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Sakrament der Firmung


"Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbarmens den heiligen schenkt und wie übergroß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke."
Eph 1, 17-19




 

St. Peter, Echternach/Luxemburg
                   St. Peter, Echternach/Luxemburg
Durch das Sakrament der Taufe wird der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Im Regelfall (später) erhält er eine „Bestätigung“, eine „Festigung“ in dieser Zugehörigkeit. Das geschieht im Empfang der Firmung durch den Heiligen Geist. Das Wort „firmen“, wie auch das protestantische „konfirmieren“ geht auf das gleiche lateinische Verb (con)firmare, d.h. „festmachen, bestärken“ zurück. Durch das Sakrament der Firmung wird der meist noch junge jugendliche Mensch „bestärkt“ und „gefestigt“ zu einem eigenverantwortlichen Glauben im Leben der Kirche und in der Welt. Meist wird der junge Mensch nach der Zeit der Erstkommunion in der Vorbereitungszeit zur Firmung zum ersten Mal tiefer berührt mit Lebens- und Glaubensfragen, mit Fragen und Antworten, die allesamt nach dem tieferen Sinn im eigenen Leben zielen.

In der kleinen Broschüre zur Firmung „Mehr Leben, als du denkst“, schreibt Gabriele Denner u. a.:
„Sinnvoll leben! Stell dir folgende Situation vor: Du bist unterwegs. Plötzlich klingelt dein Handy. Du nimmst es aus der Tasche. Jemand hat eine SMS an dich geschickt. Komisch, kein Absender ist zu sehen. Aber folgende Botschaft ist zu lesen: Wer bist du? Was macht dich aus? Woher kommst du? Was ist der Sinn in deinem Leben? Du wirst unruhig. Was sind das für Fragen... aber loslassen kannst du sie nicht mehr. Das sitzt: Wer bin ich? Wer bin ich wirklich? Du atmest einmal fest durch und suchst dir eine Parkbank...“

Diesen Fragen nachgehen, einmal das „Spaß- und Lustig-Sein-Getriebe“ anhalten, das kann helfen Fußspuren Gottes im eigenen Leben zu suchen und zu entdecken und diese dann mit eigenen Füßen versuchen fortzusetzen.. Jedem Firmling, jedem Christen sagt Gott mehr unhörbar:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen.Denn ich, dein Herr, bin dein Gott, ich, der Heilige Israels, bin dein Retter.Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich Liebe. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Denn jeden, der nach meinem Namen benannt ist, habe ich zu meiner Ehre erschaffen, geformt und gemacht. Nach Jes 43.

Im römischen Ritus breitet der Bischof die Hände über die Gesamtheit der Firmlinge aus — eine Geste, die seit der Zeit der Apostel Zeichen der Geistspendung ist. Dabei erfleht der Bischof die Ausgießung des Geistes mit folgendem Gebet:

„Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast diese (jungen) Christen (unsere Brüder und Schwestern) in der Taufe von der Schuld Adams befreit, du hast ihnen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Wir bitten dich, Herr, sende ihnen den Heiligen Geist, den Beistand. Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“ (OCf 9). Aus: KKK, 1299

Es folgt der wesentliche Ritus des Sakramentes. Im lateinischen Ritus wird das Sakrament der Firmung gespendet „durch die Salbung mit Chrisam auf die Stirn unter Auflegen der Hand und durch die Worte: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ (Paul VI., Ap. Konst. „Divinae consortium naturae“). Aus: KKK, 1300

Dementsprechend heißt "gefirmt sein": Begabt sein mit dem Siegel Gottes, dem Heiligen Geist. Welch schöneres und wertvolleres Siegel könnte das menschliche Herz wohl empfangen...?





 

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