Arbeitsbericht 2013 des Kongo-Förderkreises

 

                                                                                                          Bonn, den 15.10.2013

 

Liebe Freunde und Förderer unserer Projektarbeit im Kongo

 

Seit 2000 fördern wir mit Ihrer Hilfe Projekte im Kongo. Zusammen mit Pfarrer Dr. W. Manzanza und den Partnern im Kongo hat der Kongo-Förderkreis  die Projekte geplant und organisiert. Fast jährlich wurden die Projekte  durch Pfarrer Manzanza vor Ort geprüft.

 

Vor allem der  persönliche Einsatz der vielen Freunde und  Förderer der Projektarbeit im Kongo machten es  möglich, dass wir  auf eine erfolgreiche Arbeit von 13 Jahren zurückschauen  können.

 

Über diese Arbeit möchten wir einen Bericht  vorlegen.

 

Die beachtliche Summe von

rd.  150 000 €

 

kam zusammen und wurde für die   Projekte im Kongo eingesetzt  und zwar an verschiedenen Orten in der Diözese Kikwitt (Heimatdiözese von Pfarrer Manzanza):

 

1. in der Großgemeinde Yasa

                                              

 Aufbau eines Bauernhofes:

 

  • Förderung der landwirtschaftlichen Produktion (Maniok, Reis, Ananas)
  • Bau eines Schweinestalls mit Tierhaltung
  • Fischzucht ( Anlage von zwei großen Fischteichen)
  • Anschaffung einer Großviehherde

 

Anschaffung von teuren Maschinen

  • mobiles Sägewerk
  • große Reisschälmaschine

 

Anschaffung von Schulbüchern für mehrere Schulen in der Großgemeinde Yasa

 

2. in Kiniati ( Ort in der Großgemeinde Yasa) :

  • aufwändige Restaurierung eines großen Gymnasiums, dass einst von Jesuiten errichtet wurde.

 

3. in Mosango (zusammen mit einer Gruppe aus Hanau und Hildesheim):

  • Aufbau  einer großen Ausbildungsstätte für Krankenpfleger. Diese Schule wurde bei der Eröffnung von der staatlichen Provinzregierung als Vorbild für ähnliche Projekte hervorgehoben. Aufgrund ihrer guten Infrastruktur wurde sie seit September 2012 als  5. Krankenpflegeschule im Kongo ausgewählt, die zusätzlich zu Krankenschwestern und Krankenpflegern auch Hebammen ausbildet.

 

4. in Ngongo- Mukwati ( die  Gemeinde St. Antonius Bonn-Holtdorf ist hier vorrangig

                                                                                    engagiert)

  • Unterstützung beim Aufbau einer sehr erfolgreichen Grundschule
  • Lieferung  der Schulbänke (dank unseres mobilen Sägewerkes)

 

5. in Kinshasa:

  • Bau eines Studentenwohnheimes

 

  Unsere finanziellen Mittel speisten sich aus zwei Quellen

 

1. Spenden

 

Die Spenden kamen aus der Gemeinde St. Adelheid, aber auch von Personen außerhalb dieser Gemeinde. Es waren kleine und große Spenden, zum Teil von Personen, die persönlich nicht einmal allen bekannt waren. Die Zuverlässigkeit und Großzügigkeit  der Spender waren für den Kongo-Förderkreis  über den finanziellen Nutzen hinaus ein wichtiger Vertrauensbeweis.

 

2. Aktionen

(Verkauf von Osterhasen,  Kongotag, Basare, Benefizkonzerte, Vorträge,

Cafeteria am Pützchensmarkt)    

 

Der Verkauf von Osterhasen und Ostereiern am  Karsamstag und Ostersonntag war eine kleine Aktion, aber bei vielen beliebt.

 

Der alljährlich stattfindende  Kongotag begann mit einem  Gottesdienst, in dem meist afrikanische Chöre den Gottesdienst  mit afrikanischen Liedern und Rhythmen gestalteten. An den Gottesdienst schloss sich ein gemeinsames, einfaches Essen im Pfarrzentrum an.

 

Unsere 'Basarfrauen' haben über Jahre für die Vorbereitung von Basare unermüdlich gearbeitet. Diese Basare fanden dann in unregelmäßigen Abständen immer mit gutem Ertrag statt .

 

Die Benefizkonzerte waren geschätzte kulturelle Ereignisse, die  in geselliger Runde bei Wein und Brot  ihren Abschluss fanden.

 

Auf großes Interesse stießen die alljährlichen Reiseberichte von P. Jurgilewitsch, der einst   Organist und Kantor in Pützchen war und jetzt als  Kreuzfahrtdirektor auf der MS-Deutschland  tätig ist.

 

Ein Großereignis war über viele Jahre die 'Cafeteria am Pützchens Markt', in der in Stoßzeiten bis zu 80 Personen mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen bedient wurden. Die Zusammenarbeit der vielen Kuchenspender, der Helfer in der Cafeteria und Küche sowie der Helfer aus Holzlar und Holtdorf machten dies möglich.

Die Cafeteria war bei den Besuchern wegen des guten und preiswerten Kuchens, aber auch als geselliger Treffpunkt beliebt und nahm als Haupteinnahmequelle für die Arbeit des Kongo-Förderkreises einen besonderen Platz unter allen Aktionen ein.

Alle diese Aktionen waren nur möglich, weil viele Personen im Wissen um eine gute Sache  sich ohne Entgelt einbrachten. Dadurch war es auch möglich, die Unkosten gering, ja fast  gegen Null zu halten. In diesem Zusammenhang darf auch erwähnt werden, dass Herr Gehring, Mitglied des Kongo-Förderkreises, auf eigene Kosten alle Orte unserer Projekte im Kongo aufgesucht hat.

 

Aufgrund der veränderten Situation in den letzten Jahren aber kann der Kongo-Förderkreis seine Hilfeleistung nach dem ursprünglichen Konzept nicht mehr gewährleisten. Die Rahmenbedingungen für die 5 alljährlichen Aktionen als wichtige Einnahmequelle haben sich durch strukturelle Veränderungen in der Gemeinde und durch das zunehmende Alter unserer Mitstreiter geändert, so dass unsere finanzielle Mittel in der letzten Zeit sich vorrangig aus Spenden  gespeist haben. Die Projektarbeit bis zum Bau des Studentenheimes in Kinshasa  können wir noch dank unseren Rücklagen mittragen. Dann sind aber unsere Rücklagen aufgebraucht. Sollte noch ein Rest bleiben, so wird dieser auf das Spendenkonto in Hildesheim (s.u.) überwiesen.

 

Diese Situation führt uns dazu, ab dem 31.12.2013 die Tätigkeit des Kongo-Förderkreises in ihrer bisherigen Form (mit den vielen Aktionen) einzustellen.

 

Der Kongo aber ist immer noch ein Entwicklungsland und die Probleme sind nach den langjährigen Unruhen nicht weniger geworden. Pfarrer Dr. Willy Manzanza, den wir in diesen 13 Jahren gemeinsamer Arbeit geschätzt und lieb gewonnen haben und dem wir auch in Zukunft vertrauen können, wird weiter für seine Projekte auf Unterstützung angewiesen sein. Das Interesse und das Engagement für seine Projektarbeit im Kongo werden auf Spendenbasis weiter gefördert. Darum bitten wir die Spender der guten Sachen treu zu bleiben. Ihre Hilfe reiht sich ein in die Förderung, die Dr. Manzanza von Gruppen in Hanau und Hildesheim erhält.

Selbstverständlich werden weiterhin Spendenquittungen ausgestellt, nur nicht mehr über die Pfarrgemeinde  St. Adelheid in Pützchen, sondern unmittelbar  über die Pfarrgemeinde St. Mauritius in Hildesheim , wo Dr. Manzanza Pfarrer ist.

 

Das dortige Spendenkonto:

Sparkasse Hildesheim

                                 BLZ  259 501 30    Konto-Nr. 990 755 70                        

 

Konto-Inhaber ist die Pfarrgemeinde St. Mauritius. Das Konto ist nur für Kongoprojekte.

Kontakt mit dem Pfarrbüro in Hildesheim unter

                                                      Tel. 05121/42699                                                                   

pfarramt@st-mauritius-online.de

Manzanza 

                                                        Kontakt mit Pfr. Dr. Willy Manzanza                                                                      

Bergstraße 57        31137 Hildesheim

                                                        Tel. 05121/42699                                                               

                            Email: willma1972@yahoo.de                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Freunde und Förderer,

 

es war eine lange und erfolgreiche Arbeit, auf die wir alle mit einem gewissen Stolz zurückschauen können. Sie haben uns Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung geschenkt. Dafür sei allen ganz herzlich gedankt!

 

Besonders sei gedankt:

  • den Basarfrauen;
  • den 'Bäckern' der Cafeteria am Pützchens Markt;
  • den Köchen des Kongotages;
  • dem Altenheim Albertus Magnus für die Unterstützung beim Fastenessen;
  • dem 'Küchenpersonal' im Pfarrzentrum;
  • den Kindern, die sich mit großer Freude eingesetzt haben;
  • den Künstlern unserer kulturellen Veranstaltungen;
  • den beiden Damen, die ehrenamtlich die Gelder professionell verwaltet haben;
  • der hilfsbereiten und freundlichen Hausmeisterin;
  • den Übersetzern der Briefe, die aus dem Kongo kamen bzw. in den Kongo geschickt wurden;
  • den Steylern Missionaren in St. Augustin für den sicheren Geldtransfer nach Kinshasa und manch guten Ratschlag;
  • den Schülern der Gesamtschule Bonn-Beuel und deren ehemaligem Leiter, Herrn Nimpsch (jetzt Oberbürgermeister von Bonn) für den Benefizspendenlauf;
  • den Pfarrern und der Pfarrgemeinde von St. Adelheid;
  • allen, die zur aktiven Hilfe bereitstanden, wo auch immer Arbeit anfiel;
  • und nicht zuletzt den   Spendern

 

Für Sie  gibt es weiterhin   zwei Kontaktpersonen:

 

W. Schüßler, Karmeliterstr.26 53229 Bonn Tel.: o228/484346

H. Gehring, Siebengebirgsstr. 70  53229 Bonn Tel.: 0228/ 431132

 

Herr Jurgilewitsch wird seine alljährlichen sehr beliebten Reiseberichte, soweit es seine beruflichen Verpflichtungen zulassen,  weiterhin  in den Dienst der guten Sache stellen und zugleich damit seine Zuhörer erfreuen. In diesem Jahr ist Herr Jurgilewitsch im Dezember 2013 durch seine Verpflichtung auf der MS-Deutschland verhindert. Er hat aber  für  Anfang  2014 seine Bereitschaft zu einem neuen Vortrag zugesagt. Dafür herzlichen Dank! Wir laden Sie aber jetzt schon zu einem Kongoabend  am 17.12.2013 ein, zu dem auch Pfarrer Dr. Manzanza kommen wird.  Hierzu erhalten Sie noch Anfang Dezember eine besondere Einladung.

 

Seien Sie herzlich gegrüßt!

 

 W. Schüssler       J. Moos