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Liebe Mitchristen,
als neuer Diakon mit Zivilberuf darf ich Sie im Seelsorgebereich „MiNor“ herzlich begrüßen.
In diesem Jahr ist der 1. Mai ein Sonntag an dem Gott und die Welt bedacht werden möchten. Auf der einen Seite ist es der Tag, an dem wir Auferstehung feiern und mit uns viele Kinder, die zum ersten Mal zum Tisch des Herrn geladen sind. Die Welt bedenkt an diesem 1. Mai, den „Tag der Arbeit“.
Der permanente Wandel unseres Lebensalltags bedarf unserer ständigen Aufmerksamkeit, dass der Mensch nicht für die Arbeit da ist, sondern die Arbeit für den Menschen.
Die Würde und Humanität des Menschen ist vielen egoistischen Angriffen ausgesetzt, die wir nicht hinnehmen dürfen.
Gott hat uns den Sonntag geschenkt um mit Ihm und allen Menschen Gemeinschaft und Solidarität zu pflegen.
Es fügt sich, dass ich an diesem Tag als Diakon mit Zivilberuf zusammen mit dem Seelsorgerteam einen bescheidenen Beitrag zum Dienst für Gott und die Menschen beginnen darf.
Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird neben Taufen, der Trauungsliturgie, Beerdigen und Predigen, die Exerzitien im Alltag sein, mit dem Ziel, die Kultur der Kontemplation zu fördern, ein Reichtum der Kirche den es wieder zu entdecken gilt. Es gibt eine Ars Vivendi und eine Ars Moriendi, die noch durch eine Ars Spiritualis ergänzt und gefördert werden sollte.
Im Monat Mai stellt uns die Kirche alljährlich Maria, die Mutter Jesu vor Augen. Ihr Glaube kann uns immer wieder Vorbild sein.
Ignatius berichtet uns von einem Verkündigungsbild (Lk 1,26-38), das in der Kapelle des Schlosses von Loyola hing, wo er aufgewachsen ist. Auf diesem Bild war nicht die Unterschrift des Künstlers zu sehen, sondern eine kommentierende Signatur „pourquoynon“: warum nicht. Auf die ersten Einwände Marias: „Wie soll das geschehen?“
ist nach der Erwägung in Ihrem Herzen ein „Mir geschehe nach deinem Wort“ geworden. Wir sagen im eigenen Leben und in der Kirche oft: „Wie soll das geschehen?“ Nehmen wir uns, wie Maria, eine kontemplative Auszeit und am Ende steht dann in vielen Fällen ein „Warum nicht?“ Das Leben ist viel zu kurz um „nein“ zu sagen.
Ich möchte Sie einladen, mit mir diesen Weg zu gehen, denn in der Kirche geht viel mehr, wenn wir nur daran glauben. Gott gibt uns die Kraft dazu.
Ihr Diakon Jürgen Wies |