordensleute, die hierzulande in Gemeinden arbeiten. Er war auch selbst in der Seelsorge tätig, nämlich in Neuss-Norf und in Bonn-Friesdorf. Pater Josey freut sich darauf in Pützchen und im Seelsorgebereich am Ennert „eine neue Heimat zu finden.“ Dass sein Orden ausgerechnet in Pützchen, wo seit dem 17. Jahrhundert eine karmelitische Tradition fortgeführt wird, die „Deutschland-Zentrale“ einrichtet, empfindet der sympathische Priester „als positives und wegweisendes Zeichen.“

Brudermeister Wilhelm Wester führte den neuen Präses in seine Aufgabe ein, indem er ihm die Präsel-Nadel ans Revers heftete. Pater Josey dankte den Schützenbrüdern für das Vertrauen.
 

Schülerprinz Maximilian Roth entzündet die neue Votivkerze in der PfarrkircheSchülerprinz Maximilian Roth entzündet die neue Votivkerze in der Pfarrkirche
Jubiläums-Kerze entzündet
Pützchener Schützen feiern 75 jähriges Bestehen der Jungschützen-Abteilung

Feierlich trug Schülerprinz Maximilian Roth zu Beginn des Hochamtes am Fest des Heiligen Sebastian, dem Patronatstag der Schützen, eine neue Kerze in die Pützchener Kirche.
Nachdem Pater Josey die Kerze gesegnet hatte, entzündete der Schülerprinz die Votivkerze zum ersten Mal. Mit dieser symbolischen Handlung eröffneten die Sebastianer das Jubiläumsjahr anlässlich des 75 jährigen Bestehens der Jungschützenabteilung.

Im Jahr 1937, dem neunten Jahr ihres Bestehens, hatten die 27 Mitglieder der noch jungen Bruderschaft beschlossen, eine Jugendabteilung zu eröffnen. Das Protokoll weist aus, dass auf einen Schlag zehn Jugendliche in die Männer-Bruderschaft aufgenommen wurden. Brudermeister Wilhelm Wester erinnerte in einer kurzen Ansprache zu Beginn der Hauptversammlung, die sich an den Gottesdienst anschloss, an die mutige Entscheidung der Altvorderen, die in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes ganz bewusst den Jugendlichen eine Heimat außerhalb der ideologisch gleichgeschalteten staatlichen Jugendorganisationen bieten wollten. Er ließ auch nicht unerwähnt, dass die Bruderschaft beinahe von den brauen Machthabern aufgelöst worden war, weil die Schützenbrüder in Uniform an der Fronleichnamsprozession im Juni 1937 teilgenommen hatten.

Heute gehören der Pützchener Schützenbruderschaft 131 Mitglieder darunter 17 Schüler- und Jungschützen im Alter von 9 bis 22 Jahren an.


 

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