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Abendmahl

gittersakraments2klein.jpg Neben dem Zyklus der drei symbolischen Darstellungen "Glaube, Hoffnung und Liebe" hat der Künstler Henrik Dywan für unsere Sakramentskapelle auch ein Bronzerelief in figürlicher Darstellung geschaffen. Es befindet sich an der Tür, die von der Kapelle in das Seitenschiff führt. Diese größere Bronzeplakette, in die das Türschloss eingefügt ist, stellt das Abendmahl dar.

Im Markusevangelium lesen wir: „ Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ (Mk 14,22-24).

Auf unserem Bronzebild sitzt Jesus an der - vom Betrachter her - entfernteren Seite des Tisches. Dennoch ist er der Mittelpunkt der Gruppe von elf Aposteln, die um diesen Tisch versammelt sind. Im Vordergrund ist die Szene auf den Beschauer hin offen; er darf sich eingeladen, in das heilige Geschehen mit hineingenommen, fühlen.
 
In der Mitte des Bildes stehen auf dem Tisch die Schale mit Brot und der Kelch mit Wein. Diese Gaben werden bei der Einsetzung der hl. Eucharistie - der ersten heiligen Messe - in den Leib und das Blut Jesu verwandelt und an die Apostel ausgeteilt.
 
Aber selbst bei diesem heiligen Geschehen ist das Unheilige und Böse nicht fern. Am linken oberen Bildrand schon außerhalb der Gruppe der übrigen Apostel ist ein Gesicht und eine Hand mit einem Beutel zu erkennen. Judas hat seinen lohn, die Silberlinge, schon erhalten und sich zum Verrat Jesu entschlossen.
Im Markusevangelium lesen wir: " Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen."(Mk 14, 17-18)
 
So wird der Beter und Betrachter in unserer Sakramentskapelle daran erinnert, dass auch der Christ - der in die Jüngerschaft des Herrn Berufene - nicht ohne Gefährdung durch dieses Leben geht. Aber er weiß, dass Jesus, der Sohn Gottes, der sich für uns am Kreuze opferte, ihm nahe ist.
  

abendmahl

 
Aus Liebe gibt sich uns der Herr im verwandelten Brot selbst zur Speise, damit wir nicht erliegen, wenn wir auf unseren Lebensweg in Glauben und Hoffnung zu Gott, der unendlichen Liebe unterwegs sind.

 

aus der Serie: "Lernen Sie Ihre Pfarrkirche kennen" von Pater Willi Mertens (Ostern 1990)

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