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Energie der Zukunft?

Waren Anfang des Jahres die Zeitungen noch voll von Meldungen über den missglückten und umstrittenen Start des Biobenzins „E10“ an den deutschen Tankstellen, so waren die Schlagzeilen in den letzten Wochen von der durch Fukushima ausgelösten energiepolitischen „Wende“ der Bundesregierung bestimmt.

Zu beiden Themen veröffentlichen wir im Folgenden kurze Auszüge aus kirchlichen Stellungnahmen, die dazu einladen sollen, sich weiter zu informieren und sich selbst eine Meinung zu bilden:
Foto: Doris und Michael Will
„Ein Umsteuern der Energiepolitik ist dringend notwendig. (…) Es muss darum gehen, den Energieverbrauch zu verringern, die Effizienz der Energienutzung zu verbessern und die Suche nach alternativen Energien mit aller Kraft voranzutreiben. Die Frage, ob Kernenergie in einem Energiemix eine dauerhaft tragfähige Lösung sei, könne angesichts der schwerwiegenden kaum beherrschbaren Risiken nur verneint werden.“

Erzbischof Zollitsch
bei der Frühjahrsvollversammlung
der kath. Bischöfe 2011
"Die erhöhte Nachfrage nach Agrotreibstoffen im Zuge der deutschen Beimischungsquote gehen (…) mit weitreichenden negativen Auswirkungen für die Menschen in Entwicklungsländern einher. Die Bundesregierung und die EU sollten die ehrgeizigen Biokraftstoff-Beimischungsquoten daher aufgeben. Diese Ziele sind nicht tragfähig, weil die landwirtschaftlichen Nutzflächen begrenzt sind. Der Anbau nachwachsender Energierohstoffe darf nicht mit der Nahrungsproduktion konkurrieren und Lebensmittel verteuern, zu Menschenrechtsverletzungen führen und die Zerstörung menschlicher Lebensräume und Ökosysteme beschleunigen."

aus dem Positionspapier
des kirchlichen Hilfswerks Misereor
zum „,Biokraftstoff’ E10“
 


Quelle: "MiNor SPEKTRUM", Pfingsten 2011
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