Wachsen und Werden der jungen Gemeinde Christ König

 

Über Jahrhunderte hindurch waren die Orte Hoholz, Gielgen, Roleber, Kohlkaul und Holzlar, deren katholische Bevölkerung heute zu der Pfarrei Christ König gehört, gekennzeichnet durch eine Vielzahl einzelner Höfe und Häuser, von Hecken und Zäunen umgeben, deren Zugänge abends verschlossen wurden. Die katholischen Gläubigen verteilten sich auf fünf Kirchen: Stieldorf, Pützchen, Hangelar, Niederholtorf und die Schlosskapelle Birlinghoven.

 

Im Jahr 1925 entstand dann in Holzlar erstmals eine Initiative, eine eigene Kirche zu errichten. Die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Lage der Kirche – auf dem Berg oder im Tal – hemmten jedoch die Spendenbereitschaft. Als wichtige Mitglieder der Initiative plötzlich starben, erlahmte der Schwung. Nazizeit und II. Weltkrieg brachten das Projekt zum Erliegen.

 

Es war der damalige Gemeindebürgermeister Reinold Hagen, Gründer des Kautex-Werkes, der 1951 die Kirchbaufrage erneut aufgriff. Als bester Platz für das Gotteshaus wurden erneut die Parzellen in der Nähe der Schule angesehen. Durch Hagens persönliche und wirtschaftliche Möglichkeiten und Beziehungen wurden rasch die Weichen gestellt. Köln sagte Gelder zu, und Hagen stiftete drei Morgen Tauschland, so dass der vorgesehene Bauplatz, rund 5.000 Quadratmeter, erworben werden konnte.

 

Den ersten Spatenstich machten am 20. Juni 1952 die Jungen des 8. Schuljahrs mit ihrem Lehrer: Sie zogen einen längeren Graben zur Bodenprobe. Am 15. Januar 1953 rückte dann ein schwerer Bagger an, und die Ausschachtungsarbeiten begannen. Noch im selben Jahr, am 13. Dezember, wurde die Christ König-Kirche durch Prälat Lewen aus Köln benediziert, und am 3. Januar 1954 konnte der erste Pfarr-Rektor – die junge Gemeinde war zunächst als Rektorat errichtet – in sein Amt eingeführt werden: Ludwig Jacobs.

 

Doch die Zusammenarbeit zwischen Pfarrer und Gemeinde funktionierte nicht richtig, denn Jacobs war psychisch labil und hatte in vielem ganz andere Vorstellungen als seine junge Gemeinde, und so ließ er sich nach nur zehn Monaten, am 8. November 1954, versetzen. Vier Tage später wurde Heinrich Vobbe aus Bad Honnef, zuvor Kaplan an St. Marien in Köln-Kalk, zum zweiten Pfarr-Rektor der Christ Königs-Gemeinde ernannt, doch musste er aufgrund einer schweren Erkrankung des Pfarrers in Kalk zunächst dort seinen Dienst weiterhin versehen und konnte erst am 31. März 1955 die Seelsorge in Holzlar übernehmen. Während der dazwischen liegenden vier Monate war das Pfarr-Rektorat von dem rührigen Kaplan Friedrich Coquelin verwaltet worden.

 

In der Einführungsandacht bezeichnete Vobbe die Krankenbesuche und die Jugendpflege als vordringliche Aufgaben. Es hatten sich auch bereits einige Gruppen gebildet: Jungenschaft, Jungmannschaft, Mädchen- bzw. Jungmädchen und Frauenjugend mit den Laienführern Helene Heck aus Pützchen und Heinrich Dörr aus Kohlkaul, ferner den Gruppenführern Bernhardine Weiland (jetzt Knoch) und Ferdi Holzäpfel.

 

Am 26. Juni konnte Pfarr-Rektor Vobbe in den Gottesdiensten verkünden, dass die Rektoratsgemeinde „Christkönig“ am 1. August zur selbständigen Rektoratspfarre erhoben werde. Einen Monat später, am 1. August 1955, erhob Kardinal Frings die Pfarrei mit Zustimmung des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen zur selbständigen Kirchengemeinde. Ihre Grenzen stimmten mit der damaligen politischen Gemeinde überein. Am 13. November wurde in einer Andacht die Orgel geweiht, ein Instrument mit zehn Registern von der Firma Klais in Bonn. Am 20. November fand die erste Kirchenvorstandswahl statt. Zweiter Vorsitzender (nach dem Pfarrer) wurde Reinold Hagen. Um den Zusammenhalt der Gemeinde zu festigen, war aus jedem Dorf eine einflussreiche Persönlichkeit vorgeschlagen und gewählt worden.

 

So konnte für den 11. Dezember (Sonntag Gaudete) die Feier der Pfarrerhebung festgesetzt und Pfarrer Heinrich Vobbe offiziell in sein Amt eingeführt werden. Hagen dankte in dieser ersten Zusammenkunft der Pfarrgemeinde allen, die zum Kirchbau beigetragen hatten. Dennoch bleibe viel zu tun. Hagen: „Die Kirche steht, aber noch nicht die Pfarrgemeinde. Sie innerlich zu festigen, wird die Aufgabe der kommenden Zeit sein.“

 

Diese Aufgabe machte Pfarrer Vobbe, ein ausgezeichneter Prediger, zu seinem Hauptanliegen. In der kurzen Zeit seines Wirkens entstanden der Holzlarer Friedhof, der am 27. Oktober 1956, dem Nachmittag des Christkönigsfestes, geweiht wurde, und der Kindergarten an der Hauptstraße. Am Volkstrauertag 1966 wurden die Friedhofskapelle und das Ehrenmal für die Toten beider Kriege, eine Sebastian-Statue des Kölner Bildhauers Heinz Gernot, geweiht. Am 21. Dezember 1956 kam die Statue der Heiligen Margareta, Patronin der Bauern, die in Stieldorf, Roleber, Gielgen und Hoholz verehrt wurde, in die Kirche.

 

1957 wurden Kirche und Pfarrhaus verputzt, und im Sommer begann der Bau des Kindergartens mit zwei Gruppenräumen, wie schon die Kirche nach Plänen von Hermann Hagen. Am 26. Oktober 1958, zum Patronatsfest, wurde der Kindergarten geweiht und im November von 40 Kindern, betreut von Felicitas Rinke als Leiterin und Resi Jacobs als Helferin, in Besitz genommen. Im gleichen Jahr übernahm der Lehrer Gerhard Schöbel den Kirchenchor, der fortan ein vierstimmiger gemischter Chor war und im Kindergarten probte.

 

Zu Jahresbeginn 1959 schrieb Pfarrer Vobbe von dem „Traum, einen Gemeindesaal und Jugendräume“ zu haben. Das entsprechende Grundstück erwarb er. Zunächst galt es jedoch, die Ausstattung der Kirche weiter voranzutreiben: Bildhauer Strombach aus Menden schuf den Kreuzweg, der am 9. August eingeweiht wurde, und die schlichte Monstranz wurde mit Münzen, deren Prägung Papst Pius XII. und Konrad Adenauer zeigen, sowie einem Kranz von Edelsteinen verzieht.

 

Nach dreieinhalb Jahren in Holzlar wurde Pfarrer Vobbe indes mit einer anderen Aufgabe betraut: Zum 1. September 1959 begann er in Kiel, die Seelsorge in der Bundesmarine aufzubauen. Seine letzte Ruhestätte sollte er aber 1992 auf dem Holzlarer Friedhof finden.

 

Mit Vobbes Verabschiedung wurde als Nachfolger Pastor Ildefons Künemund eingeführt, der die Gemeinde fast 20 Jahre betreuen sollte. Im Oktober 1961 wurde das neue steinerne Friedhofskreuz, wieder einmal eine Stiftung von Reinold Hagen, gesegnet. Und die Gemeinde wuchs: 1962 gab es die stattliche Zahl von 33 Kommunionkindern. 1965 entschloß sich der Kirchenvorstand zu einem Erweiterungsbau des Kindergartens, so dass ab April 1966 in drei Gruppen 90 Kinder betreut wurden. Bis 1972 blieb der Katholische Kindergarten der einzige am Ort. 1995 wurde er nochmals erweitert auf nun vier Gruppen und 2011 für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren erweitert, umgebaut und modernisiert.

 

Mit der Gebietsreform 1969 kamen die bisher in der Gemeinde Stieldorf im Amt Oberpleis gelegenen Orte Hoholz und Ungarten sowie Holzlar und Kohlkaul aus dem Amt Menden zu Bonn. Das bedeutete für Hoholz auch die Änderung der kirchlichen Zugehörigkeit: Am 9. Dezember 1970 wurde die Ortschaft durch Verfügung des Kardinals zur Christ König-Gemeinde geführt.

 

Ab 1974 liefen Pläne und Anträge für das Pfarrheim, dessen erster Bauabschnitt am 3. September 1978 mit einem Pfarrfest eingeweiht werden konnte. Zur gleichen Zeit wurden am Kirchengebäude umfassende Renovierungen nötig. Die alten Wasserleitungen mußten ersetzt, Wärmedämmung und Isolierung abgebracht werden. Damit die Kirchenchorsänger zur Kommunion gehen konnten, wurde die Innentreppe ergänzt. Schließlich wurde der Hochaltar abgebrochen und der Chorraum gemäß der Liturgiereform umgestaltet. Glücklicherweise war am 1. September 1978 das Pfarr- und Jugendheim fertig geworden, seitdem neben der Kirche Mittelpunkt der Gemeinde. So konnte man dies als Notkirche benutzen, obwohl es wegen Geldmangels auf ein Drittel der ursprünglich geplanten Größe reduziert worden war. Nach einem dreiviertel Jahr war die Kirche, von dem Architekten Peter Rieck renoviert, fertig.

 

Am 6. Mai 1979 wurde Pastor Künemund, der sich aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit ein kleineres Wirkungsfeld gesucht hatte, feierlich verabschiedet. Er ging als Subsidiar nach Kreuzkapelle bei Much. Nach seinem Tod am 3. November 1983 wurde er auf dem Holzlarer Friedhof beerdigt.

Und am 20. Mai 1979 wurde Kurt Padberg als sein Nachfolger eingeführt – mit einer Messfeier auf dem Kirchplatz. Am 22. September konnte er feierlich das Allerheiligste in die renovierte Kirche übertragen.

 

Am 11. November wurde der neue Altar durch Weihbischof Josef Plöger konsekriert. Aus dem alten Altar wurden die Reliquien der Märtyrer der Thebäischen Legion sowie der Heiligen Ursula und Gefährtinnen eingebettet. Neu hinzu kamen die Reliquien der Heiligen Kreszentia. Im gleichen Jahr kam der Ambo des Kölner Künstlers Egino Weinert.

 

Die soziale Arbeit spielte damals wie heute eine große Rolle in Christ König. Die Frauengemeinschaft unterstützte bis 1980 den Steyler Pater Anton Röseler SVD im Hochland von Papua Neuguinea. Aus dem Wunsch der Gemeinde, den Glauben weltweit zu leben, entstand 1982 der Arbeitskreis „Frieden-Entwicklung-Mission“ (FEM). Die bis heute immer noch sehr aktive Partnerschaft mit der Gemeinde Apoio Fraternal São José do Iguá (Brüderliche Hilfe Zum Heiligen Josef) in Itaboraí in der Nähe von Rio de Janeiro wurde dadurch gegründet. Dort unterstützt die Gemeinde seit 1982 die Schule und den Kindergarten der Leprastation Tavares de Macedo. Die erste große Summe, 1.255 D-Mark, wurde am 20. Februar 1983 beim ersten Feijoada-Essen eingenommen. Dies ist eine bis heute beliebte Tradition der Gemeinde am ersten Fastensonntag. Ebenso großer Wert wird auf die Caritas vor Ort gelegt.

 

Besonders kennzeichnend für die über 30jährige Ära Padberg ist die blühende Jugendarbeit mit Gruppenstunden, Lagern und sozialem Engagement, die den jungen Menschen Gemeinschaftserlebnisse verschafften, die sie für ihr Leben prägten.

 

Im Herbst 1985 fiel nach langer Diskussion mit der Mehrheit von nur einer Stimme die Entscheidung für eine neue Orgel mit 18 Registern, da die alte für die Kirche zu klein war. Der Kirchenvorstand vergab den Auftrag an die Firma Detlef Kleuker in Bielefeld zum Festpreis von 290.000 Mark. Im Frühjahr 1988 konnte das Instrument, das mit Hilfe vieler Spenden finanziert wurde, eingeweiht werden.

 

Das Pfarrheim platzte ständig aus den Nähten, auch die Bücherei war unter der Kirche allzu versteckt. 1994 konnte dann endlich mit dem Erweiterungsbau nach Plänen des Architekten Kurt Kleefisch begonnen werden. Einweihung des um 250 Quadratmeter vergrößerten Gebäudes war im Oktober 1995. 40 Prozent der Baukosten von 1,3 Millionen Mark musste die Gemeinde selbst aufbringen. 1995 begann Ilona Klein ihren Dienst als Gemeindeassistentin (dann Gemeindereferentin) in Pützchen und Holzlar.

 

Gemäß dem Pastoralplan 2000, der aufgrund des zunehmenden Priestermangels vom Erzbistum aufgestellt wurde, schloss sich die Gemeinde Christ König mit St. Adelheid am Pützchen und St. Antonius Niederholtorf in einem Seelsorgebereich zusammen. Nach dem Tod von Pastor Schumacher aus Pützchen 1998 betreute Pastor Padberg, vom Erzbischof als „Moderator des seelsorgerlichen Wirkens und der Zusammenarbeit“ des Seelsorgebereichs eingesetzt, Pützchen mit und wurde Vorgesetzter für alle im Seelsorgebereich eingesetzten Geistlichen und Laien im Pastoralen Dienst. Unterstützt wurde er durch Pastor Theodor Babilon aus Holtorf, die Gemeindereferentin Ilona Klein und durch Kaplan Willy Manzanza aus dem Kongo, Doktorand an der Universität Bonn, der Weltkirche an den Ennert brachte.

 

Dennoch mussten Messen wegfallen. Auf der anderen Seite sprangen die Laien in die Bresche und gestalten Montag für Montag das Abendlob. Am 18. März 2002 errichtete der Erzbischof gemäß ihrem Antrag für die drei Gemeinden den „Pfarrverband am Ennert, Bonn-Beuel“, der dem Seelsorgebereich eine verbindlichere Form gab. Damit war gewährleistet, dass alle drei Pfarreien eigenständig blieben. Für die Zusammenarbeit wurde ein zusätzliches Gremium eingerichtet: die Pfarrverbandskonferenz. In diesem Gremium beriet und entschied das Seelsorgeteam, also  Pastor  Padberg, gleichzeitig Pfarrverbandsleiter, Pastor Siegfried Weisenfeld, der für den ausgeschiedenen Pastor Babilon in den Seelsorgebereich kam, die Kapläne Willy Manzanza und Pater Joy Paul Manjaly vom indischen Karmeliterorden Carmelites of Mary Immaculate (CMI) sowie Gemeindereferentin Ilona Klein, gemeinsam mit je zwei Vertretern der drei Pfarrgemeinderäte und je einem Vertreter der Kirchenvorstände über die Zusammenarbeit in der Seelsorge.

 

1999 kam in der Christ König-Gemeinde der Wunsch nach einem sakralen Raum auf, der vielfältige Formen religiösen Lebens auch in einem kleineren Kreis ermöglicht – ein Ort des Gebets sollte es sein, der Meditation, der Begegnung und des Gottesdienstes, der nur für religiöse Zwecke zur Verfügung steht und das kirchliche Angebot erweitert. Da im Pfarrheim dafür kein Platz war, wurde im Jahr 2000 ein Anbau an der Kirche errichtet, der seitdem für Andachten, Kinderkatechesen, meditativen Tanz  und Taizé-Gesänge genutzt wird.

 

Im Jahr 2003 wurde die Zahl der Seelsorger kleiner, da Willy Manzanzas Anstellung beim Erzbistum mit dem Abschluss seiner Promotion auslief und Gemeindereferentin Ilona Klein in die Krankenhausseelsorge wechselte. Eine schwierige Zeit brach 2004 mit dem Kölner Sparkonzept „Zukunft heute“ an, das die Kooperation im Seelsorgebereich auf eine harte Probe stellte. 2005 konnte es abgeschlossen werden, alle drei Pfarrheime bleiben erhalten, und Christ König wurde Schwerpunktpfarrei des Pfarrverbands „Am Ennert“. Große Freude brachte der Weltjugendtag in Köln, an dem die Gemeinde sich aktiv beteiligte.

 

Die Kindertagesstätte Christ König wurde 2006 für die Pilotphase der Katholischen Familienzentren ausgewählt, ein Jahr später erfolgte die Zertifizierung dieses Netzwerkes zur Unterstützung der Familien, das aus den beiden KiTas in Holzlar und Pützchen und den drei Pfarrgemeinden besteht. Im Jahr 2007 begann die kfd mit der Unterstützung einer Schule des CMI-Ordens in Usri (Zentral-Indien). Im selben Jahr wurde Pater Joy nach Bad Godesberg versetzt, und Pastoralreferentin Cordula Sebboua nahm ihren Dienst „Am Ennert“ auf.

 

Im Jahr 2008 wurde eine Innenrenovierung der Kirche notwendig. Zugleich wurden mit Hilfe von Spenden die bunten Fenster nach Entwürfen des Aachener Glaskünstlers Prof. Ludwig Schaffrath eingebaut. Pastor Weisenfeld wurde aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Als neuer Pfarrvikar kam Pater Innocent Lyimo A.J. aus Tansania.  

 

Mit dem Programm „Wandel gestalten – Glauben entfalten“ strukturierte das Erzbistum Köln die Seelsorgebereiche neu. Der Pfarrverband „Am Ennert“ entschied sich gegen eine Fusion der Gemeinden und wurde zur Pfarreiengemeinschaft. Erstmals wurde ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt, auf Gemeindeebene blieben die Pfarrausschüsse bestehen. Auch die Kirchenvorstände erhielten ein zusätzliches Gremium auf Seelsorgebereichsebene: den Kirchengemeindeverband (KGV).

 

Im Jahr 2010 musste die Gemeinde die schwere Erkrankung von Pastor Padberg und im November seinen unerwarteten Tod verkraften. Die Exequien wurden von Weihbischof Koch, Stadtdechant Schumacher, Dechant Evertz, Pater Innocent und zahlreichen weiteren Priestern mit 1000 Gläubigen gefeiert. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Holzlarer Friedhof.

 

Der Seelsorgebereich wurde im Jahr 2011 dem indischen Karmeliterorden CMI übertragen, der in Pützchen seine deutsche Ordensniederlassung errichtete. Nachfolger von Pastor Padberg als Leitender Pfarrer wurde Pater Thomas Arakkaparambil CMI, der im Oktober eingeführt wurde. Bereits im März kam Pfarrvikar Pater Dr. Josey James Thamarassery CMI, und Pater Innocent wechselte im Dezember nach Bad Godesberg. 

 

2012 kam als dritter Seelsorger Pater Pauly Pereppadan CMI, so dass Cordula Sebboua versetzt wurde. Es waren auch Jahre großer Bautätigkeit in der Gemeinde: Der Kindergarten wurde nach Um- und Anbau wieder eingeweiht und nimmt seitdem 18 Kinder unter drei Jahren auf. Das Pfarrbüro wurde zum Pastoralbüro umgebaut und die Pfarrerwohnung modernisiert.

 

Auch in den folgenden zwei Jahren gab es Wechsel im Seelsorgeteam: Pater Pauly ging 2013 nach Troisdorf, seine Stelle als Pfarrvikar übernahm Pater Rajesh Jose  Choorapoikayil CMI. 2014 wurde Pater Josey zum Provinzoberen seines Ordens gewählt und musste Deutschland verlassen. An seine Stelle trat Kaplan Pater Tijo George Thannickal CMIAuf  Initiative  des Pfarrausschusses wurde der zuvor namenlose Weg an der Kirchwiese als „Pastor-Kurt-Padberg-Weg“ benannt und eingeweiht.                                                                                     

 

Brigitte Linden