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Weihnachtserinnerungen unserer Seelsorger
- ein Interview!
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► Wie haben Sie in Ihrer Kindheit Heiligabend gefeiert...?
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Dechant Pfr. Bernhard Dobelke
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Das hing sehr von den Umständen ab. Wir sind eine Zeit lang sehr oft über Weihnachten in den Urlaub gefahren. Dann war natürlich das Weihnachtsfest auch sehr vom Urlaubsort geprägt. So haben wir einige Jahre Weihnachten im Bayrischen Wald verbracht.
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Pfr. Pater Joy Manjaly
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Heiligabend sind wir mit der ganzen Familie bis kurz vor Mitternacht wachgeblieben und bei 25 Grad mit Taschenlampen ausgerüstet durch die dunklen Straßen zur Kirche gegangen. Dort haben wir die Mitternachtsmesse mitgefeiert. Nach dem Gottesdienst wurde ein Feuerwerk abgebrannt. Anschließend haben wir mit dem gemeinsamen Essen das die ganze Adventszeit eingehaltene Fasten gebrochen. |
Pastoralreferentin Kordula Montkowski |
In meiner Kindheit war der Heilige Abend ein aufregender Tag, an dem das Wohnzimmer plötzlich tabu war, weil meine Eltern dort den Baum geschmückt, die Krippe aufgebaut und die Bescherung vorbereitet haben. Nachmittags sind wir, also meine Brüder, meine Eltern und ich gemeinsam in die Kinderchristmette gegangen. Danach durften wir Kinder dann zu Hause endlich in den wunderschön geschmückten Raum, haben Weihnachtslieder gesungen und durften dann endlich die Geschenke auspacken. Danach gab es dann das Festessen. |
Pfr. Bernhard Stodt |
Ich bin im Jahr 1934 geboren. Folglich fiel ein Teil meiner Kindheit in die Zeit des zweiten Weltkriegs, der 1939 begann. Mein Vater wurde 1940 zum Militär eingezogen und kam erst im Sommer 1945 wieder aus der Gefangenschaft zurück. Wir, meine Mutter, mein Bruder und meine kleine Schwester, lebten nach der Zerstörung unserer Wohnung durch Bomben bei einem nächtlichen Bombenangriff recht beengt bei unseren Großeltern am Stadtrand von Düsseldorf. Wegen der ständigen nächtlichen Bombenangriffe verbrachten wir viele Nächte im Keller unseres Hauses. Mehrmals wurden meine Mutter und wir drei Kinder für einige Wochen bzw. Monate von den Behörden evakuiert: zuerst in die Nähe von Glatz in Schlesien, dann in die Nähe von Mühlhausen in Thüringen. Weihnachten waren wir jedoch immer wieder bei den Großeltern zu Hause. Heiligabend begann für uns immer nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Gang zur Kirche, zur Feier der Christmette. Unsere Mutter blieb derweil zu Hause, backte Plätzchen, schmückte das Wohnzimmer und den Christbaum und legte die Geschenke, meist Spielsachen oder Sachen zum Anziehen, auf den Gabentisch. Als wir aus der Kirche zurückkamen, war alles fertig und die Überraschung und Freude war groß. |
Diakon Jürgen Wies |
In der heilen Welt meiner Eltern und Kindheit mit Singen, Essen und Geschenken. |
Pastoralreferent Reiner Krause |
Der Nachmittag des Heiligabends war voller Vorbereitungen: während der Vater sich im Wohnzimmer heimlich hinter verschlossenen Türen um das Schmücken des Baumes kümmerte, fügte die Mutter alles Weitere in die nötigen Abläufe: Kinderbaden, Kartoffelsalat machen und das Wohnzimmer vor uns Kindern abschirmen mit dem verheißungsvollen Hinweis „Da ist vielleicht schon das Christkind drin!“. Am frühen Abend wurden dann meine drei jüngeren Brüder und ich mit dem traditionellen Witz des Vaters: „Kinder, kommt rein, der Baum brennt!“ vom Spiel aufgeschreckt. Und als wir dann ins Wohnzimmer treten durften, stand da der prachtvolle Weihnachtsbaum. Der Vater las feierlich das Evangelium der Geburt Jesu, begleitete mit Gitarre unseren Gesang „Engel auf den Feldern singen“ und dann, ja dann durften wir Kinder ins angrenzende „Herrenzimmer“, unsere Geschenke bewundern! Nach einiger Zeit hatten wir Kinder den Gabentisch ausgiebig erkundet, überreichten den Eltern unsere Geschenke und setzten uns zu Tisch.
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Diakon Leonard Galli |
Vormittags haben wir den Weihnachtsbaum geschmückt. Es wurde geputzt und dekoriert. Danach schickten uns unsere Eltern in der Regel zu einem Spaziergang raus um die Geschenke vorbereiten zu können (lange konnten wir nicht verstehen, warum wir ausgerechnet am Nachmittag des Heiligabends spazieren gehen mussten…). Mit dem ersten Stern am Himmel wurde zu Abend gegessen. Von uns Kindern wurde der Abwasch erledigt. Als wir fertig waren, bimmelte immer ein Glöckchen im Wohnzimmer. Das war für uns ein Zeichen zu kommen. Vor der Bescherung sangen wir erst mal Weihnachtslieder und betrachteten dabei die verpackten Geschenke. Es war nicht einfach sich zu gedulden und konzentriert die teils deutschen, teils polnischen Lieder zu singen. Nach dem Auspacken der Geschenke haben wir den Abend genossen und sind ab einem gewissen Alter mit in die Christmette um Mitternacht gekommen. |
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