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Sakrament der Buße (Versöhnung)


Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nach dem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!  Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihrdie Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Joh 20, 21-23

Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater im Himmel weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel... Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern erlassen haben... Mt. 6, 7-9.12



Einmal im Monat musste die Klasse geschlossen zur Beichte marschieren, rein in diesen seltsamen Kasten, der wie eine Waschmaschine aussah und einen auch tasächlich irgendwie reinigte. Nicht-Katholiken werden die barmherzige Seite dieser Einrichtung nie begreifen können. Peter Seewald, Autor, im Magazin der Süddeutschen Zeitung; gesehen in: PUR spezial 3/2002;

Es ist schön, zu denken, dass wir ein Sakrament haben, dass die Wunden unserer Seele heilt. Johannes Maria Vianney, Hl. Pfarrer von Ars, gest. am 04.08.1859                                                                                                          


Portal St. Markus, Wittlich (Lk 15, 16-17)
                     Portal St. Markus, Wittlich (Lk 15, 16-17)
"Der Apostel Johannes schreibt: 'Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er (Gott) treu und gerecht; er vergibt uns die Sünde.' (1 Joh 1,8) Und: 'Wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz.' (1 Joh 3,20)
Die eigene Sünde anerkennen, sich selbst als Sünder bekennen, das ist der Anfang einer Rückkehr zu Gott. Jesus lässt Mund und Herz des verlorenen Sohnes sprechen: 'Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.' (Lk 15,18.21) Versöhnung mit Gott setzt voraus, sich klar und eindeutig von der Sünde zu trennen, die man begangen hat und Buße zu tun im vollen Sinn des Wortes, nämlich bereuen. Das persönliche Sündenbekenntnis im Bußsakrament ist ein Zeichen der Begegnung des Sünders mit der vermittelnden Kirche in der Person des Beichtvaters. Das persönliche Sündenbekenntnis ist Zeichen der Selbsterkenntnis als Sünder im Angesicht Gottes. Der Mensch kommt dadurch vor Gott mit sich selbst ins Reine. Das Sündenbekenntnis lässt sich nicht auf irgend ‘ einen Versuch psychologischer Selbstbefreiung reduzieren, auch wenn es dem menschlichen Bedürfnis entspricht, sich jemandem zu eröffnen. Es ist vielmehr eine liturgische und sakramentale Handlung, demütig und nüchtern angesichts ihrer großen Bedeutung. Es ist die Geste des verlorenen Sohnes, der zum Vater zurückkehrt und von ihm mit dem Friedenskuss empfangen wird; eine Geste der Redlichkeit und des Mutes; eine Geste, in der man sich über die Sünde hinaus dem verzeihenden Erbarmen anvertraut. So versteht man, dass das Bekenntnis der Sünden gewöhnlich individuell und nicht kollektiv geschehen muss; denn die Sünde ist ein zutiefst personales Geschehen." Papst Johannes Paul II. (gest. 2005)

Gebet zur Vorbereitung auf die Beichte:
Herr, ich kenne mich oft bei mir selber nicht aus. Du aber kennst mich. Ich möchte mich sehen, wie du mich siehst - auch wenn es schmerzt und mich beschämt. Ich weiß ja, Herr, dass du mich liebst, dass du Ja zu mir sagst, dass ich mich dir anvertrauen darf, so wie ich bin. Hilf mir, Herr, meinen Stolz zu überwinden, damit ich mich heilen lasse durch das Wort der Vergebung, das der Priester in deinem Namen zu mir spricht. (Aus: PUR spezial, 3/2002, Vom Sinn der Beichte - Warum uns Gott verzeihen will)


Portal St. Markus, Wittlich (Lk 15, 20)
                     Portal St. Markus, Wittlich (Lk 15, 20)
Papst Benedikt sagte vor seinem Petrusamt: " Die Unfähigkeit, Schuld zu erkennen, ist die gefährlichste Form seelischer Abstumpfung, die sich denken lässt, weil erst sie den Menschen unfähig macht, sich zu bessern". Der regelmäßige Empfang des Sakramentes der Versöhnung hilft die Fähigkeit zu entwickeln eigene Schuld nicht zu verdrängen, eigenes Versagen einzugestehen, Fehler und Schwächen ehrlich anzuschauen, zuzugeben und nach Möglichkeiten der Besserung zu suchen.

Vielleicht braucht es noch einige Zeit bis der eigentliche so unvergleichliche  Wert gerade dieses Sakramentes wieder als das erkannt und angenommen wird, was es in der Tat ist: nämlich ein großes "Geschenk Gottes", eines, dass dem persönlichen Leben Halt und Orientierung gibt- gerade im Strudel dieser orientierungs- und richtungslosen Zeit. Es ist gewiss das persönlichste Sakrament, dass der "Schatztruhe Gottes", seiner barmherzigen Liebe entstammt, aber dem Menschen von unvergleichlichem Nutzen sein wird, der danach trachtet, sein Leben von Gottes Gaben bereichern zu lassen, "kostenlos". Auch wenn es vielen Menschen heute schwer fällt über die Schwelle des persönlichen Bekennens zu gelangen, im Sakrament der Versöhnung schenkt Gott dem unruhigen Herzen dieser Zeit Heil und Heilung, "heilt er die Wunden unserer Seelen", um mit dem Hl. Pfarrer von Ars zu sprechen. Wie wohltuend klingen und sind am Ende der Beichte die Worte des Priesters:

"Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. SO SPRECHE ICH DICH LOS VON DEINEN SÜNDEN IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES + DES HEILIGEN GEISTES. Amen.











 

 

 


 

 

 

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