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Fenster in der Taufkapelle: Die Begegnung in Emmaus

Die Darstellung bezieht sich auf ein allgemein bekanntes Ereignis, von dem nur das Lukasevangelium im 24. Kapitel berichtet.

Es handelt sich um die Begegnung zweier Jünger mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus. Die beiden sprechen miteinander über das, was in Jerusalem in diesen Tagen geschehen ist. Sie sind über die Verurteilung und Kreuzigung ihres Meisters von Trauer erfüllt und erkennen Jesus nicht, der sich zu ihnen gesellt und den Sinn der Schrift erschließt, ausgehend von der Frage: „ Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“

 

Wir lesen dann weiter: „So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: „Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf, und   sie erkannten ihn.“ (Luk. 24, 28-31)

 

Auf unserem Fenster ist dieses Ereignis im Bild festgehalten.

 

Drei Personen sitzen in einem Haus am Tisch. Im Hintergrund schaut man aus einem Fenster ins Freie. Man erkennt orientalische Häuser und Bäume, eine Ortschaft: Emmaus.

 

Auf dem Tisch steht ein Becher. Jesus ist dominierend in der rechten Bildhälfte dargestellt. 

Dem Betrachter zugewandt bricht der Herr das Brot.

 

Das Gesicht des Jüngers links im Vordergrund ist unserem Blick entzogen, aber wohl doch auf Jesus gerichtet.  

Jener Jünger, der auf unserem Bild dem Herrn am nächsten ist, schaut mit angespanntem Gesicht und offenem Mund Jesus an.  

Wie heißt es bei Lukas: „Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn.“ Sie wissen: er ist bei ihnen, der Herrn lebt. 

Auch wir wollen dem Herrn immer wieder in der Feier des Brotbrechens begegnen, uns von ihm mit heiliger Speise stärken lassen und ihn und seine Bedeutung für uns und unser Leben als Christen immer besser erkennen.

 

 

aus der Serie: "Lernen Sie Ihre Pfarrkirche kennen" von Pater Willi Mertens

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