Caritas

Die Caritas Rhein-Erft blickt zurück auf 2014

Jahresbericht Einblicke vorgestellt

 

Der Caritasvorstand blickt zurück auf ein Jahr, in dem der Wohlfahrtsverband aufgrund einer weiter steigenden Nachfrage nach Beratung, Pflege und anderen Angeboten leicht gewachsen ist. So betreuten die ambulanten Pflegedienste 200 Patienten mehr, rund 50 neue Klienten zählt der Hausnotruf. Durch einen Anbau konnten die Kitaplätze in der Kita St. Katharina Frechen auf jetzt 70 Plätze in vier Gruppen ausgeweitet werden. Die Gesamtleistung des Verbandes stieg um 5 Prozent auf rund 63 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Georg Falterbaum erläuterte, dass 70 Prozent der Kosten auf die Personalausgaben entfallen. Zum Jahresende zählte die Caritas als einer der größten Arbeitgeber im Rhein-Erft- Kreis 1.557 Beschäftigte, darunter 71 Auszubildende.

 

Die Flüchtlingsberatung der Caritas meldet in diesem Jahr eine Verdopplung der Zahl von Rat- und Hilfesuchenden. Aktuell konnte für Beratung und Koordination eine weitere halbe Stelle eingerichtet werden. Falterbaum betonte, dass die konkrete Hilfe für die aus Kriegs- und Krisengebieten geflohenen Menschen allen voran von den unermüdlichen Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden kommt. „Der Einsatz dort ist unglaublich“, so der Vorstandsvorsitzende. Von verbandlicher Seite setzen sich auch die Caritas-Einrichtungen wie die Offene Jugendarbeit, Kitas und die Caritas-Beratungsstellen in allen Städten mit ihrer Sozialberatung für sie ein.

 

Sorgen bereitet dem Vorstand der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Das betrifft sowohl Erzieherinnen und Erzieher für die Kindertagesstätten als auch ausgebildete Pflegekräfte. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden immer mehr Pflege- und Betreuungskräfte für ältere Menschen benötigt. Es gibt jedoch zu wenige Ausbildungsplätze in der Altenpflege im Kreisgebiet. Pflegefachkräfte sind daher schwer zu finden. Die Caritas selbst investiert in Nachwuchs: Sie bildet am eigenen Fachseminar für Altenpflege parallel rund 60 Pflegekräfte aus, auch wenn die gezahlten Sätze für die Ausbildung nicht auskömmlich sind. Jedes Jahr schließen etwa 20 Absolventen die Ausbildung ab.

 

Auf neue gesellschaftliche Herausforderungen reagierten die Dienste und Einrichtungen der Caritas zum Beispiel mit der Eröffnung eines neues Demenz- Cafés in Pulheim-Brauweiler und mit Projekten der Erziehungsberatungsstellen für lange übersehene Kinder aus Familien mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil.

 

Als Erfolgsgeschichte ist der Stromsparcheck in Brühl zu werten: in einem Jahr konnten in 132 armen Haushalten Stromsparchecks durchgeführt werden, die zu einer rechnerischen Ersparnis von knapp 130 Euro im Jahr pro Haushalt führen. Auch die Kommune und die Umwelt profitieren.

 

 Der Jahresbericht „Einblicke“ liegt in Städten, Pfarrgemeinden und den Caritas-Einrichtungen aus und ist für jedermann erhältlich unter Mail: albers@caritas-rhein-erft.de oder Telefon 02233 7990-9111

 

Zum Herunterladen:

Geschäftsbericht des Deutschen Caritasverbandes e. V. für das Jahr 2014