Tod und Trauer

Beistand in schweren Zeiten

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schwer. Unsere Seelsorger stehen Trauernden bei und bieten ihnen die Tröstungen der Kirche an: Der Tod ist für den gläubigen Christen die Tür zum Himmel, zur Vollendung bei Gott. In unseren Gottesdiensten beten wir für die Toten und gestalten ihnen einen würdevollen Abschied.

Beileidbesuch


Ein Priester der Gemeinde sucht vorher die Angehörigen auf und bereitet mit ihnen den Gottesdienst und die Beerdigung vor. Die Exequien (Totengottesdienste) finden in unserer Pfarreiengemeinschaft vormittags statt. Anschließend – oder bei Urnenbegräbnisse oft zu einem späteren Zeitpunkt – findet die Beerdigung statt.


Beerdigung

Den Totengottesdienst begehen wir als Eucharistiefeier, als Gedächtnis an Tod und Auferstehung Jesu. Oft  befindet sich dabei der Sarg oder die Urne des Verstorbenen vor dem Altar. So feiern wir mit dem Toten das Fest der Auferstehung.

Begleitung

Auf  Wunsch der Angehörigen feiern wir zusammen mit den Angehörigen in einem der Gemeindegottesdienste ein Sechswochenamt. In den folgenden Jahren wird auf Wunsch der Angehörigen bei Messfeiern namentlich des Toten gedacht und sein Angedenken bewahrt.

Auch nach der Feier der Exequien und der Beerdigung steht der Priester den Trauernden als Weggefährte zur Verfügung.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an unsere Pfarrbüros, oder lassen Sie über einen Bestatter den Kontakt zu uns herstellen.

 

 

Helfen, wenn der Abschied naht

 

Vor einiger Zeit saß ich als Koordinatorin des Beueler Hospizvereins am Bett einer älteren Dame. Ihr Neffe hatte angerufen, weil er nicht mehr weiter wusste. Die alte Dame lebte mit ihrem Ehemann seit vielen Jahren

in der gleichen Wohnung. Vor einigen Wochen war bei ihr eine Krebserkrankung festgestellt worden, der Ehemann war seit vielen Jahren dement. Der alten Dame ging es in den letzten Tagen zunehmend schlechter. Sie konnte nicht mehr aufstehen, auch nicht zur Toilette oder zum Waschen, hatte Schmerzen; aber ihre ganze Sorge galt ihrem

Mann.

Noch am gleichen Tag konnten wir einige Dinge organisieren, die hilfreich waren; z.B. einen Pflegedienst finden, der bei der Körperpflege half. Eine unserer ehrenamtlichen Hospizhelferinnen war da und kümmerte

sich vor allem um den Ehemann. Gemeinsam konnten wir mit dem Neffen sprechen, welche Hilfen das örtliche Netzwerk noch bietet. Und die Klientin selbst wollte über ihren nahenden Tod sprechen, ihre Beerdigung

und wie es dann mit ihrem Mann weitergehen könnte. Unsere Helferin besuchte die beiden immer wieder, setzte sich an das Bett der Klientin, um ihre Sorgen anzuhören oder einfach nur, um bei ihr zu sein. Sie erledigte Besorgungen und gewann das Vertrauen des dementen Ehemannes. So kehrte eine Art Ruhe in eine vorher so sorgenvolle

Situation ein. Wenige Tage später fand der Pflegedienst morgens die alte Dame tot im Bett, sie war in der Nacht neben ihrem Ehemann liegend verstorben, der nichts bemerkt hatte. Vielleicht war es das Wissen, dass alles geregelt war, was ihr den Abschied leichter gemacht hatte.

Menschen in einer solchen oder ähnlichen Situation zu begleiten, das ist das Anliegen der ambulanten Hospizdienste, auch des Beueler Hospizvereins. Wir begleiten schwer kranke und sterbende Menschen zu Hause, wobei der kranke Mensch mit seinen ganz individuellen Bedürfnissen im Vordergrund steht. Unsere Ehrenamtlichen, die alle eine intensive Ausbildung hinter sich haben, entlasten aber auch die Angehörigen. Mit ihrer Anwesenheit, gewöhnlich zwei bis drei Stunden in der Woche, bieten sie ihnen eine Pause zum Durchatmen oder für Erledigungen.

 

Als Koordinatorin berate ich über die Möglichkeiten, die das örtliche Versorgungsnetz bietet, in dem alle in der Hospiz- und Palliativversorgung relevanten ambulanten und stationären Angebote sowie verschiedene

Berufsgruppen zusammenarbeiten. Ich helfe bei der Abfassung der Patientenvorsorge oder auch bei Anträgen für die Krankenkassen. Neben diesem Hospizbegleitungsteam gibt es auch noch eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die einmal in der Woche Senioren besuchen. Sie sind für alles da, was der alte Mensch sich wünscht, vom Spazierengehen übers Vorlesen oder kleinere Besorgungen, vor allem haben sie viel Zeit zum Zuhören und Reden.

Auch in der Trauerphase können sich Menschen an den Beueler Hospizverein wenden. Ausgebildete Trauerbegleiter sind da für Menschen nach dem Tod eines Angehörigen.

Zusätzlich bieten wir im Evangelischen Gemeindehaus in Beuel-Mitte ein Trauercafé an: jeden 3. Freitag eines Monats von 17 bis 19 Uhr.

Silvia Link

 

 

Der Beueler Hospizverein

ist eine ökumenische Initiative, die mit rund 50 ausgebildeten Hospizhelferinnen und –helfern schwer kranke und sterbende Menschen in Beuel begleitet.
Für Trauernde bietet der Hospizverein einmal im Monat ein Trauercafé oder auch Einzelgespräche mit ausgebildeten Trauerbegleitern an.
Für hochbetagte Menschen wird ein regelmäßiger Besuchsdienst von einer Seniorenbegleitungsgruppe angeboten.
Ansprechpartnerin ist die Koordinatorin des Beueler Hospizvereins, Dr. Silvia Link, Tel: 4224344.


Nähere Informationen zu Terminen und den Angeboten finden Sie auf der Homepage des Beueler Hospizvereins unter dem folgenden Link:

Beueler Hospizverein