Von "Obera" nach "Posadas"

Nach 37 Jahren Unterstützung von Obera müssen wir das Projekt leider loslassen, weil Schwester Juana, unsere Verbindungsgarantie, gestorben ist und „Schönstatt" die Arbeit dort nicht mehr fortsetzen kann. Aber ohne eine Garantie, dass unsere Gelder auch wirklich ankommen, können wir eine Weiterarbeit dort nicht verantworten. Unser neuer Pfarrgemeinderat hat sich schwergetan, jetzt Obera loszulassen, weil die Schulkinder ja weiter der Unterstützung bedürfen. Das Kindermissionswerk in Aachen hat uns jetzt ein neues Projekt zugewiesen, das eigentlich noch mehr unserer Hilfe bedarf: Es ist das „Viertel der Vergessenen" in Posadas, ein Armenviertel in der Provinzhauptstadt ca. 80 km von Obera entfernt, das von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung geprägt ist. Wir gehen noch näher darauf ein. Seit 2005 arbeitet dort schon die Organisation „CIDIN", ein ganzheitliches „Zentrum für kirchliche Entwicklung."

Da wir „Obera" aufgeben müssen, weil die Schönstätter sich auch dort im Zuge des mangelnden Nachwuchses zurückgezogen haben, erleben wir in unserem neuen Projekt „Posadas" noch eine Steigerung der Armut. Den Kindern im „Viertel der Vergessenen" fehlt gesundes Essen und sauberes Wasser. Erschreckend viele Kinder sind unterernährt.
Denn hat eine Mutter nicht genug zu essen, kann sich ihr Kind im Leib auch nicht gesund entwickeln. Darum kommen diese Kinder auch in der Schule nicht mit und ihre Auffassungsgabe ist langsamer als die ihrer Altersgenossen – auch eine Folge der Unterernährung. Weil dieses Viertel bei der letzten Volkszählung nicht berücksichtigt (!) wurde, erhalten die Bedürftigen auch nicht einmal mehr die ohnehin schmale Lebensmittelhilfe. Aber es gibt Hoffnung durch die Organisation „CI-DIN", die sich mit dem Kindermissionswerk (= Sternsingen) mit einer Ärztin, einer Logopädin, einer Psychologin und mehreren SozialarbeiterInnen um diese Familien kümmert: Alphabetisierungs-, Koch-, Nähkurse – wie auch Seminare zur Hygiene, gesunden Ernährung und Wasseraufbereitung. – Sie sehen, auch hier zählt jede Spende. Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrer Unterstützung auf dieses „Viertel der Vergessenen" einschwenken.

Aktion: "Jeder Cent zählt"

Jeder von uns ärgert sich sicherlich schon mal über das „kleine Geräppel“ in seinem Portemonnaie. Daher kam uns die Idee eine Cent-Sammelaktion zu starten, und würden uns freuen, wenn Sie diese Aktion „Jeder Cent zählt“ unterstützen würden.

 

Es wäre schön, wenn auch Sie Centstücke (ein, zwei und fünf Cent) für unsere Oberá-Aktion sammeln – denn jeder Cent zählt.


An jedem ersten Samstag/Sonntag – Gottesdienst stellen wir eine Kiste auf, in der Sie Ihre Centstücke einwerfen können.