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Kirche Christ König
Alte Fotos zeigen, dass die Kirche Christ König auf der grünen Wiese gebaut wurde, die umliegende Wohnbebauung der "Gartenstadt-Nord" erfolgte erst in den nachfolgenden Jahren. Daher ist es umso erstaunlicher, wie sehr sich die Kirche in das Wohngebiet eingliedert. Der Außenbau ist bestimmt von dem großen, tief herabgezogenen Satteldach und genau dieses findet sich - in verkleinertem Maßstab - bei den umgebenden Wohnhäusern wieder. Einzig der Turm überragt die Baugruppe. Der Kölner Architekt Fritz Schaller realisierte 1950/52, in einer Zeit der Geldknappheit, mit einfachen Mitteln einen einladenden Bau. Der warme Rotton des Backsteins, die von dem großen Satteldach geprägte, überdimensionierte Hausform symbolisiert das 'Haus Gottes' für diesen damals neu entstehenden Stadtteil. Der Kirchhof öffnet sich nach Norden und bildet dort, abseits der Wilhelm-Sollmann-Straße, einen ruhigen Platz. Im Inneren wird das asymmetrische Dach von großen V-förmigen Holzbindern getragen, die den Hallenraum in drei Schiffe unterteilen. Der Dachstuhl ist offen, ein typisches Gestaltungsmerkmal auch der späteren Kirchenbauten Fritz Schallers. Die seitlichen Mauern schwingen auf Höhe der Träger leicht nach innen ein, dies ruft bei den ansonsten ungegliederten Wänden einen Eindruck von Bewegung hervor. Der Raum ist seitlich durch drei große Rundfenster und von hinten durch ein hohes Rundbogenfenster belichtet. Im Osten wölbt sich die Apsis mit wohlproportionierten Halbkreisformen im Stil der frühchristlichen Basiliken nach außen vor, seitlich ist dem Altarbereich ein niedriger Raum angegliedert. Hildegard Domizlaff schuf das große Altarkreuz (1951/52). Im Südwesten springt die Taufkapelle aus der Mauerflucht heraus. Sie erhält nur Licht von Osten, aus der Himmelsrichtung, zu der man früher die Kirchen ausrichtete, weil aus dem Osten das Heil und die Wiederkehr Christi erwartet wurde. Der Taufstein stammt von Elmar Hillebrand.
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