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Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Joh 19,26f Zum Marienmonat Mai - Ein Wort zuvor
Eine in Jahrtausenden bewährte Hilfe, um mit Sorgen und Leid im Leben fertig zu werden, ist das Gebet zur Gottesmutter. Wieviele Menschen, die keinen Ausweg mehr wußten, sich in einer „Sackgasse" befanden, haben ihr „Kreuz" vor die Mutter Jesu getragen — mit der Bitte: „0 Maria, hilf mir! Zeige mir einen Weg, wie ich mit allem, was mich drückt, fertig werden kann!" Auch wir dürfen unsere Nöte und Sorgen, Kümmernisse und Verzagtheiten vor die Mutter des Herrn tragen und sie um Hilfe und Fürsprache bei ihrem Sohn bitten. Vielleicht werden wir dann erfahren, daß wir wieder festen Boden unter den Füßen bekommen, daß wir mehr Kraft erhalten, um mit allem Schweren in unserem Leben besser zurechtzukommen. Maria ist nicht nur die Mutter des Herrn, sie ist auch unsere Mutter. Keine Frau der Welt wurde von Gott so geehrt, begnadet und gesegnet wie sie. Wer darum weiß und sich immer wieder im Gebet an die „Himmelskönigin" wendet, wird erkennen, daß das Leben — auch das sinnloseste, das verschwiegenste — einen Sinn haben kann; daß Sinnlosigkeit und Dunkel nicht das letzte Wort im menschlichen Leben haben müssen.
Schenke uns ein Herz! Maria, Mutter Jesu, schenke uns ein Herz, das so schön, so rein, so unbefleckt, so liebevoll und so demütig ist wie deines, damit wir Jesus aufnehmen und lieben können, wie du ihn geliebt hast, damit wir, wie du es getan hast, ihm dienen können, der sich verbirgt in den Ärmsten der Armen! Mutter Teresa (1910-1997) Vorwort und Gebet aus: Reinhard Abeln (Hg.), Maria breit den Mantel aus - Gebete zur Gottesmutter, Butzon & Bercker, Kevelaer, 2008 |
Votivtafel, Kerzenkapelle in Kevelaer
Foto: Manfred Büllesbach