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Sakramente


"Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin." Joh 17, 25-26

"Gepriesen sei Gott, der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel."  Eph 1,3
 


Christus Pantokrator, Byzantin. Museum, Athen 16. Jdt.Christus Pantokrator, Byzantin. Museum, Athen 16. Jdt.Die Sakramente sind eine Art Berührung mit Gott selber. Sie machen deutlich, dass der Glaube an Gott nicht rein geistiger Natur ist, sondern einer ist, der mit Gemeinschaft, mit Beziehung zu tun hat; ja diese stiftet und fördert unter Einbeziehung der Elemente der Erde, der Schöpfung. Zum Beispiel das Wasser, der Wein, das Brot, das Öl... Papst Benedikt sagt: "Das Wesentliche ist, dass sich in den Sakramenten die Gemeinschaftlichkeit, die Körperlichkeit des Glaubens ausdrückt, und das zugleich verdeutlicht wird, dass der Glauben nicht aus uns selber, sondern aus einer höheren Vollmacht herkommt. Freilich sind sie wie Gottes Handeln unserer Freiheit anvertraut; sie wirken - wie das Evangelium überhaupt - nicht mechanisch, sondern nur im Mitgehen unserer Freiheit mit ihnen." (Aus: Josef Kardinal Ratzinger, Gott und die Welt - Glauben und Leben in unserer Zeit, Ein Gespräch mit Peter Seewald, Knaur 2002).

Der Lehre der Kirche folgend sind "die Sakramente des Neuen Bundes von Christus eingesetzt" worden. Es gibt sieben Sakramente: die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Buße, die Krankensalbung, Weihe und die Ehe. Diese sieben Sakramente betreffen alle Stufen und wichtigen Zeitpunkte im Leben des Christen: sie geben dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum, Heilung und Sendung. Es besteht also eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Stufen des natürlichen Lebens und den Stufen des geistlichen Lebens". Aus: KKK 1210, S. 340.

"Mit Jesus Christus verbunden sein — wie ist das heute möglich? Trennen uns nicht 2000 Jahre von ihm? Ist nicht alles, was von Jesus sichtbar war, untergegangen mit seinem Tod am Kreuz? Unser Glaube sagt: Gott hat Jesus auferweckt vom Tod, er hat ihm neues Leben gegeben — in einem verklärten Leib. Und dieser auferstandene, verklärte Herr lebt weiter in seiner Kirche. Er begegnet uns in der Gemeinschaft der Kirche, er wirkt an uns vor allem durch die Sakramente... Von Papst Leo dem Großen stammt das Wort: 'Was an unserem Erlöser sichtbar war, ist in die Sakramente eingegangen.' Das bedeutet: In den Sakramenten wirkt der auferstandene Herr an uns, in den Sakramenten begegnen wir ihm, durch die Sakramente leben wir mit ihm." (Aus Konrad Baumgartner, Credo und Sakramente, Don Bosco Verlag)

Einfach gesprochen entstammen die Sakramente allesamt der "Schatztruhe Gottes", aus der heraus er selber Christsein nährt und fördert. Bei den Sakramenten geht es um das, was Christen von Nichtchristen unterscheidet und unterscheiden sollte. Denn im christlichen Glauben geht es nicht um mehrheitliche Meinungen, sondern um konkrete heilsgeschichtliche "Vor-Gaben" Gottes. Es geht um das, was Gott selber im Verlauf der Menschheitsgeschichte erkennbar geoffenbart und den Menschen mitgeteilt hat und heute besonders durch seine Kirche mitteilt und schenkt. Der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche folgend, ist die Kirche bevollmächtigt und beauftragt, die Sakramente würdig und recht zu feiern und durch ihre Diener (Bischof, Priester und Diakone) zu spenden - zum Wohl und zum Heil und zur Stärkung des ganzen Volkes (der Familie) Gottes.

Osterschmuck Hl. Kreuz, Vernich
                 Osterschmuck Hl. Kreuz, Vernich
Das Zweite Vatikanische Konzil sieht in der KIrche (durch Christus) gleichsam "ein Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott..." In der Dogmatischen Konstitution über die Kirche (LUMEN GENTIUM) sagt das Konzil im 1. Kapitel über das "Mysterium der Kirche":

"Christus ist das Licht der Völker. Darum ist es der dringende Wunsch dieser im Heiligen Geist versammelten Heiligen Synode, alle Menschen durch seine Herrlichkeit, die auf dem Antlitz der Kirche widerscheint, zu erleuchten, indem sie das Evangelium allen Geschöpfen verkündet (vgl. Mk 16, 15). Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit."

Das Volk Gottes ist in, mit und durch die Kirche eingeladen, an der "Einheit in Christus" mitzuwirken und stets danach zu trachten, würdig und recht die Sakramente (besonders die Eucharistie und das Sakrament der Buße immer wieder) zu feiern und zu empfangen und in ihnen die wirksamen und barmherzigen Liebeszeichen Gottes zu erkennen, mit denen Er selbst sein Volk, jedes einzelne Glied, jeden Christen bereichern, nähren und beschenken will. Wohl dem Menschen, der das erkennen und sich darauf einlassen kann - immer wieder!








 
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