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Abschiednehmen

Pfarrkirche Maria Hilf in Konstanz 

 

Liebe Mitchristen,

Abschiednehmen tut weh, so sagt der Volksmund.

Wer hat diese Erfahrung nicht schon gemacht? Das Leben beschert uns viele Arten von Abschiednehmen:

Es kann gewollt und herbei gesehnt sein, in freudiger Erwartung, oder es kann ungewollt herbeigeführt worden sein, mit erlösender oder ängstlicher Erwartung.

Ist nicht das ganze Leben, vom Kommen in diese Welt (Geburtsvorgang) bis zum Weggang aus dieser Welt (Tod) ein Abschiednehmen? Man könnte auch sagen: „Das ganze Leben ist ein Einüben ins Abschiednehmen." 

 
Jesus hat sich im Evangelium diesem Abschiedsnehmen gestellt. Seine Sorgen um uns hat er wie in einem Testament zum Ausdruck gebracht. Vater, die Stunde ist gekommen, zu dir zurück zu kehren. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie haben in Wahrheit erkannt, dass ich von dir gekommen bin und sie haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich, nicht für die Welt, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir eins sind.

Ich wünsche Ihnen mit seiner Hilfe immer mehr in dieses Einssein hinein zu wachsen.


Ihr Diakon Jürgen Wies

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