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Die Krippe in St. Engelbert
Woher kommen eigentlich die Krippen?
Im 2. Kapitel des Lukasevangeliums lesen wir von der Gottesmutter Maria: „Sie gebar ihren Sohn, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe“. Dieser Futtertrog war wohl eine Felsenkrippe. Die rauhen Flächen dieser Krippe wurde von den Christen zunächst mit Lehm geglättet, dann mit Silber und schließlich mit Marmor überkleidet.
Heute besteht kein Zweifel mehr daran, dass die fünf schmalen Brettchen, die S. Maria Maggiore als Krippenreliquien verehrt werden, unecht sind. Dennoch kann von dieser Krippe in Rom der Brauch ausgegangen sein, zu Weihnachten auf oder neben dem Altar eine Nachbildung der Krippe Jesu aufzustellen. Später legte man auch ein Kind in diese Krippe. Beim so genannten „Kindleinwiegen“ beschränkte man sich ebenfalls auf die Wiege und das Kind. Die ältesten Wiegen, die uns bekannt sind, stammen aus dem 14. Jahrhundert aus Österreich.
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Daneben wurden schon im Mittelalter geistliche Schauspiele zur Weihnachtszeit aufgeführt aus denen sich von der Krippe her eigene Krippenspiele entwickelten. In diesen Rahmen gehört auch die Weihnachtsfeier des Hl. Franz von Assisi im Jahre 1223 im Wald von Greccio.
Dem Jesuskind in der Krippe fügte man in der Folge beiden Krippendarstellungen weitere Personen hinzu: Maria und Josef, Engel, Hirten, Könige usw.
In Neapel erscheint im Jahr 1478 die erste Krippe dieser Art in der Kirche. Andere Länder folgten. In Deutschland wurden die ersten Krippen von den Jesuiten im 16.Jahrhundert aufgestellt. Von ihnen, den Franziskanern und anderen Orden wurden diese Weihnachtskrippen auch in den Missionsgebieten verbreitet.
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Krippe St. Engelbert 2008 mit Friedenslicht
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Schließlich blieb die Krippe nicht auf den Kirchenraum beschränkt. Als Erzeugnisse der Volkskunst kamen die Hauskrippen in viele Familien und erhielten dort einen Ehrenplatz. In der Zeit der Aufklärung wurden die Krippen von kirchlichen und staatlichen Stellen bekämpft. Aber in der Zeit der Romantik wurde der fromme Brauch, das Geschehen der Heiligen Nacht in Krippen darzustellen, neu erweckt und bis auf den heutigen Tag durch Krippenvereine gefördert.
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