Auf der Suche nach dem Heiligen Geist

70 Jungen und Mädchen aus den drei Ennert-Gemeinden – die meisten 15 oder 16 Jahre alt – haben sich am 1. März in einem Gottesdienst und einem ersten Treffen auf den Weg zur Firmung am 4. bzw. 7. November gemacht. Pater Thomas wählte  als Evangelium das Pfingstereignis aus: Jesu Jünger, kurz zuvor noch mutlos und ohne Antrieb, waren plötzlich wie verwandelt und traten als BeGEISTerte vor das Volk, um von Jesus zu erzählen. Ihr Leben hatte einen neuen Sinn bekommen. Sie waren voller Hoffnung, sahen ihren Weg und ihre Aufgabe klar vor sich und waren sich sicher, dabei Gott immer an ihrer Seite zu haben.

Und unsere Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenwerden in einem Land,  das zwar Frieden hat und so viele Möglichkeiten bietet? Sicherlich gilt für die meisten, dass sie auf der Suche sind: auf der Suche nach dem richtigen Beruf oder Studiengang, nach den richtigen Freunden, nach der großen Liebe, nach ihrem Platz im Leben, nach Halt und Orientierung. 

Da sind gewiss Ängste: nicht dazu zu gehören (nicht cool zu sein). Ausgeschlossen zu werden durch abfällige Bemerkungen oder Gruppenzwang tut weh. Da sind die Auseinandersetzungen mit Eltern und Lehrern, deren Ratschläge nicht akzeptiert werden. Da sind Enttäuschungen durch angeblich beste Freunde, vielleicht auch unerfüllbare Träume und Wünsche, schlechte Stimmung oder gar tiefe Traurigkeit, eine persönliche Krise.

Jede Gesellschaft und jede Religion nimmt den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden ernst. Deshalb feiert die katholische Kirche in dieser Phase das Sakrament der Firmung – im Vertrauen, dass Gott den jungen Menschen stark für seinen ganz persönlichen Weg macht, ihm Orientierung in der Sinnsuche, Selbstbewusstsein für die Entwicklung seiner Persönlichkeit, Freude am Leben, am Miteinander und am  Glauben schenkt.

Zur Vorbereitung auf die Firmung durch Weihbischof Ansgar Puff treffen sich die Jugendlichen zehn Mal in kleinen Gruppen, die von einem Katecheten oder einer Katechetin geleitet werden. Gearbeitet wird mit dem Firmkurs „STARK! – Mich firmen lassen“, der mit Texten, Liedern und  Filmen das Leben der Jugendlichen mit der Lehre der Kirche in Verbindung bringt und zu Gesprächen anregt. Hinzu kommt ein gemeinsamer Tag im Juni und ein Fest der Versöhnung im Oktober. Neben den Sonntagsmessen lernen die FirmanwärterInnen  auch verschiedene „geistliche „Events“ – Taizé-Gottesdienste, Night-Fever etc. kennen und absolvieren eine „soziale Aufgabe“, um christliches Wirken hier bei uns zu entdecken.   

Firmung-Dornbusch

 

 

 

Im Eröffnungsgottesdienst gestalteten die FirmanwärterInnen einen brennenden Dornbusch.   

 

                                                                          

 Brigitte Linden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glaubensinfo Firmung

 

Bei der Firmung breitet der Bischof die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf den Firmanwärter oder die Firmanwärterin herab. Er zeichnet das Kreuz auf die Stirn, salbt mit Öl (Chrisam) und spricht die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“  Der gefirmte Christ hat damit den Auftrag, am Reich Gottes mitzubauen und für Christus Zeugnis zu geben.

 

 

Firmung

Der Heilige Geist – ein Geschenk Gottes

Jede Gesellschaft, jede Kultur, jede Religion nimmt den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden wahr und ernst. Das ist einer der Gründe, warum die Gemeinschaft der Kirche an diesem Übergang das Sakrament der Firmung feiert.  Jungen Menschen soll für den Weg des Erwachsenwerdens und der Selbständigkeit die Hilfe des Glaubens mitgegeben werden: Gottes Geist.

 

Die Botschaft der Firmung ist Gottes Zusage: "Ich habe dich lieb. bin für Dich da! Ich begleite Dich auf Deinem Lebensweg, wie immer dieser Weg verläuft.“ Dazu sendet er die Gaben des Heiligen Geistes, damit sie  den Heranwachsenden Orientierung schenken in der Sinnsuche, dass sie Selbstbewusstsein und Stärke bringen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihnen zu einem vertrauensvollen Menschen- und Gottesbild verhelfen.

Bei der Firmung breitet der Bischof die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf den  Firmling herab. Er zeichnet ihm das Kreuz auf die Stirn, salbt ihn mit Öl (Chrisam) und spricht die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“  Denn der Firmling gehört zu dem Volk, von dem es im ersten Petrusbrief heißt: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2,9). Der Firmling hat also einen Auftrag: mit dem Volk Gottes zu leben und für Christus Zeugnis zu geben.

Firmvorbereitung

Das Sakrament der Firmung wird in unserer Pfarreiengemeinschaft alle zwei Jahre im Herbst gespendet, das nächste Mal 2015. Eingeladen werden Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren und auch ältere, die noch nicht gefirmt sind.

Zur Vorbereitung treffen sich die Jugendlichen in Gruppen zu acht bis zehn Teilnehmern, die von einem Katecheten oder einer Katechetin geleitet werden, alle 14 Tage für eine Doppelstunde, hinzu kommen einige Treffen in der Großgruppe. Gearbeitet wird mit dem neuen Firmkurs „STARK! – Mich firmen lassen“, der mit Texten, Liedern und  Filmen das Leben der Jugendlichen mit der Lehre der katholischen Kirche in Verbindung bringt und zu Gesprächen anregt.

Neben den Sonntagsmessen lernen die Firmlinge auch verschiedene „Event“-Gottesdienste“ (Taizé-Singen, Night-Fever) kennen und absolvieren an einem Tag einen sozialen Dienst.

An einem Einkehrtag mit einer Übernachtung stehen neben geistlichen Impulsen, einer Katechese zum Sakrament der Versöhnung und der Beichte auch Spiele, Spaß und ein  Filmabend auf dem Programm.

Nach Möglichkeit wird eine Fahrt nach Taizé angeboten.

Firmpaten

Die Jugendlichen werden bei der Anmeldung darauf aufmerksam gemacht, einen Paten oder eine Patin zu suchen, der/die für sie eine religiöse Autorität darstellt und selber katholisch und gefirmt ist. Er/sie muss nicht unbedingt aus der Familie kommen. Der Pate soll den Jugendlichen auffangen, wenn es mit dem gelebten Glauben bergab gehen sollte. Er soll ihm Hilfestellung sein, aktiv weiter dabei zu bleiben und den christlichen Auftrag, der mit der Firmung verbunden ist, wahrzunehmen.

Firmgottesdienst

Bei Firmungen im zweijährigen Rhythmus wird es in der Regel aus Platzgründen nicht möglich sein, dass es eine gemeinsame Feier für alle Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft gibt, so dass eine Feier in St. Adelheid und eine in Christ König stattfindet, die Aufteilung auf die Kirchen erfolgt nach Kleingruppen, nicht nach Gemeindezugehörigkeit.

 

Erwachsenenfirmung

Wenn Sie als Erwachsene gefirmt werden möchten, gibt es mehrere Möglichkeiten der Vorbereitung:

Firmung im Rahmen der Erwachsenentaufe
Erwachsene, die noch nicht getauft sind, empfangen bei der Tauffeier die Firmung. Die Vorbereitung findet individuell zusammen mit der Taufvorbereitung statt. Taufender und Firmender ist der Priester vor Ort.

Firmung in der Pfarrei
Alle zwei Jahre kommt der Weihbischof in unsere Pfarreiengemeinschaft, um die Firmung zu spenden. Als Erwachsene haben Sie die Möglichkeit, sich in die Firmvorbereitung der Jugendlichen zu integrieren (z.B. als Katechetin), oder es finden sich mehrere Erwachsene, die gefirmt werden wollen, die dann zusammen eine Vorbereitungsgruppe bilden. Ggf.findet eine individuelle Vorbereitung durch einen der Seelsorger statt.

Firmung im Bistum
Darüber hinaus gibt es für interessierte Erwachsene die Möglichkeit an einem Vorbereitungskurs auf Bistumsebene in Köln teilzunehmen. Durchgeführt wird dieser Kurs von der Katholischen Glaubensinformation Fides.

Link: www.firmung-feiern.de