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Seelsorger in Bechen

Über die ersten Seelsorger in Bechen ist nichts sicheres auszumachen. Bechen kam vielleicht schon im Jahre 1281 oder 1289 oder 1299, sicher aber 1301, an die Zisterzienserabtei Altenberg. Von diesem Zeitpunkt an war die Gemeinde „pleno jure“, d.h. „mit allen Rechten“ der genannten Abtei incorporiert (einverleibt). Somit war der jeweilige Altenberger Abt der eigentliche Pfarrer von Bechen, der einen seiner Mönche zur Seelsorge nach Bechen entsandte. Aus alten Urkunden und Büchern sind uns lückenhafte Namen solcher Priestermönche bekannt. Der letzte war Heinrich Schunk, der nach Aufhebung der Abtei als Seelsorger in Bechen verblieb und im Jahre 1815 hier starb. Das Patronatsrecht, mit dem die Ernennung des Pfarrers verbunden war, ging im Jahre 1803 an Pfalzbayern, dann an das Großherzogtum Berg und im Jahre 1815 an den König von Preußen über. Seit 1815 sind Priester des Erzdiözese Köln in Bechen tätig.
1318
Heinrich
1341
Winrich
1360
Johann de Bure
Um 1400
Jacob Leiden
1453
Heinrich Winckelhuissen
+28.5.1488
Adolphus
1502
Engelbert von Mülheim
+ 1539
Bernward
1548 – 1552
Adam Broich van Mülheim
+ 2.6.1562
Conrad Novesiensis
1571
Heinrich (Spechters?)
1582
Peter Konninkshoven,
+ 1621
Vor 1626
Wilhelm Scholler
1626
Joachim Heußgen, in Düren geboren;
+ 1631 an der Prest, in Bechen beerdigt
1637
Heinrich Wölting
Um 1642
Theodor Zons,    
+ 28.10.1666 als Pastor von Rheindorf
1654
Gerhard Menradt,
+ 1679 in Bayern
1662
Reiner Buschmann,
+ 1668
            Unter ihm wird das Kirchenschiff wieder instandgesetzt
1670
Heinrich
1671
Wilhelm Neu,
+ 1697
1701
Adam Hansen;
            Unter ihm Bau eines neuen Kirchenschiffs
Um 1705
Adam Starken
Um 1715
Halberg,               
+ 1742 im Alter von 75 Jahren
Um 1721
Hassel
Um 1724
Henricus
1730
F.H. Bresser,
+ 9.8.1759
Um 1755
Schüller
1773 -1774
Joseph Joquier
1777 – 1778
F.H. Lülsdorff,
+ 1782, 39 Jahre alt
1779 - 1784
F.M. Knoblauch
1784 – 1785
Graaff
Juni-Dez- 1786
Joseph Salator Guioni
Febr. 1786 un Ende 1786 bis 1800
Martin Joseph Eßer, als „Administrator“ = „Verwalter“ erwähnt; er war 1779 ins Kloster eingetreten und stammte aus Zülpich. I.J. 1808 als Pastor in Flittard verstorben, 75 Jahre alt.
1800 – 1815
Heinrich Schunk; geboren zu Hohenholz bei Jülich.
+ 21.06.1815, 51 Jahre alt.
1815 – 1840
Caspar Craemer, geboren in Neukirchen, geweiht am 09. November 1806, vorher Vikar, Schullehrer in Odenthal, ab 1840 Pfarrer in Dhünnwald, wo er nach wenigen Jahren starb.
1840 – 1849
Anton Molitor, vorher als Vikar 4 Jahre in Brück und 3 Jahre in Herkenrath tätig gewesen.
1849 – 1856
Friedrich Külpmann, stammte aus Boele, war am 20. September 1834 zum Priester geweiht, ging von Bechen als Pastor nach Stetternich bei Jülich
Bis 1862
Johann Franz Decker, geboren in Freimersdorf bei Brauweiler, Priesterweihe am 30. August 1846; bevor er nach Bechen kam, war er Vikar in Linnich.
1862 – 1873
Peter Joseph Lampertz, er war in Zingsheim geboren und später Pastor in Heppendorf. Bei Pfarrer Lampertz Weggang war eben der Kulturkampf entbrannt, so dass die Neubesetzung der Pfarrstelle große Schwierigkeiten bereitete. Während seiner Zeit brannte das Pfarrhaus nieder (1872)
10.05.1873
Gottfried Hubert Schmitz
Pristerweihe am 4. September 1864, vorher Rektor in Obereip und Vikar in Fischeln; er wurde nur zum Pfarrvikar ernannt, nicht zum Pfarrer. Er hatte einen Pfarrverwalter in der Person des Kaplan Niemann und dann des Pfarrers Tuchscherer von Kürten. Er durfte nur rein seelsorgliche Aufgaben, aber keine verwaltungsmäßigen ausüben. Trotzdem wurde unter ihm das Pfarrhaus (1876-1879) und die Kirche (1876-1878) gebaut. Er hat sich große Verdienste um die Gemeinde erworben; trotzdem gab es Anfeindungen und Anschuldigungen, sogar ein Gerichtsverfahren. Er wurde völlig rehabilitiert, musste dennoch die Gemeinde verlassen und starb etwa 14 Tage später (17. Juni 1885)
1885 – 1891
Jakob Hubert Wolfgarten
Geboren am 30.8.1850 in Rheder, geweiht am 29.6.1876 in Meaux bei Paris (wegen des Kulturkampfes). Von Bechen ging er als Pastor nach Keldenich, Dekanat Steinfeld, wo er 40 Jahre lang wirkte; 1931 in den Ruhestand getreten und am 4.1.1934 in Kall verstorben.
1.10.1891
Johannes Joeressen.
Geboren 24.11.1848 in Rheindahlen, zum Priester geweiht am 21.3.1874. Bevor er nach Bechen kam, war er Vikar in Gleuel, von Bechen ging er als Pastor nach Hüchelhoven, wo er am 5.7.1917 verstorben ist.
20.1.1905 – 1911
August Wilhelm Capteina;
Geboren am 11.09.1873 in Köln-Deutz, Pristerweihe10.8.1897; bevor er nach Bechen kam, war er Kaplan in Viersen, von Bechen ging er als Pastor nach Niederzündorf, dann nach Derichsweiler. Wegen Krankheit vorzeitig im Ruhestand, verstarb er in Brühl am 23.9.1920.
31.8.1911 – 1929
Michael Schmitz;
Geboren am 11.12.1876 in Poppelsdorf, Priesterweihe 1901. Tätigkeit in Eilendorf und St. Heribert in Köln-Deutz. Am 4.10.1929 wurde er als Pastor an St. Matthias in Köln-Bayenthal eingeführt, wo er am 1.10.1937 starb.
In die Amtszeit von Pfarrer Schmitz fällt die Anschaffung der Kirchenfenster, die in der heutigen Kirche wieder Verwendung finden.
2.1.1930 –1958
Dr. Franz Graf,
geboren am 18.9.1888 in Aachen-Burtscheid, Studien in Bonn und Rom, zum Doktor der Philosophie promoviert, am 13.8.1914 in München zum Priester geweiht; Kaplan an St. Mechtern in Köln-Ehrenfeld, dann Domvikar in Köln.
Pfarrer Dr. Graf gründete im Jahre 1933 den „Marienchor“. Im Mai 1958 trat er in den Ruhestand und verstarb in Hittdorf am 7.7.1964; in Bechen wurde er beerdigt.
1958 – 1962
Wilhelm Klug;
Geboren am 15.8.1907 in Aachen, Priesterweihe am 24.2.1933 in Köln. Kaplan in Sieglar, Heiligenhaus bei Mettmann, Essen-Bergerhausen und Rösrath; Pfarrrektor in Kleineichen. Wegen einiger Verleumder und Denunzianten verlässt er schweren Herzen Bechen. Von Bechen ging er nach Hilden, St Johannes. Er starb bereits ein Jahr später, am 20. September 1963, in Damaskus, auf der Fahrt ins Heilige Land an einen Herzanfall.
6.6.1962 – 1982
Joseph Höfer;
Geboren am 28.7.1913 in Opladen-Quettingen, Priesterweihe am 3.3.1938 in Köln. Kaplan an der Diözese Passau, in Bedburg/Erft und Solingen-St.Clemens, Militärpfarrer in Bonn. Eintritt in den Ruhestand am 26. September 1982. Er starb am 12. Juni 1995 und ist in Kirchtroisdorf (Erfkreis) begraben.
1982 - 1994
Georg Lampenscherf
Geboren am 13.12.1933 in Düsseldorf und am 19.07.1960 in Köln zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er als Kaplan an St. Gertrud in Düsseldorf-Eller eingesetzt. Im Dezember 1966 erfolgte die Ernennung zum Rektorats-pfarrverweser an St. Christophorus in Wuppertal-Barmen-Lichterplatz, wo er ab Januar 1969 als Rektoratspfarrer wirkte. Zusätzlich wurde er im November 1967 zum Polizeipfarrer für die Bereitschaftspolizei, Abteilung Wuppertal und dem Bereich der Stadt Wuppertal ernannt. Danach erfolgte im Februar 1972 die Ernennung zum Pfarrer an St. Sebastian in Friesenhagen. Im Mai 1980 wurde er mit der Aushilfe an St. Marien in Radevormwald betraut. Von Oktober 1982 bis zu seinem Ruhestand ab 24. Januar 1994 wirkte er als Pfarrer in St. Antonius Einsiedler, Kürten-Bechen. Bis August 2004 versah er noch Subsidiardienste in Morsbach und Umgebung. Zuletzt lebte er in Friesenhagen. Er starb am 31.07.2015 in Wenden.
Pfarrer Lampenscherf verfasste unter anderem den Text für das heutige „Antonius-Lied und er veranlasste, das Wahrzeichen von Bechen, den Esel, in Bronze zu gestalten.
1975
bis zum Jahre 1975 gehörte Bechen zum Dekanat Wipperfürth; durch die kommunale Neuordnung vom 1. Januar 1975 wurde die Dekanate im Rhein.-Bergischen Kreis neu umgeschrieben, und mit Urkunde des kölner Erzbischoft vom 24. Oktober 1976 bildet die Gemeinde Bechen mit 13 anderen das Dekanat Altenberg.
1993
Weil der Priesternotstand immer größer wurde, entschloss sich das Erzbistum Köln, zur Konzentration der pastoralen Kräfte jeweils mehrer Pfarrgemeinden zu einem Seelsorgebereich zusammenzuschließen. Bechen äußerte damals den Wunsch, nicht dem Seelsorgebereich Kürten zugeordnet zu werden. So wurde zum 7. Mai 1993 der Neue Seelsorgebereich Odenthal, Bechen, Altenberg gegründet.
1994
Eindeutige Aussage des Generalvikariates, dass es in Bechen keinen Nachfolger für Pfarrer Lampenscherf geben wird.
 
1994 – 2008
 
Klaus Joachim Anders
Geboren am 2.6.1942, Priesterweihe 1968 in Köln. Danach war er als Kaplan in Köln-Dellbrück und in Düsseldorf tätig. Seit 1976 wirkt er als Pfarrer in der Pfarrgemeinde St. Pankratius in Odenthal. Ab 1993 war erLeiter des Pfarrverband Odenthal, Bechen, Altenberg und ab 1997 stand er den Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises als Kreisdechant vor.
Am 17.1.2009 im Urlaub tödlich verunglückt.
16.5.1995 - 2008
Hans Hausdörfer
Geboren am 22.10.1922 in Köln. Die Priesterweihe erhielt er am 2. Februar 1948. Danach war er bis 1962 Kaplan, 1963 kam er in ein Neubaugebiet, dem späteren Köln-Heimersdorf. Im Januar 1976 wechselte er als Gemeindepfarrer nach Altenberg. 1980 wurde er zum Kreisdechanten gewählt. Ab 1995 Subsidar in Bechen, 1997 ging er in den Ruhestand und ist nun als „Pfarrer im Ruhestand“ ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Seelsorge.
Seit August 2008 im Altersheim in Bergisch-Gladbach.
2008
Ab 1. Januar 2008 wechselte Bechen vom Pfarrverband Odenthal, Bechen Altenberg zum Pfarrverband Kürten.
 
2008 -
Harald Fischer
Geboren am 13.01.1961
Priesterweihe 16.06.1989 in Köln
Kaplan in Bad Münstereifel -- hier Jugendarbeit, danach Pfarrer in Bedburg und Elsdorf.
Seit 2004 Pfarrer in Biesfeld und ab 2008 Leiter des Pfarrverbands Kürten. 2009 zum Dechant des Dekanats Altenberg berufen.
2010 Zum 01.01.2010 wird die Fusion aller Pfarrgemeinden in Kürten vollzogen. Die neue Pfarrgemeinde nennt sich St. Marien Kürten

Priester aus Bechen:

Am 30. April 1933 feierte Neupriester Pater Christan Arnold C.S.Sp (+18.09.1967) unter großer Anteilnahme der Bechener Bevölkerung seine Primiz in Bechen. Er war der vorläufig letzte der neun aus der Pfarre hervorgegangen Priester, deren Namen uns überliefert sind. 1897 war nach über 150 Jahren in Adolf Häsemann aus Kochsfeld und 1925 Georg Ley von Oberkalsbach weiterer Priester aus der Gemeinde hervorgegangen. Außer den Genannten arbeitete Schwester Luisa Martina (Elisabeth Rodenbach) bis zu ihrem Tode über 25 Jahre in der Mission in Norwegen, Schwester M. Katharina (Katharina Heinen) ist Benediktinerin in Eichstätt, Bruder Ehrenfried (Otto Heider) arbeitet im Missionshaus St. Augustin bei Siegburg.

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