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Nun sag, wie hast du’s mit der Musik?

Eine etwas andere Gretchenfrage - gerichtet an unser Seelsorge-Team!
aus: "MiNor-SPEKTRUM" Advent 2010

Was bedeutet Musik für Sie?

Berweiler: Sie begleitet mich durch jeden Tag. Oft singe ich (manchmal unbewusst) vor mich hin, für jede Stimmung, ob fröhlich, traurig oder ängstlich gibt es eine Melodie. Singen, Musizieren oder Tanzen hilft mir, aus dem Kopf rauszukommen und als ganzer Mensch dazusein. Und besonders schön wird es gemeinsam, wenn verschiedene Stimmen zusammenklingen. Musik verbindet und Musik macht lebendig.
 
Dobelke: Musik spielt eine wichtige Rolle nicht nur in meiner Arbeit. Schon seit Kinder- und Jugendtagen habe ich gerne selber Musik gemacht und auch gehört. Musik passt in fast jede Lebenslage. Allerdings ist die Auswahl der Musikrichtung abhängig von meiner jeweiligen Stimmung.
 

Galli
: Musik als Kulturgut hat für mich mit Ästhetik und Schönheit zu tun. Musik ist etwas Besonderes, sie weckt Emotionen, regt zum Lachen, Weinen, Tanzen an. Leben ohne Musik wäre für mich undenkbar.
 
Montkowski: Musik ist für mich eine der schönsten Möglichkeiten, Gedanken und Gefühle auszudrücken. Ich verbinde auch viele Erinnerungen mit einzelnen Liedern, ganz banale, aber auch ganz besondere Momente. Und manchmal kommt dass eins dieser Lieder ganz unverhofft im Radio und nimmt mich mit in die Vergangenheit.
 
Stodt: Musik ist ein Teil meines Lebens. Weil meine Eltern selbst musizierte, zu Hause mit ihren Geigen und mit ihren unterschiedlichen Blockflöten, mein Vater darüber hinaus als Geiger im Düsseldorfer Bachorchester und als Musiklehrer in der Schule, erlebten meine Geschwister und ich von klein auf Musik als etwas Schönes und etwas, das das Leben bereichert.

 

Spielen Sie eine Instrument oder würden Sie gerne eines spielen?

Berweiler: Gitarre-Spielen habe ich mir selber beigebracht: ein paar Akkorde, um Lieder begleiten zu können. Gerade im Kindergarten kommt das gut an. Ich bewundere jeden, der ein Instrument richtig gelernt hat. Mein Traum wäre es, Klavier spielen zu können.

Dobelke: Als Kind habe ich zuerst Klavier- und später Orgelunterricht bekommen. Mittlerweile steht das Klavier, auf dem ich zuhause geübt habe, in meiner Wohnung. Leider habe ich zu wenig Zeit, um vernünftig zu üben. Auch würde ich gerne noch irgendwann Gitarre lernen. Ein Instrument ist schon vorhanden. Allein es fehlt die Zeit.

Galli
: Als Kind habe ich Flötespielen gelernt. Immer wollte ich Gitarre lernen…Heute bin ich stolz darauf, meiner Tochter beim Klavierspiel zuzuhören.
 
Montkowski: Ich habe als Kind mal Blockflöte gelernt, war dann aber leider zu faul, um mit der Musikschule weiterzumachen. Heute würde ich gerne Gitarre spielen können – und vielleicht lerne ich es ja doch noch.

Stodt
: Ja. Schon als Kind lernte ich das Flötenspiel, zunächst auf der Sopranflöte, später auch auf der Alt- und Tenorflöte. In der Jugendzeit kam hinzu das Lernen des Guitarrenspiels zur Liedbegleitung.

Welche Stimmlage singen Sie und haben Sie schon in einem Chor gesungen?

Berweiler: Ich habe schon in verschiedenen Chören gesungen, angefangen beim Kinderchor, dann lange im Jugendchor und in kleineren Gruppen. Meistens singe ich die Altstimme. Zurzeit scheitert eine Chormitgliedschaft leider am Zeitproblem.

Dobelke
: Ich singe Tenor. Im Lauf der Zeit als ich Orgelunterricht hatte, kam mein Lehrer – unser damaliger Kantor – und meinte, er brauche noch jemand im Chor, der auch Noten lesen kann. So bin ich in den Chor gekommen und habe in der Studienzeit auch in verschiedenen Chören gesungen. Jetzt ist das Problem, dass ich, wenn ein Chor im Gottesdienst singt, meistens am „falschen Ende“ der Kirche stehe, um noch mal mitzusingen.

Galli
: In meiner Studentenzeit habe ich in einem Männerchor im zweiten Tenor gesungen. Es hat damals unglaublich viel Spaß gemacht.

Montkowski
: Sopran – oder wie die Gandalfer Pfadfinder sagen: „zu hoch“. Als Jugendliche war ich in zwei Jugendchören und eine zeitlang in der Chorgemeinschaft meiner Schule. Wenn ich es zeitlich einrichten könnte, wäre ich wirklich gerne wieder in einem Chor.

Stodt
: Meine Stimmlage war früher die Tenorstimme, heute ist meine Stimmlage der Bass. Während meiner Schulzeit habe ich in einem Jugendchor mitgesungen, in meiner Studenten zeit in der Choralschola unseres Konviktes in Bonn und des Priesterseminars in Köln. Heute – seit meiner Versetzung in den Ruhestand – bin ich aktives Mitglied im Kirchenchor St. Katharina in Gräfrath.

Was ist Ihr liebstes Weihnachtslied und warum?

Berweiler: Als Kind habe ich den Mann bewundert, der bei der Nikolausfeier auf dem Akkordeon die Advents- und Weihnachtslieder spielte. Das wollte ich auch können! Daraufhin habe ich selbst eine Zeit lang Akkordeonunterricht genommen, doch schnell wieder aufgegeben. Aber einmal im Jahr packe ich das Akkordeon aus und spiele die zwei Lieder, die ich halbwegs kann: „Ihr Kinderlein kommet“ und „Stille Nacht“. Allerdings überkommt mich diese Idee nicht immer an Weihnachten, sondern auch schon mal im August...
 
Dobelke: Spontan fällt mir als erstes „Menschen, die ihr wart verloren“ ein. Es gehört zu den Liedern, die an Weihnachten immer für ein Gänsehautgefühl sorgen. Ich kann gar nicht sagen, ob es an der Musik, oder am Text, oder an der Kombination aus beidem liegt. Jedenfalls höre und singe ich es einfach gern.
 Foto: AN

Galli
: Von den deutschen Weihnachtsliedern ist es das Lied „Stille Nacht“. Warum? Wegen der gesamten Romantik, die in der Melodie steckt, die auch viele Kindheitserinnerungen weckt. Außerdem habe ich ein paar polnische Lieblingsweihnachtslieder, z. B. „Lulajze Jezuniu“ oder „Jezu mile dzieciatko“.

Montkowski
: Eindeutig „Heiligste Nacht“ (GL 838). Auch hier spielen wieder viele Erinnerungen eine Rolle. Als Messdienerin in die Christmette zu diesem Lied einzuziehen, war immer ein besonderer Gänsehaut-Moment.

Stodt
: O, da gibt es viele Lieder, die ich gern singe und höre. Eins der liebsten jedoch ist das Lied „Tochter Zion, freue dich!“:


Welche Art von Musik hören Sie privat?

Berweiler: Am liebsten höre ich Musik mit deutschsprachigen Texten, weil ich so gerne mitsinge und mein Englisch so schlecht ist. Da ist dann allerdings die Bandbreite ziemlich groß, von geistlichen Liedern und alten Schlagern über Deutsch-Rock bis zu den Wise Guys.

Dobelke
: Da gibt es ein weites Spektrum von klassischer Orgelmusik über gut gemachte Pop-Musik bis hin zu vor allem kölscher Rockmusik. Das entscheidende Kriterium ist für mich immer, dass die Musik nicht einfach nur aus dem Computer kommt, oder einfach dem Zeitgeschmack entspricht, sondern dass ich das Gefühl habe, die Musiker verstehen etwas von dem, was sie tun.

Galli
: Meine Musikinteressen sind breit. Was gerade gehört wird, ist von der Situation und von meinem Befinden abhängig. Von vielen Musikrichtungen ist etwas dabei: Pop, Rock, Reggae oder Klassik. Dank oder wegen meiner großen Kinder sind auch Hip-Hop und die aktuellen Charts dabei.

Montkowski
: Je nach Lust und Laune von leise bis laut, von Pop bis Punk, von Kitsch bis Kunst.

Stodt
: Meist höre ich klassische Musik (Händel, Bach, Mozart, Vivaldi, Beethoven, Schubert u.a.), gern jedoch auch Gesänge der Orthodoxen Liturgie und auch gute moderne Klänge und Lieder.

Ihre schönste Erfahrung zum Thema „Musik“?

Berweiler:Was ich immer wieder gerne mache: Mich mit meinen Geschwistern oder mit Freunden spontan in eine leere Kirche stellen, irgendwo, wo man gerade vorbeikommt, und in die Stille der Kirche hinein ein mehrstimmiges Lied singen, um den Klang und die Stimmung zu genießen.

Dobelke
: Auch nach längerem Überlegen fällt mir keine einzelne Erfahrung ein. Es gibt vieles, was ich mit Musik verbinde. Ein Lied, das in eine Stimmung passt; ein Konzert, das ich erlebt oder mitgestaltet habe und das vielen Menschen Freude bereitet hat; Musik die hilft, mit gemachten Erfahrungen klar zu kommen; oder einfach nur der Genuss gut gemachter Musik. All das sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.

Galli
: Ich kann hier nur von einer der vielen schönen Erfahrungen berichten: Seit einiger Zeit gibt es für mich und unsere kleineren Kinder eine inoffizielle Tradition, dass wir aus einem Liederbuch für Kinder singen. Jedes Mal staune ich darüber, wie gut und gerne sie singen und wie viele Texte sie durchs Zuhören auswendig gelernt haben. Das gemeinsame Singen tut uns allen gut.

Montkowski
: Bei der Lichterfeier in der Kirche von Taizé zu sitzen, das Kerzenmeer wird immer größer und wir singen „Behüte mich Gott“. Unvorstellbar schön!

Stodt
: Meine schönste Erfahrung in jüngerer Zeit war das Mitsingen im Eröffnungskonzert nach der Wieder -Eröffnung unserer schönen Gräfrather Kirche Ende des vergangenen Jahres.

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